Eine neue Lernmethode: Lernen ist eine Technik
(sahilbloom.substack.com)<p>Ein taktischer 6-Schritte-Ansatz, um alles zu lernen<br />
Neugier und Inspiration sind nicht vorhersehbar. Sie tauchen zufällig auf, aber man muss etwas unternehmen.<br />
Wachstum ist ein natürlicher Nebeneffekt davon, auf Neugier und Inspiration zu reagieren.<br />
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1. Identify & Establish: Das Thema identifizieren und die Grundlage schaffen<br />
- Dieses Framework beginnt mit einer leeren Seite: Sie wird Schritt für Schritt entlang des Prozesses gefüllt.<br />
- Das Thema bestimmen, das Neugier geweckt hat, und alles aufschreiben, was man darüber weiß<br />
- Das Thema oben auf die Seite setzen und das gesamte aktuelle Wissen dazu notieren. Es ist auch in Ordnung, wenn man nichts weiß.<br />
- Der Autor nutzt Notion (weil es praktisch ist, Links und Materialien zu sammeln), aber Papier & Stift funktionieren genauso gut.<br />
- Damit anzufangen, aufzuschreiben, was man weiß, hilft dabei, klar zu erkennen, was man nicht weiß.<br />
- Schon diese erste Aktion zeigt die Lücke zwischen dem eigenen Wissen und dem Verständnis des Themas.<br />
- Das Ziel dieses Schritts ist es, die Bühne zu schaffen, also die Lücken vorzubereiten, die später gefüllt werden sollen.<br />
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2. Research: Recherche<br />
- Ab hier wird es wirklich interessant. Jetzt beginnt das eigentliche Lernen.<br />
- Die effizienteste Recherchestrategie ist, horizontal zu beginnen und dann vertikal zu gehen.<br />
→ horizontal = Breite<br />
→ vertikal = Tiefe<br />
Genauer gesagt:<br />
- Beim horizontalen Einstieg sammelt man Informationen über den gesamten Umfang des Themas hinweg.<br />
- Dadurch entsteht die Fähigkeit, „das gesamte Feld zu überblicken“, und man zeichnet eine oberflächliche Karte des Themas.<br />
- Bei horizontaler Recherche sollte man es einfach halten: Auch Google/Wikipedia sind hervorragende Werkzeuge.<br />
- Mit einem Notiztool die horizontalen Informationen dokumentieren<br />
- Die Originalquellen der horizontalen Informationen festhalten (z. B. die Fußnoten bei Wikipedia), denn sie sind später beim vertikalen Vertiefen nützliche Wegweiser.<br />
- Vertikale Recherche ist der sprichwörtliche Sprung in den Kaninchenbau.<br />
- Historisch gesehen war vertikale Recherche immer schwieriger. Man musste lange, dichte Bücher zu einem Thema finden und lesen.<br />
- Im Informationszeitalter gibt es jedoch viele Tools, die die Zeit viel effizienter nutzen lassen.<br />
→ Reddit: Reddit ist eine Schatzkammer interessanter Informationen. Es eignet sich nicht nur gut, um Inspiration oder Neugier zu finden, sondern auch, um sich effizient in ein bestimmtes Thema einzuarbeiten.<br />
Nach dem Thema suchen, Subreddits und Threads finden, Kommentare lesen und Links anklicken<br />
→ Twitter: Twitter ist, wenn man es effizient nutzt, eine erstaunliche Informationsquelle.<br />
Etwas Zeit investieren, um Autoritätspersonen auf dem jeweiligen Gebiet zu finden, ihre Beiträge und Kommentare zu ihren Links zu lesen und auch den längeren Content zu verfolgen, den sie produzieren. Wenn einen etwas interessiert und man mehr lernen möchte, ihnen eine DM schicken.<br />
→ Newsletter: Den aktuellen Boom persönlicher Newsletter gut nutzen<br />
Vordenker zu dem jeweiligen Thema schreiben in der Regel Newsletter, also sollte man sie lesen. Auch das lesen, was sie selbst konsumieren (der Autor nutzt dafür Faves).<br />
→ Podcast: Podcasts können hit-or-miss sein.<br />
Sich auf Primärquellen konzentrieren (z. B. Gespräche mit Führungspersonen/Gründern). Inhalte mit geringem Wert anhand von Reviews oder Abozahlen meiden. Mit 1.25x oder 1.5x Geschwindigkeit schnell durchhören, um den Kern zu erfassen.<br />
→ Expertennetzwerke: Expertennetzwerke/Analysedienste sind aktuell ein bevorzugtes neues Lerntool.<br />
Über kostenlose Testversionen oder Transkripte von Expertengesprächen kann man ihre Gedanken kosteneffizient kennenlernen.<br />
