11 Punkte von xguru 2021-04-30 | 4 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Radikale Transparenz liegt im Trend

  • Gemeinsame Studie von Harvard & USF: „Hilft es dem Verkauf, wenn Unternehmen ihre detaillierten Kosten offenlegen?“

→ Als die detaillierten Kosten von Schokolade, Geldbörsen und Taschen offengelegt wurden, gaben etwa 15–19 % mehr Menschen eine Kaufabsicht an

→ Auf dem Harvard-Campus stiegen die Verkäufe von Hühnersuppe nach Offenlegung der Kosten tatsächlich um 21 %

→ Getestet wurde bis zu Margen von etwa 14 % bis 55 %

Warum funktioniert das?

  • Menschen vertrauen dem Unternehmen stärker und sind eher zum Kauf bereit

  • Bei übertriebenen Fällen mit Margen von mehr als 55 % kann es jedoch zu negativen Reaktionen kommen. Dasselbe gilt für verdächtig niedrige Margen

  • Ein Zusammenhang mit dem Vertrauen in die Marke selbst konnte nicht nachgewiesen werden

  • Die Studie bezieht sich auf Konsumgüter; B2B-Produkte und -Services wurden nicht getestet. Es wird jedoch angenommen, dass es ähnlich funktionieren könnte

Welche Unternehmen machen das?

  • Everlane nutzt das besonders gut

  • Im Tech-Bereich gibt es inzwischen auch Unternehmen wie GrowSurf, die ein gewisses Maß an Transparenz bieten (die tatsächlichen Kosten werden jedoch nicht offengelegt)

Falls man es ausprobieren möchte

  • Die Gesamtkosten des Produkts analysieren, einschließlich Schätzungen für Fixkosten

  • Kosteninformationen als leicht verständliche Infografik zum Produkt bereitstellen (Preisschild, Website usw.)

  • Wenn es mehr als 5–6 einzelne Kostenposten gibt, diese gruppieren und einfach darstellen, damit es nicht überladen wirkt

4 Kommentare

 
galadbran 2021-04-30

Hierzulande gibt es mit Kantukan seit einigen Jahren eine Bekleidungsmarke, die das auf ähnliche Weise offenlegt. Es ist eine Marke, die ich wegen Funktions-/Sommerkleidung häufig kaufe.

https://kantukan.co.kr/shop/mall/…

 
galadbran 2021-04-30

Verkäufe steigern, indem detaillierte Kosten offengelegt werden

Verwandter Artikel: https://www.hankyung.com/economy/article/2018041834161

 
budlebee 2021-04-30

Ich hatte mich gefragt, ob Dienste wie Notion nicht auch wie AWS nutzungsbasiert abrechnen könnten, und das ist wirklich eine interessante Untersuchung.

 
xguru 2021-04-30

„Everlane“ betreibt radikales transparentes Management und legt sogar die Herstellungskosten offen: https://www.asiae.co.kr/article/2019060316390512617

Ich denke, dass dies als Marketingstrategie bei Konsumgütern einen Versuch wert sein könnte, wenn nicht der Markenwert, sondern das Produkt selbst im Vordergrund steht.

Und ich glaube auch, dass man so etwas im Technologiebereich auf interessante Weise nutzen könnte.