4 Punkte von GN⁺ 2023-08-09 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • TSMC, Bosch, Infineon und NXP haben eine Joint-Venture-Investition zur Gründung der European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) in Dresden, Deutschland, angekündigt
  • Das Joint Venture zielt darauf ab, moderne Halbleiterfertigung nach Europa zu bringen, und stellt mit dem Bau einer 300-mm-Foundry zur Unterstützung der schnell wachsenden Automobil- und Industriesektoren einen wichtigen Schritt dar
  • Die endgültige Investitionsentscheidung wartet auf die Bestätigung des Umfangs der öffentlichen Förderung für dieses Projekt, die im Rahmen des European Chips Act geplant ist
  • Die geplante Foundry soll mit TSMCs Prozesstechnologien 28/22-Nanometer-Planar-CMOS und 16/12-Nanometer-FinFET eine monatliche Produktionskapazität von 40.000 300-mm-(12-Zoll)-Wafern haben
  • Das Joint Venture wird Europas Halbleiter-Fertigungsökosystem mit fortschrittlicher FinFET-Transistortechnologie stärken und rund 2.000 direkte Hightech-Facharbeitsplätze schaffen
  • Der Bau der Foundry soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 beginnen, die Produktion soll Ende 2027 anlaufen
  • An dem Joint Venture soll TSMC 70 % halten, während Bosch, Infineon und NXP jeweils 10 % der Anteile besitzen werden; dies steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und weiterer Bedingungen
  • Das Gesamtinvestitionsvolumen wird einschließlich Kapitaleinlagen, Fremdfinanzierung sowie starker Unterstützung durch die Europäische Union und die deutsche Bundesregierung voraussichtlich mehr als 10 Milliarden Euro betragen
  • Die Foundry wird von TSMC betrieben und unterstreicht das Engagement des Unternehmens, die strategischen Kapazitäts- und Technologieanforderungen seiner Kunden zu erfüllen
  • Das Joint Venture gilt als wichtiger Meilenstein zur Stärkung des europäischen Halbleiter-Ökosystems und festigt zugleich Dresdens Position als eines der wichtigsten Halbleiterzentren der Welt
  • Die neue Produktionskapazität richtet sich insbesondere an die wachsende Nachfrage europäischer Kunden, vor allem in den Bereichen Automotive und IoT, und soll die Grundlage für die Entwicklung innovativer Technologien, Produkte und Lösungen schaffen, um die globalen Herausforderungen der Dekarbonisierung und Digitalisierung zu adressieren
  • Der Bau dieser neuen, bedeutenden Halbleiter-Foundry wird Innovation und Kapazität für das in den boomenden Automobil- und Industriesektoren benötigte Spektrum an Silizium deutlich ausweiten

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-08-09
Hacker-News-Kommentare
  • TSMC, Bosch, Infineon und NXP planen den Bau einer Halbleiterfabrik in Sachsen, Deutschland.
  • Die Region ist als Silicon Saxony bekannt, beherbergt mehr als 450 Technologieunternehmen und verfügt über eine starke Infrastruktur für technologische Entwicklung.
  • Das Werk soll TSMCs 28/22-Nanometer-Planar-CMOS- und 16/12-Nanometer-FinFET-Prozesstechnologien nutzen. Diese gelten zwar nicht als hochmodern, dürften aber vor allem die regionale Nachfrage der Automobilindustrie decken.
  • Mit dem Bau der Fabrik soll 2024 begonnen werden, die Produktion soll bis Ende 2027 anlaufen.
  • Einige Kommentare vertreten die Ansicht, dass die EU versucht, im Bereich KI aufzuholen und Technologiegiganten wie FAANG (Facebook, Amazon, Apple, Netflix, Google) zu regulieren.
  • Es gibt Bedenken, ob die taiwanische Regierung solche Onshoring-Maßnahmen aus Gründen der nationalen Sicherheit blockieren könnte, da sie die Abhängigkeit von der Fertigung in Taiwan verringern könnten.
  • Einige Kommentierende teilten Videos, in denen die Geschichte der Halbleiter in Ostdeutschland und Europa sowie die Bedeutung einer Rückverlagerung der Chipfertigung nach Deutschland diskutiert werden.
  • Es gibt Kritik daran, für eine so bedeutende Investition jahrzehntealte Technologie einzusetzen.
  • Der Zeitpunkt solcher Projekte wird infrage gestellt; dabei wird oft angedeutet, dass sie zu spät beginnen.
  • Angesichts der Nähe zu ASML/Zeiss wird gefragt, ob es realistisch wäre, das Werk für eine moderne <5nm-CPU-Fabrik umzurüsten.
  • Ein Kommentierender wies auf die Ironie hin, dass Chips Sachsen Wohlstand bringen könnten, obwohl die Chipproduktion einer der Gründe für den Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war.