→ Bücher: Nicht altmodisch von vorn bis hinten lesen, sondern Abschnitte oder Kapitel finden und sich von dort aus eingraben.<br />
"The old way is for vanity; the new way is for utility."<br />
- Diese 6 Werkzeuge helfen enorm dabei, vertikal in die Tiefe zu gehen.<br />
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3. Skin in the Game: Skin in the Game<br />
- Um die Lernkurve zu beschleunigen, „Skin“ hinzufügen<br />
→ Anmerkung des Übersetzers im Original: ein von Warren Buffett verwendeter Ausdruck für die Situation, in der hochrangige Insider eigenes Geld einsetzen, um Aktien des von ihnen geführten Unternehmens zu kaufen<br />
- Skin im Spiel bedeutet beim Lernen, die Einsätze zu erhöhen. Ein Verhaltenstrick, um mehr Anreize zu schaffen.<br />
- „Skin“ kann materiell (Geld) oder metaphorisch (ein persönliches oder öffentliches Commitment) sein.<br />
→ Wenn man mehr über ein bestimmtes Unternehmen erfahren will, ein paar Aktien dieses Unternehmens kaufen<br />
→ Wenn man Web3.0 lernen will, ein NFT kaufen, es als Bild posten und einer Discord-Community beitreten<br />
→ Wenn man einen Artikel über X schreiben will, sich öffentlich dazu committen (der Autor nutzt diese Methode immer, um sich selbst zum Schreiben zu zwingen)<br />
- „Skin in the Game“ erhöht nicht nur die Einsätze, sondern sorgt auch dafür, dass man aus Sicht der Community wirklich „teilnimmt“.<br />
- Wenn man nur von außen zuschaut, lernt man nicht viel. Man muss hineingehen.<br />
- „Skin in the Game“ ist das Ticket zur Teilnahme an der Community.<br />
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4. Engage Community: Sich in der Community einbringen<br />
- Lernen ist nicht individuell, sondern gemeinschaftlich.<br />
- Um das Lernen zu beschleunigen, sollte man sich in die Community einbringen.<br />
- Wer schon einmal eine neue Sprache gelernt hat, weiß, dass Immersion eine unglaublich starke Kraft ist.<br />
- Zwei taktische Ratschläge<br />
→ Mit Autoritäten sprechen<br />
Autoritäten zu dem Thema finden und ihnen per DM, E-Mail oder Telefon Fragen stellen<br />
→ Den Lernzirkel anrufen<br />
3–5 Freunde (einen Lernzirkel) anrufen und darüber sprechen, was man gerade lernt.<br />
Ihre Fragen zeigen die Lücken im eigenen Wissen und weisen auf Perspektiven hin, die helfen, tiefer zu denken.<br />
- Community ist der Schlüssel.<br />
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5. Teach: Lehren<br />
- Wenn du lernen willst, lehre.<br />
- Die Technik von Richard Feynman nutzen<br />
→ Mit einfachen Worten (ohne Fachjargon oder Abkürzungen) einigen wenigen Menschen erklären, was man bisher gelernt hat<br />
→ Wenn man es einem 5-Jährigen nicht erklären kann, hat man es vermutlich nicht gut genug verstanden (ELI5, Explain It To Me Like I'm 5).<br />
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6. Reflect & Review: Reflektieren & Überprüfen<br />
- Der Lernprozess ist iterativ und fließend.<br />
- Die erkannten Wissenslücken reflektieren und erneut tiefer einsteigen, um sie zu füllen.<br />
- Die gemachten Notizen überprüfen und herauszoomen, um einen Gesamtüberblick über das neu Gelernte zu gewinnen.<br />
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Zusammenfassung des neuen Lern-Frameworks<br />
1. Identify & Establish: Das Thema und alles, was man darüber weiß, aufschreiben<br />
2. Research: Horizontal (Breite) beginnen und vertikal (Tiefe) weitergehen. Mit modernen Tools (Reddit, Twitter, Newsletter, Podcasts, Expertennetzwerke, Bücher) in die Tiefe gehen<br />
3. Skin in the Game: Durch Skin die Lernkurve beschleunigen (materiell oder metaphorisch)<br />
4. Engage Community: Mit Autoritäten sprechen und im Lernzirkel diskutieren<br />
5. Teach: Wenn du lernen willst, lehre. Die Feynman-Methode nutzen<br />
6. Reflect & Review: Herauszoomen, Lücken erkennen und das Füllen wiederholen</p>
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