Non-Zero-Sum Games
(nonzerosum.games)- Non-Zero-Sum Games steht im Mittelpunkt als Website und Podcast zur Verbesserung der Welt, die Gesellschaftsstrukturen erforschen, in denen Kooperation und Koexistenz möglich sind
- Jede Woche werden unterschiedliche Themen wie Spieltheorie, Moralphilosophie, ethische Ökonomie und künstliche Intelligenz miteinander verknüpft, um Ansätze zur gemeinsamen Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme aufzuzeigen
- Jeder Inhalt kann für sich allein gelesen werden und fügt sich zugleich in eine übergreifende Denklandkarte (map) ein
- Breites Themenspektrum von der Fun Zone für Einsteiger bis zu Kooperation in der Natur, KI-Konflikten und Simulationen
- Es wird konsequent die Sicht betont, dass nicht Konkurrenz, sondern Win-win-Strukturen der Schlüssel zur Lösung künftiger Probleme sind
Überblick über die Website
- NON•ZERO•SUM GAMES ist „eine Website und ein Podcast, die der Welt helfen sollen“
- Im Zentrum steht das Thema Non-Zero-Sum Game, also kooperative Beziehungen, von denen alle profitieren, um komplexe Probleme der Welt neu zu interpretieren
- Der Podcast ist unter pod.link/1810797958 verfügbar
Zentrale Themenfelder
- Jede Woche wird ein neues Thema behandelt, darunter Spieltheorie, Moralphilosophie, ethische Ökonomie und künstliche Intelligenz
- Aus diesen Bereichen heraus wird der Versuch entfaltet, komplexe Probleme der modernen Gesellschaft gemeinsam zu lösen
- Alle Inhalte sind durch eine Nicht-Nullsummen-Perspektive miteinander verbunden
- Besucher können ihre Reise frei beginnen – bei Themen oder Kategorien, die sie interessieren
- Die einzelnen Beiträge auf der Website sind miteinander verknüpft und zielen auf eine Erweiterung kooperativen Denkens ab
Hauptkategorien
- Fun Zone: Ein leichter Einstieg für Leser, die die Seite zum ersten Mal besuchen
- Game Theory: Erforschung strategischer Interaktionen und Entscheidungsstrukturen
- Moral Philosophy: Analyse von Maßstäben für Ethik und Werturteile
- Ethical Economics: Neuausrichtung von Systemen und Anreizen an menschlichen Werten
- Foundations: Behandelt komplexe Systeme, Bewusstsein und historische Hintergründe
- Nature: Einführung in in der Natur beobachtete Beispiele für Kooperation
- Non-Zero Heroes: Porträts von Personen, die Kooperation und Win-win praktisch umgesetzt haben
- AI and Its Malcontents: Untersuchung des Spannungsverhältnisses zwischen künstlicher Intelligenz und dem Menschen
- Games & Simulations: Entdecken und Verstehen durch spielerische Ansätze
- Creativity: Erweiterung des Denkens durch Kreativität
Zitat
„Das Universum besteht, abgesehen von einer winzigen Ausnahme, vollständig aus anderen Wesen.“ — John Holmes
- Eine Botschaft, die die Bezogenheit auf andere betont und die philosophische Ausrichtung der Website symbolisiert
1 Kommentare
Hacker-News-Meinungen
Was mir an der Spieltheorie immer etwas gefehlt hat, ist ein mathematischer Rahmen zur Modellierung von Vertrauen
Wenn man in den Entscheidungsprozess das Konzept eines „Angebots“ (offering) aufnähme, könnte man Vertrauen messen, aufbauen und langfristig unendliche Belohnung maximieren
Man würde seine Wahl zum Beispiel danach treffen, wie sehr man der anderen Partei vertraut und wie stark man dieses Vertrauen weiter ausbauen möchte
Anfangs könnte man eine Option wählen, bei der man selbst leicht im Nachteil ist und der anderen Seite mehr gibt, um Vertrauen aufzubauen; wenn die andere Seite das erwidert, macht man beim nächsten Mal ein größeres Angebot
Andernfalls entsteht kein Schaden, und man kann das nächste Angebot einfach reduzieren
Im Grunde ist das eine erweiterte Version der Tit-for-Tat-Strategie, bei der es nicht um eine Minimax-Lösung geht, sondern darum, eine optimale langfristige Kooperationsstrategie zu finden
