- Kritisiert den in der Tech-Branche oft zu hörenden Unvermeidbarkeitsdiskurs „Das ist die Zukunft, finde dich damit ab“ und betont, dass keine Technologie zwangsläufig ist
- Weist darauf hin, dass sich die heutige Technologielandschaft zu einer missbräuchlichen Struktur entwickelt hat und Nutzer unter dem Vorwand von Bequemlichkeit die Kontrolle verlieren
- Technikbegeisterte, die neue Technologien ohne kritisches Denken akzeptieren, verschärfen das Problem eher noch, und diese Haltung breitet sich in der breiten Öffentlichkeit aus
- Führt verschiedene Beispiele wie internetverbundene Betten, AI-Browser und nicht reparierbare Geräte an und listet „nicht unvermeidliche Technologien“ konkret auf
- Betont, dass die Richtung technologischer Entwicklung das Ergebnis von Entscheidungen ist und dass wir die Zukunft definieren müssen, die wir wollen, und entsprechend wählen sollten
Die Ablehnung der Unvermeidbarkeit von Technologie
- Der Slogan „Das ist die Zukunft“ ist eine aufgezwungene Erzählung ohne Belege, die die Haltung kritisiert, Technologieakzeptanz als selbstverständlich darzustellen
- Ausgangspunkt ist ein Fall, in dem ein bestimmtes Projekt die Richtlinie übernahm, „generative AI zu verwenden, sie aber offenzulegen“, und dies mit der Behauptung begründete, sie sei „die Zukunft“
- Diese Logik stellt technologische Entwicklung als unvermeidlichen Strom dar, tatsächlich ist sie jedoch eine Frage der Entscheidung
- Der Kern des Textes ist die Erklärung: „Nichts ist unvermeidlich (Nothing is inevitable)“
Die missbräuchliche Struktur moderner Technologie
- Moderne Technologie funktioniert in einer missbräuchlichen (abusive) Form, und Nutzer verlieren zunehmend die Kontrolle
- Einige Power-User versuchen, den Ökosystemen großer Konzerne auszuweichen, doch auch FOSS (Freie und Open-Source-Software) ist keine vollständige Lösung
- Technikbegeisterte werden immer wieder durch teure Produkte geschädigt und verwechseln dies dennoch mit Fortschritt
- Menschen befinden sich durch Software und Hardware in einem antrainierten Zustand der Anpassung, in dem sowohl die Erwartung von Veränderung als auch deren Akzeptanz erzwungen wird
- Besonders ältere Menschen sind von komplexen Interfaces und Dark Patterns erschöpft, geben das Lernen auf und folgen einfach dem, was das Gerät vorgibt
Die Verzerrung von Markt und Konsum
- Auf dem Markt gibt es weiterhin gute Produkte, aber ihre Zahl nimmt jedes Jahr ab
- Einige Produkte lösen tatsächlich reale Probleme, doch Zustimmung und Nachfrage der Verbraucher sind das Ergebnis langjähriger missbräuchlicher Praktiken und manipulativen Marketings
- Im Namen von Bequemlichkeit und Innovation beruht die Verbraucherwahl auf manipulierten Begierden
Eine Liste nicht unvermeidlicher Technologien
- Der Text listet unter dem Titel „Diese Dinge waren nicht unvermeidlich“ konkrete Beispiele auf
- Internetverbundene Betten, AI-Browser, Verwaltungsdienste über Chatbots, eine smartphoneabhängige Gesellschaft, nicht reparierbare Geräte
- AI-retuschierte Fotos, NFTs, das Metaverse, automatische UI-Änderungen, Websites, die einen Ausweis verlangen
- die Verwendung recycelter Flugzeugtriebwerke in Rechenzentren, Werbung, Abhängigkeit von Meta-Plattformen, Apple Vision Pro, Copilot+ PCs, TikTok, das Senden von Screenshots für AI-Training usw.
- Diese Technologien sind lediglich Entscheidungen gieriger Unternehmen und keine Zukunft, die die Gesellschaft zwingend akzeptieren müsste
Wahl und Neudefinition der Zukunft
- Die „Zukunft“ ist nichts Aufgezwungenes, sondern das Ergebnis kollektiver Entscheidungen
- Große Konzerne können bestimmte Technologien mit enormem Kapital am Leben erhalten, doch Einzelne müssen keine Komplizen sein
- Manche Technologien können tatsächlich nützlich sein, aber das macht sie noch nicht unvermeidlich
- Entscheidend ist, welche Zukunft wünschenswert ist und welche Entscheidungen uns dieser Zukunft näherbringen
- Jede Entscheidung ist eine politische Handlung und ein Austausch von Energie, und wir müssen bereit sein, die Folgen zu tragen
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