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Kurz zusammengefasste Übersicht von Benedict Evans’ Report 2022 (94-seitige Slides)
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Drei Stufen
→ Future: Technologievisionen für 2030
→ Present: Startups, die Ideen der 2010er umgesetzt haben
→ Past: Bestehende Wirtschaftszweige, die durch Ideen der 2000er disruptiert wurden
[ Future: Technologievisionen für 2030 ]
- Web3, Metaverse
→ Und dazu ... LEO-Satelliten, Fleischalternativen, AI, ESG, Quantum, Robotik ...
- Großartiges Rebranding
→ Kryptowährungen (Wert, Bezahlung, Überweisung) ⇨ Web3 (ein neues Konstruktionsmodell für Software, Internet-Business und Netzwerke)
→ VR/AR (Gaming-Headsets, Nischenwerkzeuge für die Industrie) ⇨ Metaverse (die Plattform nach dem Smartphone)
Web3: Der Traum vom Internet der nächsten Generation
→ Nutzer erstellen es, und Nutzer kontrollieren Netzwerk und Geld
→ Web3 = Open Source 2
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NFT: die derzeit heißeste (white-hot) Idee
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Helium: People-Powered Networks, eine auf Blockchain basierende dezentrale drahtlose Infrastruktur
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Noch ist es interessant, aber nicht klar umrissen
Metaverse: Die Vision eines universellen Bildschirms
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Das Interesse nimmt zu, und Oculus Quest 2 hat in nur einem Jahr 10 Millionen Stück verkauft, aber selbst im Lockdown gab es keinen explosionsartigen Anstieg
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Bislang ist Roblox das größere Thema als VR/Oculus
→ Kann es im Gegensatz zu Spielen, die ein Hit sind und wieder verschwinden, über mehr als 10 Jahre als Plattform bestehen?
→ 250 bis 350 Millionen Gaming-Nutzer sind auf einem ähnlichen Niveau wie Snap-Nutzer und nur ein Teil im Vergleich zu 1 Milliarde iPhone-Nutzern
→ Mobile hat allerdings den TAM (Gesamtmarkt) von Games vergrößert
- Wie universell kann AR/VR werden?
2030
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VR und Crypto sind als Technologie großartig, aber sind sie wirklich nützlich?
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Es kann ziemlich lange dauern, bis die Zukunft ankommt
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Auch AI und VR haben lange Phasen des „Winters“ erlebt. Es könnte künftig noch ein- oder zweimal Winter geben
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Aber es gibt universelle Dinge
→ Identity, Selbstausdruck, Place and Self
[ Present: Startups, die Ideen der 2010er umgesetzt haben ]
- Woran bauen Unternehmen heute eigentlich?
→ Großartige Ideen des letzten Jahrzehnts: SaaS, Cloud, Machine Learning, DT, Workflow, Automatisierung, Bilderkennung, Fintech, Voice, Video, Live-Streaming
→ Web3, Metaverse und alles andere
Digital Transformation
- Generationswechsel in der Enterprise-Technologie
→ Mainframe → Client/Server, PCs, Oracle, Microsoft → Cloud, SaaS, Machine Learning
- Die Migration in die Cloud steht noch immer am Anfang
→ Nur 10–15 % der Unternehmens-IT und 20–30 % der Workflows wurden in die Cloud verlagert
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Es gibt immer noch Mainframes (IBM-Mainframes wurden auch 2020 weiter installiert)
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Wachstum der Hyperscaler
→ Alphabet (Google) und Microsoft haben dieses Jahr 40 Mrd. Dollar ($40bn) für Cloud-Infrastruktur ausgegeben
- Es entstehen mehr SaaS-Angebote, und sie werden in vielen Bereichen eingesetzt
→ Im Technologiesektor etwa 150 Unternehmen, in Media/Retail 125, in der Fertigung 100, im Staat 75, im Energiesektor 50 ...
- Cloud ist nicht Dateifreigabe, sondern „Workflow“
→ Frame.io für professionelles Video ersetzt E-Mail/Slack/Dateifreigabe/Google Sheets. Machine Learning wird in allen Teilen genutzt, bleibt aber unsichtbar
- Tausende Unternehmen wenden alles, was sie im letzten Jahrzehnt gelernt haben, auf alle Bereiche an
[ Past ]
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„Alles, was das Internet mit Musik und Zeitungen gemacht hat, passiert gerade allen.“
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Das Internet reißt eine Branche nach der anderen die Eintrittsbarrieren ein, von Zeitungen über Bücher bis Pay-TV
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Wenn Pay-TV „langsam und dann plötzlich“ kollabierte, dann war Retail lange Zeit der „Boiled Frog“
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Die Investitionen der neuen Marktteilnehmer im Content-Bereich übertreffen die etablierten Content-Unternehmen (Netflix, Amazon ...)
