2 Punkte von GN⁺ 2023-08-18 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Wissenschaftler haben in der Nähe von Deniliquin im Bundesstaat New South Wales tief unter der Erde im Südosten Australiens entdeckt, was vermutlich die größte Meteoriten-Einschlagsstruktur der Welt ist.
  • Die Deniliquin-Struktur, für die noch weitere Bohrtests erforderlich sind, erreicht einen Durchmesser von bis zu 520 Kilometern und übertrifft damit die Vredefort-Einschlagsstruktur in Südafrika, die bisher als die größte der Welt galt.
  • Die Geschichte der Bombardierung der Erde durch Meteoriten ist größtenteils durch Erosion, Überdeckung mit Sedimenten und tektonische Prozesse verborgen, doch neue geophysikalische Entdeckungen legen Merkmale von Einschlagsstrukturen offen, die durch große Meteoriten entstanden sind.
  • Der australische Kontinent und zuvor der Superkontinent Gondwana waren Ziel zahlreicher Meteoriteneinschläge, wodurch mindestens 38 bestätigte Einschlagsstrukturen und 43 potenzielle Einschlagsstrukturen entstanden sind.
  • Die Deniliquin-Struktur weist alle Merkmale auf, die man bei einer großflächigen Einschlagsstruktur erwartet, darunter ein symmetrisches Wellenmuster um den Kern der Struktur, einen zentralen Bereich mit geringer Magnetisierung und Hinweise auf radiale Verwerfungen.
  • Der Großteil der Belege für den Einschlag von Deniliquin basiert auf geophysikalischen Daten, die an der Oberfläche gewonnen wurden. Um die Beweise für den Einschlag zu bestätigen, muss tief in die Struktur gebohrt werden, um physische Spuren des Einschlags zu sammeln.
  • Die Deniliquin-Struktur lag wahrscheinlich im östlichen Teil des Kontinents Gondwana, bevor dieser in mehrere Kontinente zerbrach.
  • Der Einschlag, der die Deniliquin-Struktur geschaffen hat, könnte während des Massenaussterbens im späten Ordovizium erfolgt sein, bei dem etwa 85 % der Arten auf der Erde ausstarben.
  • Weitere Forschungen zur Deniliquin-Einschlagsstruktur dürften neue Einblicke in die Beschaffenheit der Erde im frühen Paläozoikum liefern.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-08-18
Hacker News-Kommentare
  • Die Entdeckung eines riesigen Asteroideneinschlagskraters mit 520 km Durchmesser im Südosten Australiens hat bei technikaffinen Lesern Interesse und Diskussionen ausgelöst.
  • Kommentierende wiesen auf die hohe Zahl bestätigter Einschlagsstrukturen von mehr als 100 km in Australien hin und schlugen vor, dass es wegen der unklaren Fossilüberlieferung viele unbekannte Massenaussterbeereignisse gegeben haben könnte.
  • Einige Leser äußerten Überraschung darüber, dass der Artikel kein Bild und keine Karte enthielt, die den Standort der kürzlich entdeckten Deniliquin-Struktur zeigen.
  • Die Größe des Kraters wurde mit der Einschlagsstruktur von Vredefort in Südafrika verglichen, wobei bestätigt wurde, dass der Krater in Australien deutlich größer ist.
  • Ein Kommentierender spekulierte, dass im Gebiet der Michigan-/Huron-Seen ein ähnlich großer Einschlag möglich gewesen sein könnte, basierend auf der kreisförmigen Gestalt der Region.
  • Es wurde die Frage nach der Größe des Asteroiden gestellt, der den australischen Krater erzeugte; dazu lieferte der Artikel jedoch keine Informationen.
  • Einige Leser schlugen vor, dass in den Ozeanen mit ihrer größeren Oberfläche noch größere Asteroideneinschläge stattgefunden haben könnten.
  • Die Entdeckung führte zu Diskussionen über die Bedeutung unserer Fähigkeit, Asteroiden zu entdecken und ihnen auszuweichen, sowie über die potenziell verheerenden Folgen, falls sich heute ein ähnlicher Einschlag ereignen würde.
  • Ein Kommentierender schlug vor, dass sich große Asteroideneinschläge identifizieren lassen könnten, indem man Flutbasalte untersucht und die gegenüberliegende Seite der Erde aus jener Zeit betrachtet.
  • Der Einschlagswinkel wurde neben der Größe des Asteroiden ebenfalls als wichtiger Faktor genannt.