3 Punkte von GN⁺ 2023-09-14 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Artikel über die Situation in Bayern, Deutschland, in der 27 Personen wegen der Möglichkeit von Klimaprotesten, insbesondere im Zusammenhang mit der Automobilausstellung IAA in München, in „Präventivhaft“ genommen wurden.
  • Die Haftdauer kann auf bis zu 60 Tage verlängert werden; die Maßnahme war ursprünglich als letztes Mittel gegen Terroristen gedacht.
  • Die Münchner Behörden versuchen offenbar, einen Fall aufzubauen, um Klimaaktivisten als kriminelle Vereinigung einzustufen.
  • Die Maßnahme ist umstritten, da sie als überzogene Reaktion auf das demokratische Recht auf Protest erscheint und manche hoffen, dass sie vom Bundesgericht als verfassungswidrig eingestuft wird.
  • Der Artikel erwähnt auch, dass eine städtische Verordnung in München für bestimmte Personen das Mitführen von Sekundenkleber als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von 1000 € ahndet.
  • Die Diskussion weitet sich auf andere Länder aus, einschließlich ähnlicher Gesetze in Indien und Großbritannien sowie der Erwähnung von Festnahmen von Klimaaktivisten in den Niederlanden.
  • Der Artikel wurde auf mastodon.energy veröffentlicht, einem Server des dezentralen sozialen Netzwerks Mastodon für Fachleute und Wissenschaftler, die sich mit Energiewendepolitik, Infrastruktur, Technologie, Journalismus und Wissenschaft befassen.
  • Der Beitrag löst auf der Plattform vielfältige Reaktionen und Diskussionen aus und zeigt das hohe Maß an Beteiligung in der Community.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-09-14
Hacker-News-Kommentare
  • Das Landesrecht in Deutschland erlaubt „Präventivgewahrsam“ von bis zu zwei Monaten; dieses Gesetz ist seit Langem umstritten und wird nun zur Inhaftierung von Klimaaktivisten eingesetzt.
  • Das Gesetz wurde ursprünglich mit Terrorabwehr begründet, doch einige Kommentierende äußern Sorge darüber, dass es nun genutzt wird, um Klimaaktivisten ins Gefängnis zu bringen, die große Veranstaltungen wie die weltweit größte Automesse stören könnten.
  • Es gibt die Ansicht, dass die Polizei, die Demonstrierende an Industriestandorten entfernt, sich nicht auf den Schutz der Interessen großer Konzerne konzentrieren sollte, sondern auf die Bewältigung der Umweltschäden, die diese Industrien verursachen können.
  • Diese Situation ist spezifisch für Bayern, ein Bundesland, das seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland von einer Partei dominiert wird. Manche Handlungen, die anderswo Empörung auslösen würden, können hier vorkommen.
  • Es gibt eine Debatte über die Rechtfertigung, Demonstrierende vor dem Prozess festzuhalten. Einige halten es für vertretbar, Menschen bis zum Prozess ohne Kaution in Haft zu behalten, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie dieselbe Straftat erneut begehen.
  • Es werden Fragen zu den Auswirkungen kurzfristiger Inhaftierung auf Beschäftigung und finanzielle Lage einer Person aufgeworfen; Vergleiche werden mit der Situation in den USA gezogen, wo solche Inhaftierungen zum Verlust des Arbeitsplatzes und zu finanziellen Schwierigkeiten führen können.
  • Einige Kommentierende stellen die Methoden der Demonstrierenden infrage und schlagen vor, dass Sachbeschädigung oder Zerstörung kein wirksamer Weg sei, Unterstützung für ihre Ziele zu gewinnen.
  • Eine Minderheit der Kommentierenden äußert Unmut über die Demonstrierenden und meint, sie schadeten dem Anliegen des Klimawandels eher und förderten Ablehnung gegenüber klimafreundlichen Aktivitäten.