- Typebot, ein Builder für interaktive Apps, teilt die Erfahrung, dass der MRR (monatlich wiederkehrender Umsatz) nach der Umstellung auf Open Source gestiegen ist
- Typebot wurde ein Jahr lang entwickelt, doch der MRR wuchs nur langsam und lag bei etwa 300 US-Dollar
- Während der Entwicklung von 2.0 wurde es als Open Source veröffentlicht, danach stieg der MRR auf 830 US-Dollar
- Um den Nutzern mehr Freiheit zu geben, wurde eine offenere Technologie gewählt (Prisma + Postgres statt Supabase)
Missverständnisse über Open Source
- Was, wenn jemand das Projekt stiehlt?
→ Das lässt sich per Lizenz verhindern (AGPLv3), und selbst wenn jemand eine separate kommerzielle Version erstellt, kann das zur Werbung für das eigene Projekt werden
- Wenn es Open Source ist, hosten dann nicht alle selbst und abonnieren nichts?
→ Der Eigenbetrieb bringt seine ganz eigenen Schmerzen mit sich. Ein offizieller Cloud-Service schafft Vertrauen
→ Außerdem kann man Feedback von potenziellen Mitwirkenden bekommen
- Was, wenn Konkurrenten Funktionen klauen?
→ In der Praxis passiert das fast nie. Nur weil der Code sichtbar ist, heißt das nicht, dass sich Funktionen einfach herauslösen und in ein anderes Projekt einbauen lassen
→ Meistens können dadurch eher die eigentlichen Maintainer oder der Aufbau und die Ausführung des Codes verstanden werden
Warum man Open Source in Betracht ziehen sollte
- Schon allein Open Source in die Marketingbotschaft aufzunehmen, kann Kunden Vertrauen geben
→ Theoretisch wirkt es so, als wolle man gar nichts verkaufen, sondern einfach nur das Produkt zeigen
→ Als Marketingbotschaft ist auch eine Positionierung wie „die Open-Source-Alternative zu X“ möglich. Menschen helfen gern dem gut gemeinten David im Kampf gegen Goliath
- Jeder kann zu deinem Projekt beitragen und bei Bugfixes sowie Funktionen helfen
→ Für Solo-Gründer ist das ein großer Vorteil
→ Selbst wenn das Projekt nicht auf Entwickler ausgerichtet ist, werden andere Entwickler in der Nische helfen wollen
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