- Ein Indie-Entwickler schilderte, dass ein bei Steam eingereichtes Spiel mit KI-generierten Art-Assets zweimal abgelehnt wurde, wodurch Valves Richtlinie zu KI-Inhalten ins Rampenlicht rückte
- Valve nannte als Ablehnungsgrund ausdrücklich die Möglichkeit, dass die Trainingsdaten der KI-generierten Grafiken urheberrechtlich geschütztes Material Dritter enthalten, und teilte mit, dass ohne Nachweis der Rechte an diesem IP keine Veröffentlichung möglich sei
- Obwohl der Entwickler die KI-generierten Assets manuell überarbeitet und erneut eingereicht hatte, wurde die Einreichung letztlich mit der Begründung abgelehnt, dass die Rechtslage der Trainingsdaten der zugrunde liegenden KI-Technologie unklar sei
- Valve bot ungewöhnlicherweise eine Rückerstattung des App-Registrierungsguthabens an; außerdem fehlte es an konsistenten Maßstäben, da die Prüfung im Vergleich zu zuvor genehmigten Spielen mehr als eine Woche dauerte
- Für Indie-Entwickler, die KI-Tools einsetzen, wirkt dieser Fall als konkrete Warnung vor dem Einsatz von KI-Assets bei der Distribution über Steam
Die erste Einreichung und Ablehnung
- Das Spiel wurde vor etwa einem Monat bei Steam eingereicht und enthielt 2 bis 3 Sprites/Assets, bei denen an Darstellungen wie Händen klar erkennbar war, dass sie KI-generiert waren
- Der Plan war, diese Assets vor dem offiziellen Release noch zu verbessern; dass Steam ein Problem mit KI-generierter Grafik haben könnte, war dem Entwickler im Vorfeld nicht bewusst
- Kernaussagen aus Valves erster Ablehnungsnachricht:
- Spiele, bei denen der Entwickler nicht über alle erforderlichen Rechte verfügt, können nicht veröffentlicht werden
- Die im Spiel enthaltenen KI-generierten Art-Assets scheinen auf urheberrechtlich geschütztem Material im Eigentum Dritter zu beruhen
- Da die rechtliche Eigentumslage bei KI-generierter Grafik unklar sei, könne das Spiel nicht veröffentlicht werden, solange nicht die Rechte an sämtlichem in den Trainingsdatensätzen verwendeten IP bestätigt würden
- Der Build werde als fehlgeschlagen markiert, und es werde nur eine einzige Gelegenheit eingeräumt, Inhalte ohne Rechte zu entfernen
- Andernfalls könne das Spiel nicht auf Steam erscheinen, und die betreffende App werde gebannt
Überarbeitung, erneute Einreichung und endgültige Ablehnung
- Die KI-generierten Assets wurden manuell verbessert, um offensichtliche KI-Spuren zu entfernen, und anschließend erneut eingereicht
- Es wird jedoch vermutet, dass die App bereits als mit KI-generierten Inhalten gekennzeichnet war und deshalb auch nach der erneuten Einreichung abgelehnt wurde
- Kernaussagen aus Valves zweiter Ablehnungsnachricht:
- Das Spiel und die dabei verwendete KI-Technologie wurden mit zusätzlichem Zeitaufwand geprüft, um sie besser zu verstehen
- Es sei unklar, ob die zugrunde liegende KI-Technologie, die zur Generierung der Assets verwendet wurde, über ausreichende Rechte an den Trainingsdaten verfügt
- Daher werde der Vertrieb des Spiels abgelehnt
- App-Guthaben seien normalerweise nicht erstattungsfähig, in diesem Fall werde jedoch ausnahmsweise eine Rückerstattung angeboten
Kritik an fehlender Konsistenz
- Frühere veröffentlichte Spiele wurden innerhalb von 1 bis 2 Tagen genehmigt, diesmal dauerte es jedoch mehr als eine Woche bis zur Entscheidung
- Es wirkt so, als habe Valve für KI-generierte Spiele noch keinen standardisierten Ansatz
- Auf Steam sind bereits Spiele verfügbar, die den Einsatz von KI ausdrücklich erwähnen, was auf eine inkonsistente Anwendung der Maßstäbe hindeutet
- Andere Entwickler werden dazu aufgefordert, beim Einreichen von KI-generierten Inhalten bei Steam vorsichtig vorzugehen
- Als Alternative wurde angekündigt, eine Veröffentlichung auf anderen Plattformen wie itch.io zu versuchen
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