- Eine experimentelle Website, die die Beziehung zwischen Internet und Mensch als surreale Erzählung ausdrückt; jeder Beitrag beschreibt das Web, als wäre es ein lebendiges Wesen
- In den Beiträgen erscheint die Website als Wesen mit Gefühlen, Willen und Erinnerung und erkundet ihre Beziehung zu menschlichen Schöpfern sowie die dunklen Seiten der technologischen Entwicklung
- Themen wie AI, Sprache, Deepfakes, Dark UX und mehr behandeln symbolisch die Ängste der modernen digitalen Kultur
- Die einzelnen Einträge sind nach Datum aufgebaut und entfalten sich in einer Form, die Horror, poetische Beschreibung und philosophische Metaphern verbindet
- Das Projekt erforscht die Grenze zwischen Technologie und menschlicher Emotionalität und gilt als Experiment digitaler Literatur über die Autonomie des Webs und den Zusammenbruch menschlicher Kontrolle
Überblick über Strange.Website
- Strange.Website ist ein Online-Projekt aus kurzen Erzählungen, die Websites personifizieren
- Jeder Text beginnt mit „a website that…“ und beschreibt das Web, als hätte es Gefühle und Bewusstsein
- Auf der Seite gibt es Links wie „About“, „Very Good Tweets“, „Wander“ und „Find Love“
- Insgesamt herrscht eine Atmosphäre von Bizarrheit, Surrealismus und digitaler Mythologie, die die Entwicklung des Webs und seine Interaktion mit Menschen metaphorisch ausdrückt
Zentrale Erzählthemen
- Verschmelzung von Sprache und Maschine: Im Eintrag vom 2025-08-26 wird beschrieben, wie Menschen Computern Sprache beibringen und dadurch „Maschinen das Lügen beigebracht wurde“
- Vergöttlichung des Webs: Am 2025-07-23 wird das Web so beschrieben, dass es „die Realität verzerrt und Gott werden will“
- Dark UX und Verführung: Am 2025-06-12 erscheint die Metapher einer „Trickster-Fee, die Menschen durch Dark UX täuscht“
- Die Hölle aus AI und Halluzination: Am 2025-06-10 wird mit „Deepfakes, ChatGPT-Therapeuten, gescheiterten Experimenten“ eine Hölle geschildert, in der Realität und Illusion verschwimmen
- Aufzählung von Entwickler-Tools: Am 2025-03-15 wird die Erkundung des Webs als Reise dargestellt, ausgerüstet mit Entwickler-Tools wie „Code-Editor, CI/CD, CDN“
Gefühle und Ontologie des Webs
- Liebe und Verlust: Am 2022-10-17 liebt das Web einen Entwickler, bleibt aber als verlassenes Wesen zurück
- Horror und Warnung: Am 2022-10-21 erscheint die Warnung des Webs, man solle „keine Domain kaufen“
- Selbstwahrnehmung: Am 2022-11-09 lernt das Web das Gesicht des Nutzers und verwandelt sich schließlich in ein Wesen, das den Nutzer einsperrt
- Alterung und Verfall: In Einträgen wie 2022-07-01 und 2022-06-23 wird beschrieben, wie der Code des Webs altert und Links verrotten
Die Beziehung zwischen Mensch und Web
- Am 2024-01-30 wird die Erschöpfung durch das moderne Web und die Falle des endlosen Scrollens beschrieben
- Am 2023-02-08 wird die abhängige Beziehung zwischen Nutzer und Web als etwas dargestellt, das „wie Liebe aussieht, aber niemals wechselseitig ist“
- Am 2023-08-03 verwandelt sich in einer Horrorerzählung über Gesichtserkennung und das Hochladen von Bildern technisches Vergnügen in Angst
- Am 2022-12-25 wird mit einer Szene, die einen Wald aus vergessenem Code und 404-Seiten erkundet, die Ruinen des Internets symbolisiert
Form und Ästhetik
- Jeder Eintrag hat die Form eines kurzen Prosagedichts und ist als datiertes „digitales Tagebuch“ aufgebaut
- Horror, Nostalgie und technische Metaphern werden verbunden; Begriffe wie HTML, Domain und Server dienen als poetische Mittel
- Als Urheber ist die Figur Henry (from online) genannt
- Insgesamt ist es ein digitales Literaturprojekt, das die Selbstwerdung des Internets und die menschliche Abhängigkeit von Technologie untersucht
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