- Die US-Regierung hat auf taiwanische Importe einen Zoll von 20 % erhoben, wodurch taiwanesische Unternehmen stark belastet werden
- Präsident Donald Trump stellte als Bedingung für eine Zollsenkung die Forderung auf, dass TSMC 49 % der Intel-Anteile übernimmt und zusätzlich 400 Milliarden US-Dollar in den USA investiert
- TSMC investiert bereits in großem Umfang in den USA, doch die verlangten Bedingungen sind in der Realität kaum erfüllbar
- Intel befindet sich aufgrund eines Umsatzrückgangs von 33 % und schwacher Ergebnisse in mehreren Bereichen unter Druck, während die US-Regierung das Ziel verfolgt, die heimische Halbleiterindustrie zu sichern
- Die Wahrscheinlichkeit, dass TSMC diese Anforderungen akzeptiert, ist gering, daher wird eine Veränderung bei Intel aufmerksam beobachtet
Hintergrund der US-Zollpolitik gegenüber taiwanesischen Importen
- Die von Präsident Trump geführte US-Regierung nutzt die Zollpolitik als zentrales Mittel zur Verringerung des Handelsdefizits
- Im Vergleich zu wichtigen Handelspartnern wie Korea und Japan wird auf Taiwan ein höherer Zollsatz (20 %) angewendet
- Taiwanesische Exportunternehmen sind dadurch stark betroffen, sodass der Bedarf für bilaterale Verhandlungen zur Senkung oder Abschaffung der Zölle zunimmt
Bedingungen der US-Regierung für eine Zollsenkung
- Laut dem taiwanischen Medium mnews.tw hat die US-Regierung zwei Bedingungen für eine Zollsenkung an TSMC gestellt:
- Forderung nach dem Kauf von 49 % der Intel-Anteile
- Forderung nach zusätzlichen Investitionen in den USA in Höhe von 400 Milliarden US-Dollar
- Diese Bedingungen würden in der Praxis eine enorme finanzielle Belastung darstellen
TSMC-Status und Investitionssituation
- TSMC führt bereits große Investitionen in den USA durch
- Eine US-Fab hat das Ziel, 2024 mit der Massenproduktion zu starten
- In Arizona werden zwei neue Fabs, ein R&D-Zentrum sowie Verpackungseinrichtungen weiter ausgebaut
- Der bisher geplante Gesamtinvestitionsbetrag in den USA liegt bei rund 165 Milliarden US-Dollar
- Daher gelten zusätzliche 400 Milliarden US-Dollar Investitionen sowie der große Anteilserwerb bei Intel für TSMC praktisch als unmöglich
Hintergrund von Intels Restrukturierung und US-regierungsseitiger Unterstützung
- Intels Managementschwierigkeiten
- Der Jahresumsatz sank von 79 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 auf 53 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, also um 33 %
- Bis auf das Fab-Geschäft und die Konsumgüter reicht die Verschlechterung fast aller Geschäftsfelder
- Die US-Strategie zur Sicherung der inländischen Halbleiter-Lieferkette und industriellen Unabhängigkeit
- Trotz der Milliarden an Bundeszuschüssen, die Intel bereits erhalten hat, fehlen die Mittel für das operative Geschäft, sodass sich der Fertigstellungstermin der Ohio-Fab von 2025 auf 2030/2031 verschoben hat
- Das CHIPS Act und der Mangel an konkreter Unterstützung durch externe Partner werden als Hauptursachen genannt
Druck auf TSMC zur Intel-Beteiligung und weitere Aussichten
- Die US-Regierung drängt TSMC aus nationalen und strategischen Gründen zu Kapitaleinlagen bei Intel
- Realistisch betrachtet ist die Bereitschaft von TSMC, diese Bedingungen zu akzeptieren, äußerst gering
- Intel setzt bei Produkten wie Panther Lake und Nova Lake auf neue CPU-Produktlinien für die nächste Generation
- In den kommenden Monaten werden Intels Performance und die Struktur der Halbleiterkooperation zwischen den USA und Taiwan als wichtige Variablen beobachtet
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