6 Punkte von GN⁺ 2023-08-28 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ein Artikel über Monotypes Dominanz in der Schriftindustrie und die zunehmend monopolartige Situation, die unabhängigen Designerinnen und Designern immer weniger Auswahl lässt
  • 1440 erfand Johannes Gutenberg die ersten Lettern für die Druckpresse. Danach wurden viele weitere Schriftarten entwickelt
  • Monotype, gegründet Ende des 19. Jahrhunderts, entwickelte und besitzt populäre Schriftarten wie Gill Sans, Perpetua und Times New Roman und wuchs zu einem wichtigen Akteur heran
  • Monotype festigte seine Position in der Branche weiter durch die Übernahme mehrerer Unternehmen wie Linotype (Helvetica), Ascender Corporation und FontShop
  • Auch MyFonts, ein Marktplatz, auf dem unabhängige Designer ihre eigenen Schriftarten verkaufen, gehört Monotype (2012 für 50 Mio. US-Dollar von Bitstream übernommen)
    • Dort gibt es 4.500 Foundries, die mehr als 250.000 Fonts verkaufen (bei Creative Market sind es 82k, bei Etsy nur 5k+ Fonts)
    • Die Foundries legen ihre Preise selbst fest; der durchschnittliche Font kostet 29 US-Dollar und variiert je nach Lizenz
    • 45 % der Foundries bestreiten ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Schriftarten
    • Trotz einer Provision von 50 % gilt MyFonts als Goldstandard bei der Reichweite des Publikums (verglichen mit nur 6,5 % bei Etsy)
  • Monotype plant, für MyFonts ein Abonnementmodell einzuführen, das Designerinnen und Designern laut eigener Aussage zugutekommen soll, indem bei jeder Nutzung einer Schrift gezahlt wird. Einige Designer befürchten jedoch, dadurch noch abhängiger von Monotype zu werden
  • Der Artikel erwähnt auch die potenziellen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (AI) auf die Schriftindustrie
    • Monotype nutzt AI bereits zur Schrifterkennung und für passende Schriftpaarungen und plant, sie einzusetzen, um das Entdecken von Fonts auf der Plattform zu verbessern
    • Trotz aller Herausforderungen kommt der Artikel zu dem Schluss, dass AI die menschliche Handschrift und die Geschichte hinter jeder Schrift nicht reproduzieren kann und deshalb immer Bedarf an Schriftgestaltern mit Respekt für das Handwerk bestehen wird

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-08-28
Hacker-News-Kommentare
  • Kritik an dem Artikel, weil er die Verbreitung praktischer Open-Source-Schriftarten wie Google Fonts nicht erwähnt.
  • Einige Nutzer äußern Gleichgültigkeit gegenüber Eigentumsfragen oder der Nutzung von Open-Source-Schriftarten und betonen, dass Lesbarkeit die wichtigste Überlegung sei.
  • Der Artikel stößt eine Diskussion über Urheberrechts- und Public-Domain-Fragen im Zusammenhang mit älteren Schriftarten wie Helvetica und Gill Sans an.
  • Aufruf, unabhängige Type-Designer zu unterstützen, wobei Matthew Butterick als Beispiel genannt wird.
  • Monotypes Umstellung auf ein Abonnementmodell wird als potenzielles Problem gesehen, und das Unternehmen wird als nahezu monopolistisch beschrieben.
  • Einige Nutzer stellen die Notwendigkeit kommerzieller, lizenzpflichtiger Schriftarten infrage und schlagen vor, dass sich mit Systemschriftarten oder Open-Source-Schriftarten hochwertige Ergebnisse erzielen lassen.
  • Der Artikel weckt Nostalgie für die Zeit vor dem Internet, als Schriftarten teuer waren und oft illegal weitergegeben wurden.
  • Es wird infrage gestellt, ob es echte Open-Source-, lizenzgebührenfreie Schriftarten gibt, die in Browsern integriert sind.
  • Einige Nutzer weisen die Notwendigkeit einzigartiger Schriftarten zurück und argumentieren, dass sie nicht essenziell seien.
  • Kritik an dem Artikel, weil er bestehende Open-Source-Schriftarten wie IBM Plex, Mozilla Fira und Google Roboto nicht erwähnt.