KI ist die Zukunft der Barrierefreiheit
(karlgroves.com)> „Warum man KI im Bereich Barrierefreiheit nicht ignorieren darf“
- KI trägt bereits auf vielfältige Weise zur Verbesserung der Barrierefreiheit bei und wird sich künftig voraussichtlich zu einer Technologie auf Infrastruktur-Niveau entwickeln
- Auf die Behauptung einiger Experten, „KI werde Barrierefreiheit nicht lösen“, wird entgegnet, dies sei ein gefährliches Vorurteil, das den technologischen Fortschritt behindert
- Tatsächlich verbreiten sich KI-Anwendungsfälle für verschiedene Behinderungsformen wie Hör-, Seh-, Mobilitäts- und Sprachbeeinträchtigungen rasant
- Zwar gibt es derzeit Grenzen der KI, doch Geschwindigkeit und Leistung verbessern sich fortlaufend, sodass das langfristige Potenzial sehr groß ist
- Fachleute im Bereich Barrierefreiheit müssen sich jetzt aktiv an der KI-Entwicklung beteiligen, damit sich bestehende Ausgrenzung und Verzerrungen nicht wiederholen
Die „Malaise Era“ der Autoindustrie und das Ausbleiben von Innovation
- Der Autor weist darauf hin, dass eine Haltung, die technologischen Fortschritt ablehnt oder argwöhnisch betrachtet, der „Malaise Era“ ähnelt, die einst den Niedergang der US-Autoindustrie begleitete
- Die Malaise Era bezeichnet die Krisenzeit der US-Autoindustrie vom späten 1970er- bis zum frühen 1980er-Jahrzehnt
- In dieser Phase führten äußere Faktoren wie Vorschriften zum Kraftstoffverbrauch, Emissionsregeln und strengere Sicherheitsstandards zu einem starken Rückgang bei Fahrzeugleistung und Designqualität
- Die drei großen US-Autokonzerne (GM, Ford, Chrysler) entschieden sich statt für Innovation für kompromisshafte technische Reaktionen und ließen zu, dass japanische Autos ihren Marktanteil rasch ausbauten
- Sinkende Motorleistung, Qualitätsprobleme und schwächeres Design verstärkten den Vertrauensverlust der US-Verbraucher in die Marken
- Insgesamt gilt diese Zeit als Folge einer Kombination aus technologischer Stagnation, gescheiterter Reaktion auf Regulierung und Missachtung der Verbraucherbedürfnisse und steht sinnbildlich für den „Preis der Innovationsverweigerung“
- Dass einige Fachleute innerhalb der Barrierefreiheitsbranche KI-Skepsis verbreiten, bremst die Entwicklung der gesamten Branche
Beispiele dafür, wie KI in der Barrierefreiheit bereits im Einsatz ist
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Echtzeit-Untertitel für hörbehinderte Menschen
- Google Live Transcribe, Otter.ai, Zoom, YouTube-Untertitel
- Verbessern die Möglichkeit, an Gesprächen in Echtzeit teilzunehmen
- Noch nicht perfekt, aber mit schnellen Fortschritten
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KI-Assistenz-Apps für sehbehinderte Menschen
- Microsoft Seeing AI, Be My Eyes (AI-Modus)
- Szenenbeschreibung, Gesichtserkennung, Dokumentenlesen, Währungserkennung usw.
- Fortschritte im Bereich Computer Vision verändern die Barrierefreiheit grundlegend
- Microsoft Seeing AI, Be My Eyes (AI-Modus)
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Gebärdenspracherkennung
- SignAll, KinTrans
- Echtzeit-Erkennung von ASL (Amerikanische Gebärdensprache) möglich
- Das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen bleibt eine Herausforderung, aber die technische Genauigkeit ist hoch
- SignAll, KinTrans
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Autonome Navigation für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen
- Waymo, WHILL autonomer Rollstuhl, smarte Gehstöcke
- Verbessern Unabhängigkeit und Sicherheit bei der Fortbewegung in Innen- und Außenbereichen
- Waymo, WHILL autonomer Rollstuhl, smarte Gehstöcke
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KI-Assistenzgeräte für Menschen mit Sprach- und Sprechbeeinträchtigungen
- Tobii Dynavox, Proloquo2Go, Voiceitt
- Unterstützen KI-basierte Spracherzeugung und die Erkennung nicht standardisierter Sprechweise
- Überbrückung von Kommunikationslücken
- Tobii Dynavox, Proloquo2Go, Voiceitt
KI wird sich weit über den heutigen Stand hinaus entwickeln
- Viele Menschen machen den Fehler, KI nur nach ihrem „aktuellen Zustand“ zu beurteilen
- Beispiele:
- Mathematikaufgaben: Die Ergebnisse sind deutlich besser als früher
- Codegenerierung: Das Halten von Kontext ist noch schwach, aber grundlegende Implementierungen sind möglich
- In Medizin, Recht und autonomem Fahren ist Vertrauen noch schwierig, doch in Zukunft bestehen Möglichkeiten
KI wird zur Zukunft der Barrierefreiheit
- KI mag derzeit wie eine faszinierende Technologie erscheinen, wird in Zukunft aber grundlegende Infrastruktur wie Strom oder das Internet sein
- Frühere statische und regelbasierte Systeme entwickeln sich zu KI-basierten, flexiblen und personalisierten Erfahrungen weiter
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Beispiele für Veränderungen, die KI in der Barrierefreiheit ermöglichen kann
- Screenreader können auch die Bedeutung unlabeled Elemente erfassen
- Kommunikations-Apps für autistische Nutzer lernen individuelle Merkmale und reagieren maßgeschneidert
- Echtzeit-Untertitel über AR-Brillen
- Smarte Assistenten für Rollstuhlnutzer verstehen Vorlieben und handeln stellvertretend
Jetzt ist der Zeitpunkt zum Eingreifen
- Die heutige KI lernt gerade jetzt, und wenn wir uns heute nicht einbringen, besteht die Gefahr, dass sich frühere Ausgrenzung unverändert wiederholt
- Fachleute für Barrierefreiheit müssen an der KI-Gestaltung mitwirken, damit Systeme entstehen können, die Vielfalt abbilden
Abschließende Botschaft
- Man sollte KI nicht fürchten, sondern sie aktiv als Werkzeug weiterentwickeln
- Die Zukunft gehört denjenigen, die Wandel annehmen und ihn gestalten
- Anstatt den Wandel zu blockieren, sollten wir dafür sorgen, dass er in eine bessere Richtung gelenkt wird
1 Kommentare
Screen Reader ->
Screen Readeroder BildschirmleserEs wirkt, als wären noch Spuren einer maschinellen Übersetzung zu sehen.
Als tatsächlicher Nutzer eines Screen Readers konnte ich das nicht einfach übergehen und hinterlasse daher einen Kommentar~