2 Punkte von GN⁺ 22 일 전 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ein 81-jähriger Fan der Los Angeles Dodgers kann keine Spieltickets kaufen, weil er kein Smartphone besitzt
  • Nachdem der Club vollständig auf ein reines Mobile-Ticket-System umgestellt hat, werden weder Papiertickets noch alternative Optionen angeboten
  • Der Fan gilt als langjähriger Kunde, der über viele Jahre Dauerkarten gekauft hat
  • Der Fall macht ein Barrierefreiheitsproblem für ältere Fans sichtbar, die kein Smartphone nutzen
  • Er wird als Beispiel dafür wahrgenommen, wie digitale Umstellung zum Ausschluss von Menschen führen kann, die keine Technik nutzen

Digitale Umstellung und Barrierefreiheitsprobleme

  • Nachdem die Dodgers alle Eintrittskarten ausschließlich mobil bereitstellen, können Fans ohne Smartphone das Stadion nicht betreten
  • Da keine alternativen Ausgabemöglichkeiten oder Ausnahmeverfahren vorgesehen sind, können selbst langjährige Kunden keine Tickets kaufen
  • Der Fall zeigt, dass eine Systemumstellung ohne Berücksichtigung digitaler Barrierefreiheit zum Ausschluss älterer und nicht technikaffiner Nutzer führen kann
  • In der gesamten Sportbranche werden dadurch die Grenzen eines mobilen Betriebsmodells und die Notwendigkeit eines inklusiven Designs thematisiert

1 Kommentare

 
GN⁺ 22 일 전
Hacker-News-Kommentare
  • Soweit ich herausfinden konnte, hat der Verein Saisontickets auf digital-only umgestellt, um Wiederverkäufer zu bekämpfen
    So kann man nachverfolgen und sanktionieren, wenn zu viele Tickets weitergegeben werden, um profitgetriebenen Weiterverkauf durch Nicht-Fans zu verhindern
    Früher gab es gegen Gebühr in Ausnahmefällen noch Papiertickets für bestimmte Fans, aber selbst das wurde dieses Jahr eingestellt
    Ich verstehe die Nostalgie für Papiertickets, aber inzwischen ist der Großteil auf smartphonebasierte Systeme umgestiegen, und dafür einen separaten Prozess vorzuhalten, halte ich für ineffizient
    Zugehörige Artikel: AOL-Artikel / Reddit-Diskussion

    • Es muss nicht ums Geld gehen. Vielleicht ist die Nutzung eines Smartphones unangenehm, man will keine übergriffige App installieren, oder ein Papierticket ist einfach praktischer
      Ich nutze selbst ein Smartphone, bevorzuge aber Papiertickets. Zum Glück kann man bei unserem Team vor Ort noch ein Papierticket bekommen
    • Älteren Menschen ein Smartphone beizubringen, ist eine endlose Qual
      Weil UX ständig verändert wird und keine Rücksicht auf Senioren nimmt, müssen sie immer wieder alles neu lernen
    • Der Behauptung „Alle sind zu besserer Technik gewechselt“ stimme ich nicht zu
      Warum digitale Tickets mit Batterieproblemen und Diebstahlrisiko besser sein sollen, ist für mich fraglich
      Bei Musikfestivals gibt es tatsächlich viele Fälle von Handy-Diebstahl
    • Der Freizeitpark, den wir oft besuchen, ist dieses Jahr ebenfalls auf app-exklusive Saisonpässe umgestiegen
      Für eine Plastikkarte muss man eine kleine Gebühr zahlen
      Ich verstehe das Argument gegen Scalping, aber das Problem ist das Fehlen einer Alternative
      Die App bietet den Nutzern keinen echten Mehrwert und wirkt wie eine Struktur, die nur der Bequemlichkeit des Unternehmens dient
    • Die Logik „Wer Geld für ein Saisonticket hat, kann sich auch ein Smartphone leisten“ ist gefährlich
      Nach derselben Logik könnte der Verein auch verlangen, dass man ein Auto oder eine Rolex besitzen muss, um hineinzukommen
      Beim Kauf eines bestimmten Produkts den Besitz eines anderen Produkts zu erzwingen, ist unangemessen
  • Mein 75-jähriger Vater hat sein ganzes Leben auf dem Bau gearbeitet, daher sind seine Fingerspitzen so rau, dass Touchscreens fast nicht funktionieren
    Wegen einer Werkstatt, die nur per SMS kommuniziert, hat er sogar schon einen Reparaturtermin verpasst
    Bei Flugtickets ist es noch kein Problem, wenn die Familie für ihn bucht, aber ich mache mir Sorgen, dass auch Fluggesellschaften irgendwann Apps erzwingen

