- Verkleinerung der Organisationsgröße von Block von mehr als 10.000 auf weniger als 6.000 Mitarbeitende
- Der Stellenabbau sei nicht auf eine Managementkrise zurückzuführen; Bruttogewinnwachstum, Kundenzuwachs und Profitabilität verbessern sich. Allerdings verändert die Kombination aus intelligenten Tools sowie kleinen, horizontalen Teamstrukturen die Arbeitsweise selbst
- Das Unternehmen kommt zu dem Schluss, dass AI-getriebene Produktivität in eine Phase eingetreten ist, in der sie die Art und Weise, wie Unternehmen aufgebaut und betrieben werden, grundlegend neu definiert; daher wurde statt schrittweiser Kürzungen eine sofortige strukturelle Neuaufstellung gewählt
- Begründung für diesen Schritt ist auch, dass wiederholte Entlassungsrunden Moral, Konzentration und Vertrauen beschädigen könnten; daher soll nach einer klaren einmaligen Entscheidung ein Neustart erfolgen
- Alle Mitarbeitenden wurden noch am selben Tag informiert. Betroffene erhalten 20 Wochen Gehalt + 1 zusätzliche Woche pro Dienstjahr, Vesting bis Ende Mai, 6 Monate Krankenversicherung, Firmenhardware sowie einen Zuschuss von 5.000 US-Dollar (im Ausland nach lokalen Standards)
- Die Unternehmensleitung übernimmt für diese Entscheidung die volle Verantwortung und lässt Slack und E-Mail für eine gewisse Zeit aktiv, damit Verabschiedungen möglich sind
- Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um mehr als 24 %
- Das Ergebnis im 4. Quartal lag bei 0,65 US-Dollar EPS und 6,25 Milliarden US-Dollar Umsatz und entsprach damit den Markterwartungen; der Jahresausblick lag über den Erwartungen des Marktes
- Der Bruttogewinn stieg im Jahresvergleich um 24 % auf 2,87 Milliarden US-Dollar
- Die Restrukturierungskosten durch den Personalabbau werden auf etwa 450 bis 500 Millionen US-Dollar geschätzt
2 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ich finde, solche CEOs sollten auf eine Blacklist gesetzt werden, damit nie wieder jemand unter ihnen arbeiten muss. Das ist einfach das Ergebnis von schlechtem Management.
Das ist keine schwierige, sondern eine leichte Entscheidung. Die wirklich schwierige Entscheidung wäre, nicht zu entlassen.
Bei Block hatte ich immer den Eindruck, dass abgesehen von CashApp die meisten Versuche gescheitert sind. Wahrscheinlich ist diese Maßnahme ein Signal dafür, dass man in einen „Maintenance Mode“ geht.
Zu behaupten, AI steigere die Produktivität um 40 %, ist übertrieben, und am Ende läuft es wohl darauf hinaus, den verbleibenden Mitarbeitenden die doppelte Arbeitslast aufzubürden.
Als die Zinsen stiegen und das Gratisgeld verschwand, nutzt man jetzt AI als Ausrede für Personalabbau. Ich habe mich früher selbst einmal bei Block beworben und wurde abgelehnt, und inzwischen bin ich eher froh darüber.
CashApp war eine seltene Erfolgsgeschichte, bewegte sich intern aber wie zwei getrennte Unternehmen, und auf der CashApp-Seite war die Engineering-Qualität deutlich chaotischer.
Das Internet ist technologisch inzwischen in eine Reifephase eingetreten, und abgesehen von AI ist es schwer, noch den nächsten „Big Hit“ zu finden.
Das größere Problem scheint zu sein, dass die Zahl hochwertiger Jobs künftig sinken wird.
40 % sind allerdings viel zu viel. Die Botschaft „wegen AI“ ist einfach nur leicht verpackte Kommunikation.
Abfindung, klar benannte Gründe und direkte Kommunikation waren okay.
Es gibt keine Erklärung zur Produktstrategie oder zur internen Umverteilung von Personal, und es wirkt, als würde man sich mit der Ausrede „wegen AI“ vor Verantwortung drücken.
Wirklich gute Unternehmen haben entlassenen Leuten geholfen, indem sie sie an andere Firmen vermittelt oder in Startups ausgegründet haben.
Ich verstehe nicht, warum das so viel Zustimmung bekommen hat. Vielleicht wegen der Beziehung zwischen Elon und Jack?
Ich verstehe nicht, warum man 40 % streicht, obwohl Gewinne erzielt werden. Man hätte mit diesen Leuten auch neue Geschäftsfelder aufbauen können.
Wenn man bedenkt, dass der S&P 500 im selben Zeitraum um 200 % gestiegen ist, ist die Aussage „dem Unternehmen geht es gut, aber wir entlassen wegen AI“ schwer zu glauben.
Musks Beispiel, Twitter mit 5 % der Belegschaft zu betreiben, hat diese Wahrnehmung noch verstärkt.
Jetzt sorgt AI dafür, dass Entlassungen wie eine „strategische Anpassung“ aussehen.
Ich selbst wurde vor einem Jahr entlassen und halte es für unwahrscheinlich, jemals wieder in ein W2-Beschäftigungsverhältnis zurückzukehren.
Die Erzählung „wegen AI“ ist eine praktische Geschichte für gescheiterte Unternehmen.
Trotzdem war es ein menschlicher Versuch, den Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, sich voneinander zu verabschieden.
Mit einer Startup-Größe von 10 bis 50 Leuten kann man gut arbeiten; 10.000 erscheinen übertrieben.
Wenn diese Struktur so weitergeht, wird Automatisierung irgendwann auch die Führungsebene erreichen. Dann wird eine extreme Besteuerung der Reichen unvermeidlich.
Früher galt mehr Personal als Symbol für Wachstum, heute ist „Personalabbau durch AI“ das neue Statussymbol.
Das bestehende Team könnte doch mehr leisten; ich verstehe nicht, warum das immer nur als Personalabbau interpretiert wird.
Der Übergang von der massiven Aufblähung der ZIRP-Ära zu AI-getriebenem Umbau ist enorm.
Produktivitätssteigerungen durch AI sind noch Spekulation, aber eine Korrektur in dieser Größenordnung ist realistisch.
Es ist allzu bequem, Entlassungen vordergründig mit KI zu überdecken.