2 Punkte von GN⁺ 2025-12-31 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Non-Zero-Sum Games steht im Mittelpunkt als Website und Podcast zur Verbesserung der Welt, die Gesellschaftsstrukturen erforschen, in denen Kooperation und Koexistenz möglich sind
  • Jede Woche werden unterschiedliche Themen wie Spieltheorie, Moralphilosophie, ethische Ökonomie und künstliche Intelligenz miteinander verknüpft, um Ansätze zur gemeinsamen Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme aufzuzeigen
  • Jeder Inhalt kann für sich allein gelesen werden und fügt sich zugleich in eine übergreifende Denklandkarte (map) ein
  • Breites Themenspektrum von der Fun Zone für Einsteiger bis zu Kooperation in der Natur, KI-Konflikten und Simulationen
  • Es wird konsequent die Sicht betont, dass nicht Konkurrenz, sondern Win-win-Strukturen der Schlüssel zur Lösung künftiger Probleme sind

Überblick über die Website

  • NON•ZERO•SUM GAMES ist „eine Website und ein Podcast, die der Welt helfen sollen“
    • Im Zentrum steht das Thema Non-Zero-Sum Game, also kooperative Beziehungen, von denen alle profitieren, um komplexe Probleme der Welt neu zu interpretieren
    • Der Podcast ist unter pod.link/1810797958 verfügbar

Zentrale Themenfelder

  • Jede Woche wird ein neues Thema behandelt, darunter Spieltheorie, Moralphilosophie, ethische Ökonomie und künstliche Intelligenz
    • Aus diesen Bereichen heraus wird der Versuch entfaltet, komplexe Probleme der modernen Gesellschaft gemeinsam zu lösen
    • Alle Inhalte sind durch eine Nicht-Nullsummen-Perspektive miteinander verbunden
  • Besucher können ihre Reise frei beginnen – bei Themen oder Kategorien, die sie interessieren
    • Die einzelnen Beiträge auf der Website sind miteinander verknüpft und zielen auf eine Erweiterung kooperativen Denkens ab

Hauptkategorien

  • Fun Zone: Ein leichter Einstieg für Leser, die die Seite zum ersten Mal besuchen
  • Game Theory: Erforschung strategischer Interaktionen und Entscheidungsstrukturen
  • Moral Philosophy: Analyse von Maßstäben für Ethik und Werturteile
  • Ethical Economics: Neuausrichtung von Systemen und Anreizen an menschlichen Werten
  • Foundations: Behandelt komplexe Systeme, Bewusstsein und historische Hintergründe
  • Nature: Einführung in in der Natur beobachtete Beispiele für Kooperation
  • Non-Zero Heroes: Porträts von Personen, die Kooperation und Win-win praktisch umgesetzt haben
  • AI and Its Malcontents: Untersuchung des Spannungsverhältnisses zwischen künstlicher Intelligenz und dem Menschen
  • Games & Simulations: Entdecken und Verstehen durch spielerische Ansätze
  • Creativity: Erweiterung des Denkens durch Kreativität

Zitat

„Das Universum besteht, abgesehen von einer winzigen Ausnahme, vollständig aus anderen Wesen.“ — John Holmes

  • Eine Botschaft, die die Bezogenheit auf andere betont und die philosophische Ausrichtung der Website symbolisiert

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-12-31
Hacker-News-Meinungen
  • Was mir an der Spieltheorie immer etwas gefehlt hat, ist ein mathematischer Rahmen zur Modellierung von Vertrauen
    Wenn man in den Entscheidungsprozess das Konzept eines „Angebots“ (offering) aufnähme, könnte man Vertrauen messen, aufbauen und langfristig unendliche Belohnung maximieren
    Man würde seine Wahl zum Beispiel danach treffen, wie sehr man der anderen Partei vertraut und wie stark man dieses Vertrauen weiter ausbauen möchte
    Anfangs könnte man eine Option wählen, bei der man selbst leicht im Nachteil ist und der anderen Seite mehr gibt, um Vertrauen aufzubauen; wenn die andere Seite das erwidert, macht man beim nächsten Mal ein größeres Angebot
    Andernfalls entsteht kein Schaden, und man kann das nächste Angebot einfach reduzieren
    Im Grunde ist das eine erweiterte Version der Tit-for-Tat-Strategie, bei der es nicht um eine Minimax-Lösung geht, sondern darum, eine optimale langfristige Kooperationsstrategie zu finden
    Wenn man das mathematisch formalisiert, könnte man wahrscheinlich sogar die konkrete Höhe des Angebots berechnen

