- Beschreibt ein persönliches Experiment, bei dem Browser-Erweiterungen, DNS-Filterung und Cloud-VPN kombiniert werden, um Online-Werbung nahezu vollständig zu blockieren
- Als Basis dient die Kombination aus uBlock Origin und Firefox; verwendet werden sowohl minimale Filterlisten als auch selbst erstellte Filter
- Pi-hole läuft per Docker und blockiert Werbung auf DNS-Ebene sogar in mobilen Apps; die Verbindung erfolgt sicher über WireGuard
- Mit einem Cloud-basierten VPN wurde bestätigt, dass sich Werbeeinblendungen verringern, wenn der Traffic über einen Cloud-Anbieter umgeleitet wird
- Nach mehr als 3 Jahren praktischer Nutzung sind auf den meisten Plattformen kaum noch Anzeigen sichtbar; mit DNS-Filterung und Browser-Blocking allein sind 99 % Blockierung möglich
Der Anfang des Ad-Blockings
- Seit einigen Jahren werden verschiedene Methoden ausprobiert, um jede Form von Online-Werbung zu entfernen
- Ziel war nicht nur das Entfernen einfacher Banner- oder Videoanzeigen, sondern möglichst jeder Art von Werbung
- Über mehrere Jahre hinweg wurden durch verschiedene Versuche und Beobachtungen die heute zufriedenstellenden Blockierungsbedingungen aufgebaut
- Beim Blockieren von Werbung kommt eine Mischung aus bekannten und weniger geläufigen Methoden zum Einsatz; einige davon erfordern Einrichtung und Wartung
Browser-Erweiterungen
- Verwendet wird die Kombination aus uBlock Origin und Firefox, bewertet als die effektivste Methode zum Blockieren von Werbung
- Browser auf Chromium-Basis sind durch den Wechsel zu Manifest V3 in ihren Ad-Blocking-Funktionen eingeschränkt
- Die Filterlisten werden bewusst minimal gehalten
- Verwendet werden der Standardfilter von uBlock, EasyList und AdGuard Ads
- Mit dem selbst erstellten Filter ublock-declutter werden zusätzlich störende Elemente jenseits von Werbung entfernt
DNS-Filterung
- DNS-Filterung ergänzt Browser-Erweiterungen, indem sie Werbung in mobilen Apps blockiert, die sich dort nicht per Erweiterung entfernen lässt
- Werbedomains werden auf DNS-Ebene blockiert, sodass Anzeigen in Apps gar nicht erst geladen werden
- Pi-hole und AdGuard Home sind typische Self-Hosting-Lösungen
- Als Cloud-basierte Alternative wird NextDNS erwähnt
- Pi-hole wird per Docker installiert und genutzt; der Zugriff erfolgt ausschließlich über das private Netzwerk via WireGuard
- Als Referenz für Blocklisten dient The Firebog; zusätzlich wird eine Allowlist gepflegt, um das Blockieren legitimer Domains zu vermeiden
Cloud-basiertes VPN
- Es wurde festgestellt, dass das Routing von VPN-Traffic über einen Cloud-Anbieter die Zahl der Werbeeinblendungen verringert
- Werbeplattformen erkennen Cloud-IP-Adressen als mögliches Anzeigenbetrugsrisiko (fraud) und spielen deshalb keine Werbung aus
- Als Beispiel wird genannt, dass Werbung auf Cloud-Traffic eingeschränkt wird, um zu verhindern, dass Konkurrenten das Werbebudget verschwenden
- Nachteilig ist, dass auf einigen Websites Cloudflare-CAPTCHAs oder HTTP-Fehler auftreten können
- Bei Bedarf wird das VPN deaktiviert; nach einer gewissen Zeit mit der echten IP können Anzeigen wieder erscheinen
- Genutzt wird ein $5-Droplet von DigitalOcean mit installiertem WireGuard; ebenso möglich sind Hetzner, Azure, Google Cloud und AWS
Weitere nützliche Tools
- Empfohlen werden auch Erweiterungen zum Entfernen anderer störender Elemente neben Werbung
- Blockieren von Cookie-Pop-ups: Consent-O-Matic
- Automatisches Lösen von CAPTCHAs: Buster
- SponsorBlock überspringt automatisch Sponsorensegmente in Videos; es gibt auch eine Version für TV-Geräte
- Unter iOS wird empfohlen, Background App Refresh zu deaktivieren
- Einige Apps missbrauchen dies, um Nutzerdaten zu sammeln
- App-Patches über ReVanced sind möglich, werden wegen Sicherheitsrisiken aber nicht für sensible Accounts verwendet
Persönliche Erfahrungen und Ergebnisse
- Nach mehr als 3 Jahren mit den oben genannten Methoden gibt es auf den meisten Plattformen fast keine Werbeeinblendungen mehr
- Zusammenfassung der Blockierung nach Plattform
- YouTube: uBlock Origin, NewPipe oder Invidious
- Instagram: uBlock Origin, Cloud-VPN (Wirkung nach 1 Woche bis 1 Monat)
- Twitch: Cloud-VPN (Wirkung innerhalb weniger Tage)
- TikTok: uBlock Origin, Cloud-VPN (Wirkung innerhalb weniger Stunden)
- AdMob-basierte Apps: DNS-Blockierung
- Mit DNS-Filterung und Browser-Blocking allein lassen sich etwa 99 % der Werbung blockieren; das restliche 1 % wird durch ein Cloud-VPN ergänzt
Noch keine Kommentare.