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Das Paradigma von Stellenausschreibungen für PMs verändert sich rasant.
Es entwickelt sich weg vom klassischen Fokus auf PRD-Erstellung und Anforderungsdefinition hin zum AI-nativen Builder.

Wichtige Veränderungen:

• Amazon Ring: Einführung der Position „Builder PM“. Gefordert ist eine Rolle, die mit AI-Coding-Tools wie Cursor, Claude und Replit direkt Prototypen baut, Entwicklungszeitpläne mit GenAI-Tools beschleunigt und repetitive Aufgaben mit AI-Agenten automatisiert.

• LinkedIn: Umstellung des APM-Programms (Associate PM) auf ein APB-Programm (Associate Product Builder). PM, Designer und Engineer werden in einer Person gesucht; Bewerber reichen statt eines Lebenslaufs ein 60-sekündiges Demo-Video ein. Tech-Stack und Erfahrung mit AI-Tools sind Pflicht.

• Amazon Rufus: Governance-Design für „LLM-as-a-Judge“. Der Aufbau eines Systems, in dem AI AI bewertet, ist zentral. PMs entwerfen die Bewertungskriterien (Eval) selbst und deployen Agenten.

• Google: Ein Jahr PM-Erfahrung im Zusammenhang mit GenAI, Agentic AI und LLM ist Pflicht. Die Rolle besteht darin, als Übersetzer zwischen Technologie und Business die Funktionsweise von Vorhersagemodellen zu verstehen und in die UX einfließen zu lassen.

• Cursor: Stellt keine traditionellen PMs ein. Nur technische Builder kommen ins Unternehmen. Man muss AI-Coding-Tools täglich in der Praxis nutzen und Apps selbst bauen und deployen können.

• Anthropic: Erfahrung damit, Agent-Evals selbst erstellt zu haben, ist Pflicht. Gesucht werden PMs, die Claude Code täglich nutzen und Modellverhalten sowie Prompt Engineering tiefgehend verstehen.

• Duolingo: In der JD kommt das Wort „AI“ nicht vor, ist aber eine Pflichtfrage im Bewerbungsformular. Mit der Frage „Wie hat AI deine Arbeitsweise verändert?“ wird AI nicht als Tech-Stack, sondern als Veränderung der Arbeitsweise verstanden.

Zentrale Unterschiede zwischen klassischen und neuen PMs:
. Klassischer PM: PRDs und Roadmap-Dokumente schreiben, Anforderungen definieren, beim Entwicklungsteam anfragen
. Neuer PM: Prototypen und Agenten selbst bauen, Evals entwerfen und Qualität verantworten, mit AI-Tools direkt umsetzen

Diese Veränderung bedeutet nicht, dass AI die Rolle des PM ersetzt, sondern ist für PMs eine Chance, den „Spaß am Bauen“ wiederzufinden.
Indem AI repetitive Aufgaben übernimmt, kann man sich umso stärker auf das Wesentliche konzentrieren: Produktdesign und Evaluation.

Künftig heißen PMs (Product Manager) vielleicht PBs (Product Builder). :)

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