- Am 26. März 2026 wurden auf dem öffentlichen Parkplatz auf dem Gelände der Nationalversammlung in Yeouido, Seoul, Arbeiten zur Installation von Solarstromanlagen durchgeführt
- Nach der neuen Durchführungsverordnung müssen mittelgroße und große öffentliche Parkplätze mit 80 oder mehr Stellplätzen Solaranlagen mit einer Kapazität von mindestens 100 Kilowatt (kW) installieren
- Diese Regelung wird als „Mandatory Parking Lot Solar Law“ bezeichnet und ist als Teil der Änderungsverordnung zum Gesetz zur Förderung der Entwicklung, Nutzung und Verbreitung neuer und erneuerbarer Energien aufgenommen
- Das Gesetz soll am 28. März 2026 in Kraft treten und verpflichtet Parkplätze im öffentlichen Sektor zum Aufbau von Infrastruktur für Solarstromerzeugung
- Die Maßnahme stärkt institutionell die staatlichen Bemühungen, erneuerbare Energien auszubauen und CO2-Emissionen zu senken – über öffentliche Einrichtungen
3 Kommentare
Im Sommer bleibt auch das Auto kühler, das klingt gut.
Manchmal tauchen auf Hacker News Beiträge über Korea auf.
Ich glaube, das sehe ich deutlich häufiger als bei anderen Ländern in Ostasien.
Hacker-News-Kommentare
Die Solarparkplätze in meiner Umgebung sind toll, weil sie Autos vor Sonne und Hitze schützen.
Allerdings sind die Installationskosten hoch, weshalb sie ineffizienter sind als Dach-Solaranlagen oder Freiflächenanlagen.
Im Endeffekt werden damit ein Teil der Kosten für saubere Energie auf Parkplätze umgelegt, aber in Städten mit begrenzter Fläche könnte das kein schlechter Ansatz sein.
Die Idee ist, Parkplätze nicht nur als Steuerobjekt zu sehen, sondern als ertragsbringende Vermögenswerte.
In Korea sind bereits die meisten Dächer mit Solaranlagen ausgestattet, und Parkplatz-Solaranlagen werden in Fabriken als standardisierte Strukturen vormontiert, was Arbeitskosten und Risiken senkt.
Dazu kommen verschiedene Vorteile wie Energieeinsparungen durch niedrigere Fahrzeugtemperaturen, Schutz von Lack und Innenraum, effiziente Anbindung an EV-Ladestationen sowie zusätzliche Stromerzeugung durch bifaziale Module.
Daher halte ich es für schwierig, pauschal zu sagen, dass sie teurer seien als Dachanlagen.
Auf einigen Supermarktparkplätzen in Phoenix, Arizona, gibt es ebenfalls Solardächer.
Der Effekt ist so groß, dass sich die Rückkehr zum Auto wie ein Unterschied ums Überleben anfühlt. Ohne solche Infrastruktur wäre Phoenix praktisch kein Ort, an dem Menschen gut leben können.
Aus Sicht von jemandem, der in Korea lebt, ist ein Auto in Seoul fast ein Luxusgut.
Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut, und ein eigenes Auto ist eher etwas für Menschen mit mehr finanziellen Möglichkeiten.
Letztlich wirkt es wie eine Politik, die die Kosten für saubere Energie auf eine zahlungsfähige Schicht abwälzt.
Ich wünschte, die USA würden ebenfalls so eine Politik einführen.
Wenn es wegen der Stadtstruktur schwer ist, das Autofahren zu reduzieren, ist es realistisch, Parkplätze für Solaranlagen zu nutzen.
Solaranlagen über Parkplätzen sind gut, aber statt einer Pflicht fände ich flexiblere Regulierung besser.
Zum Beispiel könnte man pro Stellplatz 1 kW irgendwo auf dem Grundstück installieren oder alternativ erlauben, in einem anderen Grundstück innerhalb einer bestimmten Entfernung mehr Kapazität aufzubauen.
Über die neue Vorgabe der koreanischen Regierung, dass „öffentliche Parkplätze mit 80 oder mehr Stellplätzen Solaranlagen installieren müssen“,
wird nun gewitzelt, dass es künftig mehr Parkplätze mit 79 Stellplätzen geben werde.
Zugehörigen Artikel ansehen
Bei 80 oder mehr Stellplätzen müssen mindestens 100 kW installiert werden.
Aus meiner Erfahrung in Korea wäre das besonders nützlich für Parkplätze in Apartmentanlagen.
Allerdings braucht es meiner Meinung nach gestufte Kriterien, damit die Stromerzeugung proportional zur Größe erhöht wird.
Ich sehe häufig, wie sich über großen Parkplätzen Konvektionsströmungen bilden, und frage mich, ob Solaranlagen diesen Wärmeinsel-Effekt verringern können.
Je nach Farbe und Oberflächenmaterial könnte das bei der nächtlichen Abstrahlung von Wärme leicht helfen.
Diese Politik ist im Grunde eine Art Landnutzungssteuer (Land Use Tax), die die Kosten erhöht, wenig entwickelte Flächen als Parkplätze zu erhalten.
Der nächste Schritt könnte sein, ganze Gebäudefassaden mit Solaranlagen auszustatten.
Ein Hotel in Indien erzielt nicht nur Eigenversorgung, sondern macht auch Gewinn durch Stromverkauf.
Zugehöriges Video ansehen
Solaranlagen über Parkplätzen wirken wegen des hohen Bedarfs an Tragstruktur kostenmäßig wenig effizient.
In Ländern mit viel freier Fläche wie den USA sind Freiflächenanlagen wohl sinnvoller.
In Korea könnte die Lage anders sein.
Das hat Vorteile dezentraler Stromerzeugung, ähnlich wie bei Solaranlagen auf Wohnhäusern.
In Ländern mit ausreichend Sonneneinstrahlung ist das gut umsetzbar.
Sie reduzieren Wärmeinseln, liefern Kühlstrom für Gebäude in der Nähe und spenden Fahrzeugen Schatten.
Solaranlagen über Parkplätzen wirken letztlich als indirekte Steuer auf Parkplätze und als Mittel, die Flächennutzung effizienter zu machen.
Deshalb könnte eine solche Politik dort realistischer sein.