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Briten zwischen 16 und 34 verbringen bereits mehr Zeit mit US-Content-Streaming als mit der gesamten britischen TV-Industrie
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Apple hat iPhone und Apple TV 2007 auf demselben Event vorgestellt
→ Aber über mehr als 10 Jahre hinweg war TV-Software ein Backwater (abgehängter, stagnierender Bereich)
→ Mit dem Wandel von Live zu Streaming ist TV jetzt ein neues Schlachtfeld
→ Das Ziel ist der TV-Werbemarkt von über 200 Mrd. Dollar ($200bn)
- YouTube startete 2005, Hulu 2007
→ Alte Ideen funktionieren endlich
Retail-Unbundling
- Lockdowns haben die Aufnahmebereitschaft für die Zukunft beschleunigt (wobei die USA schwächer sind als andere Länder)
→ 80 % der Briten kaufen regelmäßig online, in Italien ist es nur ein Drittel davon
→ Ohne Lebensmittel entfallen in Großbritannien 40 % des Einzelhandelsumsatzes auf Onlinekäufe
- Alle kaufen online ein, aber „wie kaufen sie ein?“
→ Paketlieferung oder Lieferung per Hand/Fahrrad
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Amazon hat im letzten Jahr 74 Mrd. Dollar ($74bn) für Lieferkosten ausgegeben und wird 2022 voraussichtlich UPS/FedEx überholen
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Neue Kanäle, neue Aggregatoren: E-Commerce-Amazon überholt den Car-Commerce von Walmart
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Neue Kanäle bringen neue Mautstellen mit sich
→ Merchant Media: Amazon erzielt 25 Mrd. Dollar (ca. 25 Mrd. $) Werbeumsatz und generiert wahrscheinlich mehr Cash als AWS
- Ständig auftauchende Wettbewerber
→ Shopify hat im letzten Jahr ein GMV von 160 Mrd. Dollar ($160bn) erreicht
- Eine weitere Form des Unbundling
→ 60 % von Amazon sind inzwischen Marketplace (offener Marktplatz statt Direktverkauf durch Amazon)
→ Shopify hat ebenfalls etwa 45 % der Größe von Amazon Marketplace
- Das Auftauchen neuer Gatekeeper wie Apple (Blockieren personalisierter Werbung wie ATT)
→ Das hat große Auswirkungen auf D2C-Brands
→ Kleine Marken erzielen online höhere Verkaufszahlen
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Auch bekannte Marken lernen E-Commerce (bei L’Oréal entfallen 27 % des Umsatzes auf E-Commerce)
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Während Zara und H&M stagnieren, dringt Shein mit neuem UX- und Datenmodell vor (mit großen Budgets für User Acquisition)
→ Bei US-Teenagern ausgehend von unter 5 % binnen eines Jahres um mehr als das Fünffache gewachsen
→ Manchen Schätzungen zufolge ist Shein inzwischen der größte Fast-Fashion-Retailer in den USA (SPA)
- So wie Superstores die Warenhäuser verdrängt haben, überholt E-Commerce nun Warenhäuser und Superstores
[ Fazit ]
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Wenn Software die Welt frisst, wird alles zu einer Softwarefrage
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Während Technologie die Zukunft gestaltet, passen sich die Branchen daran an
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Musik war eine der Branchen, die früh vom Internet umgewälzt wurden. Wie sieht es heute aus?
→ Bis 2010 schrumpfte der Markt, wächst nun aber durch Streaming wieder
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Platform rent: Apple verdient mit App-Store-Gebühren so viel wie der gesamte Musikmarkt oder Netflix
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Platform leverage: Apple erzielt auf Basis seiner Plattform und der installierten Geräte über 100 Mrd. Dollar ($100bn) Umsatz
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Apples Gesamtumsatz ist mehr als 20-mal so groß wie der Musikmarkt
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In das Tech-Startup-Ökosystem fließt noch mehr Geld (100 Mrd. Dollar, $100bn)
→ Das Volumen hat wieder das Niveau der Dotcom-Blase erreicht, aber investiert wird diesmal auf Basis realer Ergebnisse und nicht bloßer Versprechen
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Teslas heutige Bewertung setzt voraus, dass das Unternehmen mehr wert sein wird als die gesamte Autoindustrie zusammen
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Tech-Unternehmen haben großen Firmen früher Accounting-Tools verkauft, heute sind sie Teil unseres Lebens
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GM, Ford und Chrysler machten in den 1950ern 20 % der Gewinne der Fortune-500-Unternehmen aus
→ Wer hat dann am Car-Commerce verdient, der durch diese verkauften Autos entstand? Detroit? Oder die Retailer?
2 Kommentare
Die Sätze und Grafiken im Material sind wirklich großartig.
2021 habe ich wohl übersprungen.