    • Mit fairen Methoden zur Aufteilung von Gewinnen wie dem Shapley value ließe sich die Kooperationswahrscheinlichkeit berechnen, bei der alle Teilnehmer durch faires Verhalten die Erwartungswerte der anderen maximieren
      Im Ultimatum game wäre zum Beispiel bei der Aufteilung von N Dollar N/2 die faire Verteilung, und wenn man den Erwartungswert der anderen Seite maximieren will, sollte man genau diesen Betrag anbieten
      Vertrauen entsteht letztlich daraus, „klar zu erklären, dass man fair handeln wird, und davon auszugehen, dass die andere Seite das auch versteht“
      Komplexere Probleme, etwa das einmalige Gefangenendilemma, lassen sich wie in diesem Paper dadurch angehen, dass man das Verhalten der Gegenseite direkt beweist
      Für Menschen ist das schwierig, aber für KI-Agenten könnte es möglich sein
    • Tatsächlich gibt es Forschung zu Reputationseffekten in wiederholten Spielen
      Wenn man nach „reputation effects in repeated games“ sucht, findet man dazu Universitätsvorlesungen und Papers
      Außerdem ist auch Signaling-Theorie, insbesondere Signalübermittlungsmodelle aus der Evolutionsbiologie, lose damit verwandt
    • Das Konzept ähnelt dem Überlastkontrollalgorithmus von TCP, insbesondere „slow start“
      So wie ein Netzwerk die optimale Bandbreite findet, wird hier schrittweise ausgelotet, wie stark die Gegenseite erwidern wird
      Tatsächlich läuft auch das Internet, über das wir gerade kommunizieren, auf diesem Algorithmus
      Siehe TCP congestion control
    • Wenn man sich kooperative Spieltheorie (cooperative game theory) ansieht, wird Vertrauen als Faktor modelliert, der den Informationsaustausch und die Wahrscheinlichkeit des nächsten Verhaltens der Gegenseite beeinflusst
    • Ich frage mich, ob es konkrete Fälle gibt, in denen die bestehende Tit-for-Tat-Strategie nicht ausreicht
  • Mir gefallen sowohl Stil als auch Inhalt des Blogs
    Etwas unpraktisch ist nur, dass man beim Lesen der Fußnoten nach oben und unten scrollen muss
    Es wäre schön, wenn es Links zurück zur Textstelle oder Fußnoten gäbe, die bei Hover direkt angezeigt werden
    Siehe Beispielseite

  • Das Design der Seite ist wirklich gelungen, und auch der Inhalt ist interessant

    • Persönlich fand ich jedoch Schriftart und Schriftgröße etwas schwer lesbar, und die Animationen beim Scrollen wirkten auf mich etwas unruhig
      Auch der dunkle Hintergrund lässt den weißen Text sehr stark hervorstechen
      Ich verstehe die Absicht, aber in der konkreten Umsetzung fehlt für mich noch etwas zu einer „wirklich gut gemachten Website“
  • Die Idee mit 3D-Tetris ist wirklich genial

    • Mir gefiel diese Inszenierung auch. Ich bin mir nur noch nicht sicher, was ich von dem Teil halte, bei dem die „übrigen Blöcke nach unten fallen“
      Falls du das klassische Spiel Blockout kennst, dürfte dich das interessieren
  • Die Seite insgesamt ist großartig, aber der RSS-Feed ist kaputt
    Vermutlich liegt es an einem fehlenden oder falschen Zeichen

    • Wenn man auf den RSS-Link klickt, wird er in die Zwischenablage kopiert
  • Der Artikel „Effortocracy“ war beeindruckend
    Die Kernaussage am Ende ist, dass man Meritokratie nicht mit einer moralischen Bewertung auf Grundlage von Anstrengung verwechseln sollte, wenn sie sich nur an Leistung orientiert
    Als einschlägiges Buch wird Michael Sandels The Tyranny of Merit erwähnt
    Link zum Original

    • Ich möchte allerdings nicht, dass eine „Herrschaft der Anstrengung“ selbst zum Ziel wird
      Sinnlose Anstrengung zu belohnen, schadet echter Leistung
    • Es gibt zwei Missverständnisse über Meritokratie
      1. Man verwechselt Verdienst bzw. die Fähigkeit, Leistung zu erbringen, mit Anstrengung
      2. Man glaubt fälschlich, Meritokratie enthalte eine moralische Wertung
        Tatsächlich ist Meritokratie ein Entscheidungsprinzip für die faire Verteilung von Belohnungen
        Damit Zusammenarbeit für alle ein Positive-Sum-Spiel ist, muss die Belohnung jedes Einzelnen mindestens besser sein als die jeweilige Alternative, also etwa eine andere Gruppe oder gar keine Teilnahme
    • Umgekehrt wirkt der Artikel auf mich realitätsfern
      Anstrengung lässt sich nicht objektiv messen, und in der Praxis wird so etwas schnell zu einer Bewertung, die von menschlichen Biases verzerrt ist
      Zum Beispiel ist es nicht fair, bei der Hochschulzulassung statt des SAT Essays oder den Hintergrund einer Person zu bewerten
      Leistungsbasierte Bewertung ist nicht perfekt, aber ein System auf Basis gemessener Anstrengung ist noch unfairer und ineffizienter
  • Schon das Wort Spieltheorie weckt mein Interesse
    Ich möchte künftig noch mehr Artikel dazu lesen

  • Der Text ist stellenweise etwas schwer zu lesen, aber die Sicht auf Kapitalismus als Non-Zero-Sum-Spiel fand ich interessant

    • Ich denke allerdings, dass Kapitalismus in Wirklichkeit ein vollständig Nullsummenspiel ist
      Denn Externalitäten wie Rohstoffabbau und Umweltverschmutzung werden nicht berücksichtigt
      Die Ressourcen der Erde sind endlich, und wenn man auch noch die Geschwindigkeit ihrer Verteilung und die Ineffizienzen einbezieht, kommt das der Realität eines Nullsummenspiels sehr nahe
  • Gut, dass James nicht in Nullsummenlogik denkt
    Sonst gäbe es irgendwo vielleicht einen „egoistischen Zwilling“