- Der von Anthropic veröffentlichte Bericht ist insofern bedeutsam, als er die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt nicht daran misst, was KI theoretisch tun kann, sondern anhand von tatsächlichen Claude-Nutzungsdaten.
- Theoretisch sind 94 % der Tätigkeiten in Computer- und Mathematikberufen mit KI möglich, in der Praxis lag die tatsächliche Nutzung jedoch nur bei rund 33 % – eine große Lücke.
- Einige Medien und Influencer brachten zugespitzte Schlagzeilen wie „74,5 % Ersetzungsrisiko für Programmierer“, doch der Bericht sagt, es gebe keine Belege für massenhafte Arbeitslosigkeit.
- Allerdings zeigen sich andere Signale. Bei jungen Menschen im Alter von 22 bis 25 Jahren beginnt die Einstiegsquote in neue Beschäftigung in Berufen mit hoher KI-Exposition zu sinken.
- Die Veränderung, die derzeit stattfindet, ist also weniger eine „Massenentlassung“ als vielmehr eine Reduzierung von Neueinstellungen. Denn wenn KI die Produktivität erhöht, können Unternehmen dieselbe Arbeit mit weniger Junior-Kräften erledigen.
Daher ist dies die Kernfrage.
Es geht nicht darum, ob KI Arbeitsplätze abschafft, sondern darum, wer die Chance verliert, überhaupt in den Arbeitsmarkt einzutreten.
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