Shape Up ist ein Produktentwicklungsprozess, der ursprünglich vom Basecamp-Team entwickelt wurde, das die Projektmanagement-Software und die E-Mail-App HEY erstellt.
Das Startup-Team Relate, das ein Vertriebs-CRM-SaaS entwickelt, nutzt diesen Shape-Up-Prozess in leicht abgewandelter Form und weist dabei – wie im Artikel beschrieben – mehrere besondere Merkmale auf. Dazu gehören unter anderem die folgenden Punkte:
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Es werden keine Produktspezifikationen geschrieben. Stattdessen wird eine angemessen abstrakte Form und Gestalt (= Shape) vermittelt. High-Fidelity-Wireframes oder Prototypen werden ebenfalls (fast) nicht erstellt. Sobald ein Zyklus beginnt, schreiben die Engineers direkt Code auf Basis der durch das Shaping entstandenen Form, und anschließend steuert der Product Lead den gesamten Zyklus und reagiert auf auftretende Issues.
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Es gibt einen insgesamt vierwöchigen Zyklus: drei Wochen Entwicklungsphase und eine Woche Cool-down-Phase. Während des Cool-downs wird unter anderem durch QA die Qualität und Vollständigkeit dessen erhöht, was in den drei Wochen entstanden ist.
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Es wird weniger entwickelt oder anders entwickelt. Möglichst viel zu bauen ist nicht automatisch gut. Der Fokus liegt darauf, Kundenprobleme zu lösen und zu überlegen, wie sich diese auf die einfachste Weise lösen lassen.
3 Kommentare
Das Stichwort „simple“ gefällt mir.
Shape Up – Wie kleine Teams großartige Arbeit leisten
Unser Startup nutzt ebenfalls Shape Up, und dabei gibt es ein paar Punkte, auf die man achten sollte.
Unser Unternehmen hat durch Trial and Error schließlich die Shape-Up-Entwicklungsmethode etabliert, aber wenn man diese Punkte nicht gut beachtet, kann leicht ein kompletter Zyklus verloren gehen. Deshalb sollte man sich mit dieser Entwicklungsmethode gründlich auseinandersetzen.