Wenn Hardware eingestellt wird, sollten Unternehmen die Software als Open Source veröffentlichen
(marcia.no)- Wenn Hardwareprodukte das EOL (End of Life) erreichen, sollten Unternehmen die zugehörige Software verpflichtend als Open Source veröffentlichen
- Die Right-to-Repair-Bewegung hat Fortschritte erzielt, doch es wird vorgeschlagen, auf Ebene der Europäischen Union die Veröffentlichung von Software bei EOL gesetzlich vorzuschreiben
- Als Beispiele werden ein smarter Personenwaage genannt, die durch das Ende der App-Unterstützung ihre Funktionen verlor, sowie Spotifys Car Thing, das nach der Einstellung zu Elektroschrott wurde
- Unternehmen müssen nicht die gesamte Codebasis offenlegen; es würde genügen, Hardware-Spezifikationen und Verbindungsprotokolle zu veröffentlichen, damit die Community eigene Apps entwickeln kann
- Für Nachhaltigkeit und Nutzerrechte ist ein Open-Source-Ansatz, der eingestellte Hardware wieder nutzbar machen kann, unverzichtbar
Hardware-Einstellung und die Notwendigkeit von Open Source
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Wenn ein Hardwareprodukt den Status EOL (End of Life) erreicht, sollten Unternehmen die Software als Open Source veröffentlichen
- Es wird auf das Problem hingewiesen, dass eingestellte Produkte trotz funktionsfähiger Hardware durch das Ende des Software-Supports nutzlos werden
- Um solche Situationen zu verhindern, sei gesetzliche Verbindlichkeit erforderlich
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Die Right-to-Repair-Bewegung hat die Verbraucherrechte bereits gestärkt, doch darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass die Europäische Union (EU) die Veröffentlichung von Software bei EOL verpflichtend macht
- Die Europäische Kommission (European Commission) solle Unternehmen regulieren, damit sie beim Auslaufen eines Produkts die Software veröffentlichen
Persönliche Erfahrung und Problemfälle
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Im Fall einer smarten Personenwaage funktioniert die Hardware zwar normal, doch nach dem Ende der App verschwand die Funktion zur Datenspeicherung
- Eine Bluetooth-Verbindung ist zwar möglich, doch da die App nicht mehr weiterentwickelt wird, ist das Produkt de facto unbrauchbar geworden
- Kritisiert werden die Realität, dass vollkommen funktionierende Hardware durch eingestellten Support von Unternehmen „stirbt“, sowie die damit verbundene Verschwendung
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Erwähnt wird auch die Einstellung von Spotifys Car Thing
- Mit dem Dienstende Ende 2024 wurde 200 Dollar teure Hardware über Nacht zu Elektroschrott
- Positiv bewertet wird, dass Bose seine SoundTouch-Lautsprecher vor EOL als Open Source veröffentlicht hat, doch zugleich wird betont, dass dies weiterhin eine seltene Ausnahme ist
Ein realistischer Alternativvorschlag
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Unternehmen müssen nicht die gesamte Codebasis veröffentlichen
- Stattdessen reicht es aus, in einem GitHub-Repository Hardware-Spezifikationen und Verbindungsprotokolle offenzulegen
- Die Community kann darauf aufbauend eigene Apps entwickeln
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Durch neue Entwicklungsansätze wie vibe-coding wird es auch Nichtfachleuten leicht gemacht, sich zu beteiligen
- Es ist eine Zeit angebrochen, in der auch normale Nutzer Hardware selbst handhaben und verbessern können
Nachhaltigkeit und Nutzerrechte
- Ein Open-Source-Ansatz, der eingestellte Hardware wiederbeleben kann, ist ökologisch und ethisch notwendig
- So lassen sich unnötige Mengen an Elektroschrott vermeiden und ein nachhaltiges Technologie-Ökosystem erhalten
- Wenn Hardware ohnehin schon zum „Brick“ geworden ist, ist es am besten, die Software zu veröffentlichen und der Community die Chance zur Wiederverwertung zu geben
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