Wenn man das mathematisch formalisiert, könnte man wahrscheinlich sogar die konkrete Höhe des Angebots berechnen
Im Ultimatum game wäre zum Beispiel bei der Aufteilung von N Dollar N/2 die faire Verteilung, und wenn man den Erwartungswert der anderen Seite maximieren will, sollte man genau diesen Betrag anbieten
Vertrauen entsteht letztlich daraus, „klar zu erklären, dass man fair handeln wird, und davon auszugehen, dass die andere Seite das auch versteht“
Komplexere Probleme, etwa das einmalige Gefangenendilemma, lassen sich wie in diesem Paper dadurch angehen, dass man das Verhalten der Gegenseite direkt beweist
Für Menschen ist das schwierig, aber für KI-Agenten könnte es möglich sein
Wenn man nach „reputation effects in repeated games“ sucht, findet man dazu Universitätsvorlesungen und Papers
Außerdem ist auch Signaling-Theorie, insbesondere Signalübermittlungsmodelle aus der Evolutionsbiologie, lose damit verwandt
So wie ein Netzwerk die optimale Bandbreite findet, wird hier schrittweise ausgelotet, wie stark die Gegenseite erwidern wird
Tatsächlich läuft auch das Internet, über das wir gerade kommunizieren, auf diesem Algorithmus
Siehe TCP congestion control
Mir gefallen sowohl Stil als auch Inhalt des Blogs
Etwas unpraktisch ist nur, dass man beim Lesen der Fußnoten nach oben und unten scrollen muss
Es wäre schön, wenn es Links zurück zur Textstelle oder Fußnoten gäbe, die bei Hover direkt angezeigt werden
Siehe Beispielseite
Das Design der Seite ist wirklich gelungen, und auch der Inhalt ist interessant
Auch der dunkle Hintergrund lässt den weißen Text sehr stark hervorstechen
Ich verstehe die Absicht, aber in der konkreten Umsetzung fehlt für mich noch etwas zu einer „wirklich gut gemachten Website“
Die Idee mit 3D-Tetris ist wirklich genial
Falls du das klassische Spiel Blockout kennst, dürfte dich das interessieren
Die Seite insgesamt ist großartig, aber der RSS-Feed ist kaputt
Vermutlich liegt es an einem fehlenden oder falschen Zeichen
Der Artikel „Effortocracy“ war beeindruckend
Die Kernaussage am Ende ist, dass man Meritokratie nicht mit einer moralischen Bewertung auf Grundlage von Anstrengung verwechseln sollte, wenn sie sich nur an Leistung orientiert
Als einschlägiges Buch wird Michael Sandels The Tyranny of Merit erwähnt
Link zum Original
Sinnlose Anstrengung zu belohnen, schadet echter Leistung
Tatsächlich ist Meritokratie ein Entscheidungsprinzip für die faire Verteilung von Belohnungen
Damit Zusammenarbeit für alle ein Positive-Sum-Spiel ist, muss die Belohnung jedes Einzelnen mindestens besser sein als die jeweilige Alternative, also etwa eine andere Gruppe oder gar keine Teilnahme
Anstrengung lässt sich nicht objektiv messen, und in der Praxis wird so etwas schnell zu einer Bewertung, die von menschlichen Biases verzerrt ist
Zum Beispiel ist es nicht fair, bei der Hochschulzulassung statt des SAT Essays oder den Hintergrund einer Person zu bewerten
Leistungsbasierte Bewertung ist nicht perfekt, aber ein System auf Basis gemessener Anstrengung ist noch unfairer und ineffizienter
Schon das Wort Spieltheorie weckt mein Interesse
Ich möchte künftig noch mehr Artikel dazu lesen
Der Text ist stellenweise etwas schwer zu lesen, aber die Sicht auf Kapitalismus als Non-Zero-Sum-Spiel fand ich interessant
Denn Externalitäten wie Rohstoffabbau und Umweltverschmutzung werden nicht berücksichtigt
Die Ressourcen der Erde sind endlich, und wenn man auch noch die Geschwindigkeit ihrer Verteilung und die Ineffizienzen einbezieht, kommt das der Realität eines Nullsummenspiels sehr nahe
Gut, dass James nicht in Nullsummenlogik denkt
Sonst gäbe es irgendwo vielleicht einen „egoistischen Zwilling“