Google pollt wie in den 90ern
(ably.io)Eine Analyse dazu, dass Google auf der Seite mit Live-Spielständen Polling im Stil der 90er verwendet hat.
Nicht einmal Long Polling, sondern einfach alle 10 Sekunden einmal HTTP-Polling: Diese Methode ist im Vergleich zu WebSockets 80-mal ineffizienter, 25-mal langsamer und verbraucht 38-mal so viel Bandbreite.
1 Kommentare
Der Autor meint, dass das Engineering-Team von Google vermutlich noch nicht allzu viel Arbeit in diese Seite gesteckt hat,
ich denke aber, dass man nach Abwägung des ROI auch zu dem Schluss gekommen sein könnte, dass diese Lösung besser ist.
Wenn man grob danach sucht, scheint das eine Funktion zu sein, die es schon vor 2014 gab.
https://quora.com/How-does-Google-integrates-live-sport-scores-on-top-…
Damals war der Marktanteil von Browsern mit WebSocket-Unterstützung wohl noch nicht besonders hoch,
und nur dafür auch noch Long-Polling-Unterstützung auf dem Server einzubauen, wäre ebenfalls eher fraglich gewesen.
Diese Methode ist einfach schnell, wird überall unterstützt, und man muss dafür nur etwas mehr Server-Ressourcen einsetzen.
Damals dürfte diese Entscheidung richtig gewesen sein.
Dass man das bis heute noch so verwendet, wirkt natürlich ein wenig seltsam,
aber wenn diese Live-Score-Seite innerhalb von Google insgesamt keinen hohen Anteil ausmacht, lohnt sich eine Neuentwicklung beim ROI vielleicht ebenfalls nicht.