Beim ersten Kind habe ich keine Elternzeit genommen, weil mir das Einkommen während der Freistellung zu knapp erschien.
Als wir nun das zweite Kind erwarten, habe ich mich noch einmal informiert – und festgestellt, dass sich inzwischen einiges verbessert hat, etwa durch das 6+6-Modell für die Elternzeit beider Elternteile. Diesmal ziehe ich es deutlich ernsthafter in Betracht. Das Problem war nur: Je mehr ich nachgesehen habe, desto mehr Fragen kamen auf. Werden Steuern abgezogen oder nicht? Was passiert mit den vier Sozialversicherungen? Und wie viel landet tatsächlich auf dem Konto?
Weil bestehende Rechner nur die Gesamtsumme der Leistungen anzeigen und dann aufhören, habe ich am Ende selbst einen gebaut.
Was ist anders?
Bisherige Rechner für Elterngeld in der Elternzeit enden meist bei der Aussage: „Sie erhalten 1,5 Mio. Won pro Monat.“ Eigentlich interessant ist aber erst der nächste Schritt:
- Tatsächlich ausgezahlter Gesamtbetrag inklusive staatlicher Leistungen: Elternzeitleistungen, Elterngeld und Kindergeld sind steuerfrei, Beiträge wie die Krankenversicherung fallen während der Freistellung aber weiterhin an. Der Rechner zeigt das tatsächliche Einkommen und den Geldfluss unter Berücksichtigung dieser Punkte.
- Fehlbetrag bei den Lebenshaltungskosten und nötige Notfallreserve: Er berechnet, wie viel im Vergleich zu den aktuellen Lebenshaltungskosten jeden Monat fehlt und wie viel man insgesamt vor Beginn der Freistellung zurücklegen sollte.
- Paarmodus mit automatischer Berücksichtigung des 6+6-Modells: Wenn man Gehalt und Freistellungsplan beider Personen eingibt, werden die Obergrenzen des 6+6-Elternzeitmodells automatisch angewendet und auf Haushaltsebene simuliert. Unterstützt werden auch Vergleiche für Zwillinge und mehrere Kinder sowie ein Link zum Teilen der Ergebnisse.
Sobald man Gehalt und Lebenshaltungskosten eingibt, erscheint direkt das Ergebnis. Wenn man den Zeitraum der Freistellung per Slider anpasst, ändern sich Auszahlungsbetrag, Fehlbetrag und Notfallreserve in Echtzeit. Die eingegebenen Gehaltsdaten werden nicht an den Server übertragen; alle Berechnungen laufen im Browser.
Ich habe die Regelungen zum Stand 2026 recherchiert und eingearbeitet, darunter das Beschäftigungsversicherungsgesetz, das Einkommensteuergesetz und die Sätze der Krankenversicherungsbeiträge. Trotzdem kann es Auslassungen oder Fehler geben. Wenn euch etwas Merkwürdiges auffällt, sagt mir gern Bescheid.
Ich hoffe, dass es für alle, die über Elternzeit nachdenken, zumindest ein wenig hilfreich ist.
1 Kommentare
Es scheint viele Punkte zu geben, aber für diejenigen, die es wirklich brauchen, wirkt es wie ein gutes Projekt, das man Schritt für Schritt leicht ausprobieren kann.
Auch für Menschen ohne jegliche Vorkenntnisse dürfte es eine große Hilfe sein.