- LK-99, eine Verbindung aus Kupfer, Blei, Phosphor und Sauerstoff, galt zunächst als der erste Supraleiter, der bei Raumtemperatur und Umgebungsdruck funktioniert.
- Diese Behauptung wurde von einem Team des Quantum Energy Research Center in Seoul aufgestellt, das ein Preprint veröffentlichte, in dem LK-99 als Supraleiter bei Normaldruck und Temperaturen von mindestens bis zu 127 ºC (400 Kelvin) beschrieben wurde.
- Nach zahlreichen Reproduktionsversuchen wurde jedoch der Schluss gezogen, dass LK-99 kein Raumtemperatur-Supraleiter ist.
- Es wurde vermutet, dass das anfängliche supraleiterähnliche Verhalten von LK-99 auf Verunreinigungen im Material zurückzuführen war, insbesondere auf Kupfersulfid, das für den abrupten Abfall des elektrischen Widerstands und das teilweise Schweben über einem Magneten verantwortlich ist.
- Unabhängige Teams der Peking-Universität in Peking und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) fanden konventionelle Erklärungen für diese Phänomene.
- Studien von Forschenden aus den USA und Europa zeigten, wie die Struktur von LK-99 Supraleitung unmöglich macht.
- Andere Forschende synthetisierten und untersuchten reine Proben von LK-99 und bestätigten, dass es kein Supraleiter, sondern ein Isolator ist.
- Die Behauptung des koreanischen Teams beruhte auf zwei Eigenschaften von LK-99: dem Schweben über einem Magneten und dem abrupten Abfall des Widerstands. Diese Phänomene wurden jedoch durch Ferromagnetismus und das Vorhandensein von Kupfersulfid-Verunreinigungen erklärt.
- Ein Team des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart synthetisierte reine Kristalle von LK-99 und bestätigte, dass es kein Supraleiter, sondern ein Isolator ist.
- Der Fall LK-99 wurde als Lehre für die Bedeutung der Reproduzierbarkeit in der Wissenschaft und für die Notwendigkeit einer sorgfältigen Interpretation von Daten gesehen.
2 Kommentare
Sieht so aus, als ob die Sache nun zu Ende geht. In vielerlei Hinsicht schade.
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