1 Punkte von GN⁺ 2024-02-08 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

TSMC erhöht Investitionen in Japan mit zweiter Chipfabrik auf 20 Milliarden US-Dollar

  • Der taiwanische Halbleiterhersteller TSMC hat Pläne zum Bau einer zweiten Fabrik in Japan bekannt gegeben, die bis Ende 2027 den Betrieb aufnehmen soll.

  • Damit steigt das Gesamtinvestitionsvolumen von TSMC in sein Japan-Vorhaben auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar, unterstützt von der Regierung in Tokio.

  • TSMC hatte 2021 Pläne für den Bau einer 7-Milliarden-US-Dollar-Chipfabrik in Kumamoto, Japan, angekündigt; die erste Fabrik wurde im Februar eröffnet und soll im vierten Quartal mit der Massenproduktion beginnen.

  • TSMC, der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter, wird über seine in Kumamoto ansässige Tochter Japan Advanced Semiconductor Manufacturing eine zweite Produktionsstätte bauen, um der steigenden Kundennachfrage zu begegnen.

  • Nach Fertigstellung beider Werke wird die monatliche Gesamtkapazität für 12-Zoll-Wafer für Anwendungen in den Bereichen Automobil, Industrie, Consumer und High-Performance-Computing voraussichtlich mehr als 100.000 Stück betragen.

  • Die Produktionskapazitätsplanung kann je nach Kundennachfrage weiter angepasst werden.

  • TSMC ist ein wichtiger Zulieferer für zahlreiche Unternehmen, darunter Apple und Nvidia, hält 86,5 % an dem Japan-Vorhaben, während Sony Group 6 %, der Automobilzulieferer Denso 5,5 % und der Automobilhersteller Toyota 2 % halten.

  • Die japanische Regierung konzentriert ihre Bemühungen rund um TSMCs Ausbau in Kumamoto darauf, die Position des Landes als Zentrum der Halbleiterfertigung wiederherzustellen und angesichts der Handelsspannungen zwischen den USA und China eine stabile Halbleiterversorgung sicherzustellen.

  • Dass der Bau der ersten Fabrik reibungslos verläuft und die japanische Regierung ein kooperationsfreundliches Umfeld bietet, wird als Zeichen von TSMCs Vertrauen in Japan gewertet.

  • Japans Halbleiterfertigungssektor war in den 1980er Jahren der größte der Welt, hat in den vergangenen 30 Jahren jedoch schrittweise an Wettbewerbsfähigkeit verloren, während taiwanische Hersteller gewachsen sind.

  • TSMC und die taiwanische Regierung haben erklärt, dass die modernsten Fertigungsprozesse des Unternehmens weiterhin in Taiwan bleiben werden, bauen ihre globale Produktionsbasis jedoch aus, um auf die Kundennachfrage zu reagieren.

  • Zu den wichtigsten Auslandsinvestitionen von TSMC gehört ein 40-Milliarden-US-Dollar-Projekt zum Bau von zwei Fabriken in Arizona in den USA, das Washingtons Pläne zur Stärkung der heimischen Halbleiterfertigung unterstützt.

  • TSMC plant außerdem seine erste europäische Fabrik in Deutschland, die vor allem die Automobilindustrie beliefern soll.

  • Die in Taipeh notierte TSMC-Aktie ist in diesem Jahr bisher um 8,9 % gestiegen, angetrieben von der wachsenden Nachfrage nach Chips für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz, und übertrifft damit den Anstieg des Gesamtindex von 0,9 %.

Meinung von GN⁺

  • TSMCs Plan für eine zweite Fabrik in Japan dürfte eine wichtige Rolle für die Stabilität und Diversifizierung der globalen Halbleiter-Lieferkette spielen.
  • Diese Investition kommt durch die aktive Unterstützung und Kooperation der japanischen Regierung zustande und dürfte zur Wiederbelebung der japanischen Halbleiterindustrie beitragen.
  • Die globale Expansion von TSMC ist ein strategischer Schritt, um die geografische Verteilung der Halbleitertechnologie zu fördern und insbesondere auf die steigende Chipnachfrage in den Bereichen Automobil und High-Performance-Computing zu reagieren.

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