9 Punkte von baeba 2021-05-14 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

https://global.oup.com/academic/product/…;

„Plattformarbeit ist keine Ware“ ist die koreanische Übersetzung von 《Humans as a service》, geschrieben von Jeremias Adams-Prassl, Professor für Rechtswissenschaften am Magdalen College der Universität Oxford.

„as a service“ stammt aus der IT-Fachterminologie. Im IT-Bereich wird „as a service“ beispielsweise verwendet für „Infrastructure as a Service (IaaS)", bei dem Hardware-Ressourcen über die Cloud als Service bereitgestellt werden, oder für „Software as a Service (SaaS)", bei dem Software-Ressourcen über die Cloud als Service angeboten werden.

Im Fall von „Software as a Service“ kann Software bequem genutzt werden, ohne sie umständlich auf dem Computer installieren zu müssen.

„Humans as a service“ beschreibt Plattformarbeit in dem Sinne, dass menschliche Arbeitskraft leicht genutzt werden kann, ohne den Regulierungen des Arbeitsrechts zu unterliegen.

Mit anderen Worten: Nun werden der Mensch und seine Arbeitskraft selbst zur Dienstleistung.

Es ist ein Buch, das einen über vieles nachdenken lässt.

Als die frühen Konzepte der Sharing Economy aufkamen, dachte ich wirklich, das seien sehr innovative Ideen. Aber nachdem ich das Buch ganz gelesen hatte, wurde mir klar:

Startups, die mit Ideen gegründet wurden, um Pain Points zu lösen, erweitern nach und nach ihr Geschäft, werden zu Branchenriesen und entwickeln sich zu Monopolunternehmen. Dabei werden sie mit schillernden Formulierungen und Konzepten verkleidet, die auf Gewinn abzielen, sodass man sich unweigerlich fragt, für wen dieses Geschäft eigentlich gedacht ist.

Als Entwickler war dies für mich eine Gelegenheit, die negativen Auswirkungen zu verstehen, die sich im Hintergrund auf eine Weise entfalten, an die ich zuvor nicht gedacht hatte.

2 Kommentare

 
dua804 2021-05-18

Es geht nicht nur um Plattformarbeit; während sich nach und nach auch Homeoffice und Ähnliches etablieren, sinken die Kosten, die Unternehmen entstehen, um Einzelpersonen zu beschäftigen (Büroraum, Büroausstattung, Sozialleistungen usw.), während es zugleich nicht hinnehmbar ist, dass diese Kosten stattdessen den Einzelnen aufgebürdet werden.

Auch Plattformarbeiter tragen nicht nur die Schäden der Arbeit, sondern auch die Kosten für die Plattformarbeit selbst, und sie richten auf eigene Kosten die für Homeoffice notwendige Umgebung ein.

Auch ich habe zwar nicht beabsichtigt, aber ich trage alle Kosten für Monitor, PC, Schreibtisch, Getränke, Strom usw., die mir im Unternehmen zur Verfügung gestellt worden wären, selbst.

Unter dem Vorwand der Digitalisierung wälzen Unternehmen zur Gewinnsteigerung zunehmend Arbeit auf Einzelpersonen ab und lassen sie auch noch die Kosten tragen.

 
kunggom 2021-05-14