Mit dem neuen Jahr habe ich viel darüber nachgedacht, wie wir Teams führen.
Gerade weil sich KI in letzter Zeit so rasant weiterentwickelt, frage ich mich immer öfter, ob wir nicht an einem Punkt angekommen sind, an dem wir die Art, wie Teams arbeiten, grundlegend neu gestalten müssen.
Zu den bisherigen Management-Aufgaben gehört auch die Orchestrierung.
Inzwischen scheint KI jedoch einen beträchtlichen Teil dieser Rolle sehr effizient übernehmen zu können.
Tatsächlich ist es manchmal kostengünstiger, der KI den Kontext gut zu erklären und ihr Aufgaben zu übertragen, als Teammitglieder einzeln zu instruieren und Abstimmungen vorzunehmen.
Deshalb beschäftigen mich derzeit vor allem folgende Fragen:
- Wie sollten wir als Teamleiter die Aufgaben zwischen Menschen und KI aufteilen?
- Wie lassen sich kurzfristige Produktivitätsmaximierung und langfristiges Teamwachstum bzw. Kompetenzaufbau gleichzeitig berücksichtigen?
- Wie weit sollten wir unsere Teamstrategie unter der Voraussetzung des KI-Einsatzes neu definieren?
Falls sich andere mit ähnlichen Fragen beschäftigen:
In welche Richtung entwickelt ihr aktuell eure Teamführung?
Oder falls ihr dafür Kriterien oder Prinzipien habt, würde ich mich freuen, wenn ihr sie teilt.
4 Kommentare
Ich bin zwar keine Führungskraft, aber auch in unserer Abteilung machen wir uns in letzter Zeit ähnliche Gedanken, und vorläufig haben wir besprochen, es etwa so zu versuchen.
Vermutlich ist es anderswo ähnlich, aber wir stehen da ziemlich unvorbereitet vor einem sehr steilen Wandel, und das gibt mir schon zu denken. Sollen wir einfach alles der AI überlassen und Mojitos trinken? Oder weil man dem Unsinn der AI nicht trauen kann, mit Handwerksgeist wieder alles wie früher machen? Beides ist wohl nicht die Antwort, und irgendwo dazwischen liegt wahrscheinlich der richtige Punkt — nur wo genau, das ist die Frage ... haha
Tatsächlich scheint es nicht viele Menschen zu geben, die sich solche Gedanken machen. Schauen Sie sich am besten eher in der KI-Fachcommunity um.
Wenn sonst nichts, ist es dann nicht die Rolle des Teamleiters, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die technische Roadmap des Teams geteilt wird und eine progressive Entwicklung des Teams gefördert wird – etwa teamweite Zusammenarbeit, der Abbau technischer Schulden und die Ermutigung zur Umsetzung experimenteller Funktionen? Oder sollten wir eher zu den Grundlagen zurückkehren?
Schon dieser Gedanke an sich ist wirklich beeindruckend!