- Wissenschaftler haben in der Nähe von Deniliquin im Bundesstaat New South Wales tief unter der Erde im Südosten Australiens entdeckt, was vermutlich die größte Meteoriten-Einschlagsstruktur der Welt ist.
- Die Deniliquin-Struktur, für die noch weitere Bohrtests erforderlich sind, erreicht einen Durchmesser von bis zu 520 Kilometern und übertrifft damit die Vredefort-Einschlagsstruktur in Südafrika, die bisher als die größte der Welt galt.
- Die Geschichte der Bombardierung der Erde durch Meteoriten ist größtenteils durch Erosion, Überdeckung mit Sedimenten und tektonische Prozesse verborgen, doch neue geophysikalische Entdeckungen legen Merkmale von Einschlagsstrukturen offen, die durch große Meteoriten entstanden sind.
- Der australische Kontinent und zuvor der Superkontinent Gondwana waren Ziel zahlreicher Meteoriteneinschläge, wodurch mindestens 38 bestätigte Einschlagsstrukturen und 43 potenzielle Einschlagsstrukturen entstanden sind.
- Die Deniliquin-Struktur weist alle Merkmale auf, die man bei einer großflächigen Einschlagsstruktur erwartet, darunter ein symmetrisches Wellenmuster um den Kern der Struktur, einen zentralen Bereich mit geringer Magnetisierung und Hinweise auf radiale Verwerfungen.
- Der Großteil der Belege für den Einschlag von Deniliquin basiert auf geophysikalischen Daten, die an der Oberfläche gewonnen wurden. Um die Beweise für den Einschlag zu bestätigen, muss tief in die Struktur gebohrt werden, um physische Spuren des Einschlags zu sammeln.
- Die Deniliquin-Struktur lag wahrscheinlich im östlichen Teil des Kontinents Gondwana, bevor dieser in mehrere Kontinente zerbrach.
- Der Einschlag, der die Deniliquin-Struktur geschaffen hat, könnte während des Massenaussterbens im späten Ordovizium erfolgt sein, bei dem etwa 85 % der Arten auf der Erde ausstarben.
- Weitere Forschungen zur Deniliquin-Einschlagsstruktur dürften neue Einblicke in die Beschaffenheit der Erde im frühen Paläozoikum liefern.
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