Das „Jevons-Paradoxon“ erhält im Zeitalter der AI erneut Aufmerksamkeit.
Ursprünglich dachte man:
„Wenn Technologie die Effizienz steigert, sinkt der Ressourcenverbrauch.“
Doch in der Praxis war oft das Gegenteil der Fall.
Als Dampfmaschinen effizienter wurden, sank der Kohleverbrauch nicht etwa – stattdessen wuchs die gesamte Industrie, und der Einsatz von Kohle explodierte.
Bei AI könnte es heute ähnlich sein.
- Kosten für das Schreiben von Code ↓ → explosionsartige Nachfrage nach Software
- Kosten für die Erstellung von Inhalten ↓ → explosionsartige Zunahme von Texten, Videos und Dokumenten
Das Problem endet nicht dort.
Cal Newport nennt das „die dunkle Seite des Jevons-Paradoxons“.
Je höher die Effizienz wird, desto mehr können entstehen:
- mehr E-Mails
- mehr Dokumente
- mehr Inhalte
- mehr Benachrichtigungen und Prüfaufwand
Mit anderen Worten:
„Mehr Produktivität = höhere Lebensqualität“
ist nicht automatisch wahr.
Das eigentliche Risiko, das AI schafft, ist womöglich weniger ein ‚Mangel an Arbeit‘ als vielmehr eine ‚sinnlose Überproduktion‘.
1 Kommentare
Es scheint bereits begonnen zu haben und dürfte sich in Zukunft noch weiter verschärfen..