- In Colorado landete ein Flugzeug des Typs Beechcraft King Air 200 automatisch über das Garmin-Autoland-System, nachdem der Kontakt zum Piloten abgebrochen war
- Die FAA erklärte, dass nach dem Funkverlust mit dem Piloten das automatische Notlandesystem aktiviert wurde und das Flugzeug sicher auf dem Rocky Mountain Metropolitan Airport landete
- Auch die NTSB kennt den Vorfall und prüft, ob eine Untersuchung eingeleitet wird; beide Behörden geben bislang keine Details bekannt
- Garmin bestätigte, dass dies der „erste Einsatz von Autoland in einem realen Notfall und nicht bei einem Test oder einer Demonstration“ gewesen sei
- Der Zustand des Piloten wurde nicht bekannt gegeben, alle Insassen blieben jedoch unverletzt; der Vorfall gilt als beachtlicher Nachweis für die Wirksamkeit autonomer Flugsicherheitstechnologie
FAA und NTSB nehmen Ermittlungen auf
- Die FAA untersucht den Autoland-Vorfall einer King Air 200, der sich am 20. Dezember gegen 14:20 Uhr auf dem Rocky Mountain Metropolitan Airport in Colorado ereignete
- Laut FAA verlor der Pilot den Funkkontakt mit dem Tower, woraufhin das automatische Notlandesystem an Bord aktiviert wurde; beide Insassen blieben unverletzt
- Die FAA lehnte weitere Angaben zur Art oder zu Details der Untersuchung ab
- Auch die NTSB ist über den Vorfall informiert und erklärte, man sammle Informationen, „um zu beurteilen, ob die Kriterien für die Einleitung einer Untersuchung erfüllt sind“
Offizielle Bestätigung von Garmin
- Garmin bestätigte in einer Stellungnahme, dass es am 20. Dezember auf dem Rocky Mountain Metropolitan Airport in Broomfield, Colorado, zu einer Notfallaktivierung von Autoland gekommen sei
- Die Landung verlief erfolgreich, und man werde „zu gegebener Zeit weitere Informationen teilen“
- Garmin stellte klar, dass dies der erste Einsatz von Autoland in einer realen Situation und nicht bei einem Test oder einer Vorführung gewesen sei
Flugroute und Lage vor Ort
- Das Flugzeug N479BR gehört zu Buffalo River Outfitters und war von Aspen zum Rocky Mountain Metropolitan Airport unterwegs
- Laut Social-Media-Beiträgen von Flugverfolgungs-Enthusiasten sendete es gegen 14 Uhr Ortszeit den Notfallcode 7700, bevor Autoland aktiviert wurde
- In einer LiveATC-Aufnahme ist eine automatische Frauenstimme zu hören, die eine „Pilot Incapacitation“ meldet und ankündigt, auf Piste 30 zu landen
- Das Flugzeug landete sicher, Verletzte wurden nicht gemeldet
- Zum Zustand des Piloten und zur Ursache der Bewusstlosigkeit wurden keine Angaben gemacht
Reaktionen vor Ort und weitere Informationen
- Der Lotse schloss den Flughafen vorübergehend für die Notlandung und disponierte Anfragen anderer Flugzeuge um
- In einigen Social-Media-Posts wurde infrage gestellt, ob es sich tatsächlich um einen echten Notfall handelte; Garmin und der Betreiber beantworteten entsprechende Anfragen jedoch nicht
- Am nächsten Morgen startete das Flugzeug in Richtung Oklahoma City, wo sich ein wichtiges Zertifizierungs- und Technikzentrum der FAA befindet
Video- und Augenzeugenmaterial
- Larry Anglisano hatte zuvor separat ein Demonstrationsvideo von Autoland bei einem King-Air-Modell aufgenommen
- Ein Augenzeuge veröffentlichte am Tag des Vorfalls auf Instagram ein Video vom Flughafen, das auch die Momente direkt nach der Landung zeigt
Bedeutung des Vorfalls
- Der Vorfall gilt als erster dokumentierter Fall, in dem das Garmin-Autoland-System in einem realen Notfall ohne Eingreifen des Piloten eine Landung vollständig durchgeführt hat
- Die laufenden Untersuchungen von FAA und NTSB gelten als wichtiger Anlass, um Zuverlässigkeit und Kommerzialisierungspotenzial autonomer Flugsicherheitstechnologien zu bewerten
Noch keine Kommentare.