- Meta, die Muttergesellschaft von Facebook und Instagram, blockiert in Kanada News-Links aufgrund der Umsetzung von Bill C-18, die als Online News Act bekannt ist.
- Das Gesetz basiert auf dem Konzept, Zahlungen für Links zu verlangen. Meta und Google warnten, dies sei nicht praktikabel, und drohten damit, News-Links von ihren Plattformen zu entfernen, falls das Gesetz verabschiedet werde.
- Auch wenn die Unterstützer des Gesetzes überzeugt waren, Meta und Google würden nur bluffen, hat Meta inzwischen mit der Blockierung und Unterbindung der Weitergabe von News-Links begonnen. Es wird erwartet, dass es einige Wochen dauern wird, bis die Sperre für alle Nutzer vollständig umgesetzt ist.
- Bis Ende dieses Monats dürften Metas Plattformen in Kanada zu einer "News-Wüste" werden, in der alle News-Links aus Kanada und dem Ausland blockiert sind.
- Es wird erwartet, dass die Blockierung von News-Links dem kanadischen Mediensektor erheblich schaden wird; die Verluste könnten sich auf mehrere Millionen Dollar belaufen. Dazu zählen die Aufkündigung bestehender Vereinbarungen, der Verlust von Links, die bis zu 30 % des Referral-Traffics ausmachen, sowie neue Einnahmen aus Bill C-18.
- Diese Maßnahme bedeutet zudem einen Rückschritt für den Sektor und dient als warnendes Beispiel für eine Regierung, die Warnsignale ignoriert und keinen Notfallplan hatte. Sollte Google nachziehen, könnte sich die Lage weiter verschärfen.
- Kanadische Medien werben nun für den direkten Zugang zu Inhalten über das Web, E-Mail oder andere nicht-soziale Medienplattformen. Angesichts der Tatsache, dass die Liberalen diese Woche neue Werbung auf Facebook gestartet haben, dürfte ein staatlicher Werbeboykott gegen Meta jedoch schwer durchsetzbar sein.
- Die Situation wirkt wie ein Vierfach-Verlierer-Szenario, in dem kanadische Medien, Internetplattformen, kanadische Nutzer, die Plattformen zum Auffinden von News-Links verwenden, und die Regierung allesamt verlieren.
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