Können PMs (Product Manager) die Zeit, die sie für das Schreiben von Planungspapieren aufwenden, mit AI verkürzen?
In letzter Zeit werden mit dem Fortschritt der AI-Technologien zwar PRD-Entwürfe, die Strukturierung von Anforderungen und sogar Screen-Mockups automatisiert, doch bei der Anwendung im realen Arbeitsalltag treten Probleme auf.
Hauptprobleme
• Die von AI erzeugten Entwürfe ähneln eher einem „durchschnittlichen PRD von irgendwo im Internet“
• Da sich Begriffe, Richtlinien und der Umgang mit Ausnahmefällen von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden, reichen Standard-Templates nicht aus
• Prüfpoints des Entwicklungsteams oder die jeweilige Review-Kultur werden nicht berücksichtigt
• Business-Logik wie Berechtigungen, Statuswerte und Historienverwaltung wird leicht ausgelassen
Der Lösungsansatz begann mit einem Umdenken.
Der AI zuerst „die Planungssyntax unseres Unternehmens“ beizubringen.
Lässt man 1–2 bereits gut reviewte Planungspapiere analysieren, kann sie gemeinsame Gliederungsstrukturen, die Art der Anforderungsbeschreibung sowie Muster zur Aufbereitung von Richtlinien und Ausnahmefällen lernen.
Mit Claude Code noch effizienter
• Regeln für das Verfassen von Planungsdokumenten in CLAUDE.md speichern
• Die eigentlichen Templates in prd-template.md, screen-spec-template.md und admin-mockup-guide.md getrennt verwalten
• Wenn sich Regeln ändern, muss nur die betreffende Datei angepasst werden
• Wiederkehrende Arbeitsabläufe als Befehle wie /make-admin-prd definieren
Der Ablauf sieht so aus
~/.claude/
├── CLAUDE.md
└── templates/
├── prd-template.md
├── screen-spec-template.md
└── admin-mockup-guide.md
Am konkreten Beispiel „Verbesserung der Genehmigungsfunktion für interne Admin-Anfragen“ werden nicht nur einfach „Genehmigungsbuttons hinzugefügt“, sondern praxisrelevante Anforderungen wie zugriffsgesteuerte Berechtigungskontrolle, die Pflicht zur Eingabe eines Bearbeitungsgrunds und die Nachverfolgung der Statusänderungshistorie automatisch berücksichtigt.
Wenn nach der PRD-Erstellung zusätzlich HTML-Mockups bereitgestellt werden, lässt sich im Review-Prozess für Entwickler oder Designer klarer machen, „wie es aussehen soll“.
Die Rolle der AI besteht nicht darin, eine fertige Endversion zu erzeugen, sondern eine erste überprüfbare Struktur bereitzustellen.
Bei einem leeren Dokument zerstreuen sich die Gedanken, aber mit einem Entwurf werden fehlende oder merkwürdige Punkte klar erkennbar, was sehr hilfreich ist.
Durch diesen Prozess lässt sich die Zeit für das Schreiben von Planungspapieren von einem Tag auf etwa 10 Minuten verkürzen.
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