OpenClaw-Macher wechselt zu OpenAI
(steipete.me)- Peter Steinberger, der Entwickler von OpenClaw (früher ClawdBot, MoltBot), wechselt zu OpenAI und erklärte, dass er sich auf die Entwicklung von AI-Agenten konzentrieren werde, die jeder nutzen kann
- OpenClaw wird nicht in ein kommerzielles Unternehmen umgewandelt, sondern unabhängig in Form einer Foundation betrieben, um Open Source und Unabhängigkeit zu bewahren
- Statt erneut ein großes Unternehmen aufzubauen, entschied er sich dafür, sich auf größere Wirkung und die breite Verbreitung von Agenten zu konzentrieren
Das Wachstum und Echo von OpenClaw
- Im vergangenen Monat erhielt OpenClaw unerwartet große Resonanz und inspirierte Nutzer auf der ganzen Welt
- Zahlreiche Menschen bekundeten ihr Interesse, indem sie Ratschläge, Investitionsangebote und Fragen zu künftigen Plänen schickten
- Es war eine „überwältigende“ Erfahrung
- OpenClaw entwickelte sich von einem einfachen experimentellen Projekt zu einer Open-Source-Plattform mit globaler Community
Der Wechsel zu OpenAI und neue Ziele
- Peter Steinberger plant, nach seinem Wechsel zu OpenAI AI-Agenten zu entwickeln, die für normale Nutzer leicht zugänglich sind
- Ziel ist ein „Agent, den auch meine Mutter nutzen kann“
- Dafür sind Zugang zu modernsten Modellen und Forschung sowie sicheres Design erforderlich
- Statt OpenClaw zu einem Großunternehmen auszubauen, entschied er sich, sich auf die Entwicklung von Technologien zu konzentrieren, die die Welt verändern
- Er hat bereits 13 Jahre lang ein Unternehmen geführt und legt diesmal den Schwerpunkt auf technische Innovation und gesellschaftliche Wirkung
Die künftige Struktur von OpenClaw
- OpenClaw soll in eine Foundation überführt werden, um Open Source und Unabhängigkeit zu bewahren
- OpenAI wird das Projekt fördern und kontinuierliche Entwicklungszeit absichern
- Die Foundation soll ein Ort für Nutzer, Hacker und Denker bleiben, denen die Hoheit über ihre privaten Daten wichtig ist
- Ziel ist die Unterstützung durch mehr Modelle und Unternehmen
Warum OpenAI gewählt wurde
- Für die sichere Verbreitung von Agenten in großem Maßstab seien breitere Veränderungen und tiefergehende Überlegungen nötig
- Bei Treffen mit führenden Forschungslaboren in San Francisco erhielt er Zugang zu nicht öffentlicher Forschung und persönlichen Netzwerken
- Dabei gewann er den Eindruck, dass seine Vision mit der von OpenAI übereinstimmt
- Er ist überzeugt, dass OpenAI der beste Partner zur Erweiterung der Vision des Schöpfers ist
- OpenAI ist bereits offizieller Sponsor von OpenClaw und stärkt durch die Zusammenarbeit die Nachhaltigkeit des Projekts
Persönliche Eindrücke und Entschlossenheit
- Durch den Wechsel zu OpenAI ist er „sehr aufgeregt“, nun an der Spitze von AI-Forschung und -Entwicklung mitzuwirken
- Gemeinsam mit der OpenClaw-Community will er kreative Experimente und Entwicklung fortsetzen
“The claw is the law”
2 Kommentare
Am Anfang
kam Cursor heraus,
danach kam vercel v0,
Qwen cli, Gemini cli,
auch Claude code und opencode,
und bis hin zu Openclaw sind allerlei LLM-Wrapper erschienen,
da würde mich auch der Gesamtüberblick über die aktuelle Lage interessieren.
Hacker-News-Kommentare
Ich frage mich, ob diese Person ein Ein-Personen-Milliarden-Startup aufgebaut hat und am Ende doch für weniger als 1 Milliarde Dollar einen Exit gemacht hat
Bei OpenClaw merkt man inzwischen, dass die App-Schicht genauso wichtig wird wie die Model-Schicht
Das Modell kann man mehrfach austauschen, aber am Ende läuft alles auf einer einzigen UI (OpenClaw)
Es fühlt sich ironisch an, dass Sam darin geübt ist, eine Non-Profit-Organisation in ein gewinnorientiertes Unternehmen umzuwandeln
Vielleicht wurde OpenClaw einfach zu populär und dadurch „zu Tode umarmt“
Den dazugehörigen Beitrag kann man hier lesen
Auf Twitter gibt es dazu extrem viele negative Posts. Positive habe ich fast gar nicht gesehen. Ich weiß nicht, ob das Neid ist oder etwas anderes
Ehrlich gesagt habe ich den Hype um dieses Projekt nie verstanden. Der Gründer sagt, er werde die Welt verändern, aber am Ende wirkt es einfach wie eine Geschichte, die nur monetarisiert und dann beendet wurde
Das ist komplett ein Flappy-Bird-Phänomen — dieses Muster aus plötzlicher explosiver Popularität und danach schneller Erschöpfung
In sechs Monaten wird dieser Beitrag wohl verschwunden sein, und von der Community bleibt nur noch eine leere Hülle übrig
Das liest sich wie ein „Our Incredible Journey“-Abschiedspost, nur eben über eine Einzelperson statt über ein Unternehmen
Ich möchte Peter gratulieren