    • Im Alter werden Fingerspitzen trockener, wodurch die Touch-Erkennung schlechter wird. Der Trick, den Finger mit einem Feuchttuch anzufeuchten, hilft, ist aber nicht alltagstauglich
    • Fingerhüllen für Touchscreens, wie man sie etwa bei Amazon bekommt, sind günstig und wirksam. Allerdings will die Person das Telefon vielleicht grundsätzlich nicht benutzen
    • Manche Smartphones haben eine Einstellung für die Touch-Empfindlichkeit. Bei Samsung gibt es das, und Alternativen wie das Unihertz Titan mit physischen Tasten gibt es ebenfalls
  • Meine Frau und ich wollten eine Kreditlinie beantragen, und der Mitarbeiter war überrascht, dass ich keine Smartphone-Nummer habe
    Er sagte, zur Identitätsprüfung müsse ein Code verschickt werden, und am Ende haben wir die Nummer meiner Mutter benutzt, um es zu lösen
    Es war ironisch, dass man mich „per Telefonnummer verifizieren“ wollte, obwohl ich direkt vor ihnen stand

    • Eine Telefonnummer kann kein Mittel zur Identitätsprüfung sein. Allein eine Zahlenfolge aufzusagen beweist nicht, wer man ist
    • Eigentlich reicht kein Smartphone, sondern schon ein Feature-Phone, das SMS empfangen kann
    • Banken gleichen oft Daten zur Betrugsprävention ab, indem sie sie mit dem Online-Konto verknüpfen
    • Zwei-Faktor-Authentifizierung ist verbreitet, aber dafür ist nicht zwingend ein Smartphone nötig
    • In Spanien hatte ich eine ähnliche Erfahrung. Ohne lokale Nummer war es nicht einmal möglich, Internet oder Mobilfunk zu buchen
  • Twitter-Links sind oft nicht zugänglich, das ist lästig

    • Dieser Link ging zum Glück auf
    • Es gibt Browser-Erweiterungen, die Twitter-Links automatisch zu alternativen Viewern wie xcancel umleiten
  • Ich finde, man sollte den ADA (Americans with Disabilities Act) auch auf Menschen ausweiten, die mit Technik nicht vertraut sind

    • Oder auf Menschen, die nicht vom Google- oder Apple-Ökosystem abhängig sein wollen
      Barrierefreiheit nützt allen
    • Auch Sehbehinderte, Menschen mit Zittern in den Händen und andere leiden unter der Digitalisierung
    • Zumindest sollte man bei Will Call gegen Gebühr noch ein Papierticket bekommen können
    • Es gab auch die scherzhafte Meinung, HN sollte der Fairness halber ein Print-Abonnement anbieten
    • Andere reagierten zynisch, dass so etwas unter der aktuellen Regierung kaum umsetzbar sei
  • Meine verstorbene Mutter hatte Probleme, weil sie die MMS-Bestätigungsnachrichten ihrer Bank nicht empfangen konnte
    Am Ende gab ihr ein Bankmitarbeiter ein gebrauchtes Smartphone, aber das Laden und die Bedienung waren viel zu umständlich
    Als jemand, der in der Familie technischen Support leistet, habe ich die praktischen Grenzen dabei deutlich gespürt

  • Die Dodgers hätten diese Situation zu einer Chance für einen berührenden Moment mit einem Fan machen können
    Wenn jemand seit 50 Jahren Fan ist, hätte man ihm einen lebenslangen Papierausweis für den Eintritt schenken oder stattdessen ein Smartphone bereitstellen können

    • Es hätte nicht einmal ein Smartphone sein müssen; man hätte auch einfach ein entsperrtes Billig-Tablet nur mit der App einrichten können
  • Bei uns in der Gegend kann man Parkgebühren inzwischen nur noch per App bezahlen

    • Es ist ironisch, dass man Strafzettel auf viele Arten kassieren kann, die Parkgebühr aber nur per App bezahlen darf
    • Wenn die Smartphone-Kamera kaputt ist und man den QR-Code nicht scannen kann, gibt es keine Alternative
    • Auf Reisen in einer fremden Kleinstadt musste ich zum Parken erst eine App installieren und ein Konto anlegen, was extrem nervig war
    • Solche Systeme machen Nachverfolgung möglich, weil Standortdaten und Identitätsinformationen verknüpft werden
  • In Brasilien sind bereits manche staatlichen Dienste und Parkzahlungen ohne Smartphone unmöglich
    Wenn man kein Smartphone hat, muss man Strafen zahlen, aber vielen ist nicht klar, wie gravierend das ist

    • Auch für geschäftliche Angelegenheiten ist die GOV-App zwingend nötig, was sehr lästig ist
  • In Indien kam es nach der Pflicht zur biometrischen Aadhar-Authentifizierung dazu, dass ältere Menschen, deren Fingerabdrücke durch ein Leben voller körperlicher Arbeit abgenutzt waren, den Zugang zu ihren Bankkonten verloren