1 Punkte von luckydaun 2022-07-05 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Wie war eure Beziehung zu den Kundinnen und Kunden, als ihr euer Produkt zum ersten Mal veröffentlicht habt, an die Maker hier auf GeekNews? Wenn man auf dem Weg bis zum Launch genügend Kundenfeedback eingesammelt und durch verschiedene Phasen von Konzeption und Planung ein sehr sorgfältig ausgearbeitetes Produkt gebaut hat, dann kann wahrscheinlich schon zum Veröffentlichungszeitpunkt ein ziemlich gutes Produkt herauskommen. Aber ich denke auch: Gibt es nicht viele Produkte, bei denen das nicht so ist?

Habt ihr keine Erinnerungen daran, einmal ein holpriges Produkt gebaut zu haben? Auch wenn es heute großartig geworden ist: Habt ihr Erinnerungen daran, dass es früher wirklich kaum der Rede wert war? Könntet ihr solche Geschichten — direkt aus eigener Erfahrung oder auch nur vom Hörensagen — in den Kommentaren zu diesem Beitrag erzählen?

Ich selbst habe gerade den Vorteil(?) der MVP-Phase, in der man, solange man kein Budget für bezahltes Marketing verbrennt, völlig egal ob es klappt oder nicht, einfach schnell veröffentlichen kann. Deshalb bringe ich gerade jeden Tag möglichst schnell holprige Produkte und holprige Funktionen heraus, sammle die Meinungen verschiedenster Kundinnen und Kunden sowie der Community ein, werde auch mal zurechtgewiesen und lerne daraus.

Klar ist heute besser als gestern, aber ich weiß immer noch wirklich vieles nicht, und auch ein Gefühl dafür zu entwickeln, wo PMF liegt, gelingt mir noch ziemlich unbeholfen.

Mich interessiert der Prozess, in dem solche Produkte entstehen, und der Prozess, in dem man auf das skeptischste oder vielleicht sogar feindseligste Feedback trifft. Ich glaube nicht, dass solches Feedback falsch ist — im Gegenteil, ich halte es für wirklich notwendig. Ich habe das Gefühl, dass ein Produkt dann stark wächst, wenn man über diese Art von Feedback hinauskommt und das Vertrauen gewinnt, auch skeptische potenzielle Kundinnen und Kunden zufriedenstellen zu können. Ich möchte Geschichten darüber hören, wie man das Feedback „ein nutzloses Produkt“ gerade so überwindet.

Oder ich möchte Geschichten darüber hören, wie man sich heute wieder ein Stück verbessert, obwohl das Produkt bereits Markttauglichkeit zeigt und man dennoch ständig von Kundinnen und Kunden infrage gestellt wird oder negatives Feedback bekommt.

2 Kommentare

 
terger24 2022-07-06

https://www.nocutnews.co.kr/news/4537453

Ich habe einmal einen Copycat einer Website gebaut, die solche Handy-Lockscreen-Bilder erzeugt, wie sie in diesem Artikel vorkommt. Es war eine Seite, die ich zu zweit mit jemandem gebaut habe, der darauf spezialisiert ist, über Facebook Traffic hereinzuholen, und wir hatten es auf Werbeeinnahmen abgesehen. Ich erinnere mich noch, wie überrascht ich war, auf meinem persönlichen Niveau erstmals 1.000 gleichzeitige Nutzer zu sehen. Da es eine Seite ohne jeglichen Feedback-Kanal war, habe ich direktes Feedback kaum bekommen, aber ich erinnere mich noch daran, wie viel Freude es gemacht hat, die Beiträge der Nutzer anzusehen, die sie über den Referrer geteilt haben.

Man kann die Einnahmen eines Produkts zwar von den Nutzern selbst erzielen, aber ich denke, auf Werbeeinnahmen aus Pageviews zu setzen, ist zwar schwer groß zu machen, hat aber durchaus Bedeutung, wenn man sich mehrere kleine Einkommensquellen aufbauen will.

Unter den Websites, die diesen Ansatz verfolgen, beneide ich am meisten die Seite zum Erstellen von Idealtyp-Weltcups.
https://www.piku.co.kr/

Dort erstellen die Nutzer die Inhalte selbst und konsumieren sie auch direkt, und mehrere Streamer auf YouTube nutzen die Seite, sodass die Werbung für die Website sogar kostenlos mitläuft — vermutlich erzielen sie damit Werbeeinnahmen auf einem Niveau, als würde man Wasser am Nakdonggang verkaufen. Außerdem wirkt die Seite noch attraktiver, weil es kein Dienst ist, der nur einmal genutzt und dann vergessen wird, sondern eine Website, die mit hoher Wahrscheinlichkeit mehrfach verwendet wird.

 
luckydaun 2022-07-06

Ich habe einmal einen Copycat einer Website gebaut, die wie in diesem Newsbeitrag Bilder für Handy-Lockscreens generiert. Es war eine Seite, die ich zusammen mit jemandem gemacht habe, der sich darauf spezialisiert hatte, Traffic über Facebook hereinzuholen, und wir hatten es auf Werbeeinnahmen abgesehen. Ich erinnere mich noch, wie überrascht ich war, als ich dort gleichzeitig tausend Nutzer online sah – eine Zahl gleichzeitiger Zugriffe, die ich auf meinem persönlichen Level vorher noch nie erlebt hatte. Da es auf der Seite überhaupt keine Möglichkeit für Feedback gab, habe ich direktes Feedback kaum bekommen, aber es hat mir großen Spaß gemacht, mir die Beiträge der Nutzer anzusehen, die sie über den Referrer geteilt haben.

Ach lol, das wirkt wie ein Konzept, das man irgendwo schon mal gesehen hat. Es sieht nicht so aus, als wäre da irgendetwas wahnsinnig Großartiges dran, aber dass man sofort lachen muss, sobald man es sieht, zeigt irgendwie, dass es gut gemacht ist! Solche kleinen Sachen machen auch Spaß.

PIKU... damit habe ich auch ein paar Mal herumgespielt, und als ich mal reingeschaut habe, gab es dort offenbar keine Unternehmensangaben und auch sonst allerlei Kleinkram nicht! Haha, wie du schon gesagt hast, frage ich mich auch, ob da fast schon ein einzelner(?) Entwickler allein mit Werbung seinen Spaß beziehungsweise Gewinn daraus zieht...