Durchschnittspreis von DRAM in US-Dollar in den letzten 18 Monaten
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1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
In letzter Zeit sieht man wieder vieles, das an die Dotcom-Blase erinnert
Das bringt den früheren DRAM-Preisabsprachen-Skandal in Erinnerung
Beide Unternehmen wussten nichts von den jeweiligen Verträgen des anderen und verloren dadurch ihre Preissetzungsmacht, während sie effektiv nur Nachfrage in halber Höhe sahen
Dieser Preissprung ist keine Preisabsprache, sondern das Ergebnis einer explodierenden Nachfrage; der Ausbau der Produktion dauert Jahre, Nachfrage kann aber augenblicklich steigen
Langfristig betrachtet liegt der Preis für DDR4-3200-DIMMs auf einem historischen Höchststand
Es sind Chips einer veralteten Generation, die seit mehr als sechs Jahren auf dem Markt ist, und trotzdem sind sie weiterhin teuer
Früher wirkten sie auch schon kostspielig, aber jetzt ist das eine völlig andere Größenordnung
Zur Einordnung hier die langfristigen Preisdaten
Man sollte nicht darauf hoffen, dass alter Speicher billiger wird. Hersteller wollen die Produktion immer auf die neueste Generation umstellen
Aber jetzt haben sie auch bei DDR5 das Timing verpasst — Artikel dazu
Es scheint Zeit zu sein, Webseiten wieder in die 100KB-Ära zurückzuführen
Mit Dingen wie CDN-Kompression, Adblockern und Server-Side-Rendering könnte selbst ein Smartphone mit 1GB RAM ausreichen
Das Problem ist eine Entwicklerkultur, die nichts außer Node + React kennt
Ich habe in europäischen Shops nach DDR5-Preisen geschaut und war schockiert
Im letzten Oktober habe ich 16GB DDR5-5200 für 55 Euro gekauft, jetzt kostet das 240 Euro, und das 6000er-Modell liegt bei 390 Euro
Laut dem Artikel von Moore’s Law is Dead
hat OpenAI am 1. Oktober gleichzeitig mit Samsung und SK hynix Verträge über 40 % des weltweiten DRAM-Angebots abgeschlossen
Beide Unternehmen kannten den Umfang des jeweils anderen Vertrags nicht, und OpenAI kontrollierte Geheimhaltung und NDAs so strikt, dass es die globale Lieferkette faktisch in den Griff bekam
Es kauft sogar nicht fertige Module, sondern nur unverarbeitete Wafer und lagert sie ein
Es gibt schließlich eine Vorgeschichte mit Preisabsprachen, also profitieren am Ende nur OpenAI und die Hersteller
OpenAI mag wettbewerbswidrig handeln, aber „die Lieferanten getäuscht zu haben, um Preisabsprachen zu verhindern“ ist schon eine merkwürdige Behauptung
Wenn diese Preise so bleiben, dürfte Valves Steam Machine kaum unter 1.000 Dollar auf den Markt kommen können
Ich habe um diese Zeit im letzten Jahr meinen PC aufgerüstet und sofort 128GB DDR5-6000 gekauft; rückblickend war das ein absoluter Glücksgriff
In asiatischen Onlineshops kostet DDR5-6000 2x16GB etwa 130 Dollar, in den USA aber 400 Dollar — das ergibt für mich keinen Sinn
Selbst mit Transportkosten und Zöllen dürfte der Unterschied nicht so groß sein; ist der Markt wirklich so ineffizient?
In Asien hält man die Marge noch, aber das wird wohl bald nachziehen
Es handelt sich nicht um recycelte Chips; auch früher gab es beim günstigen Kauf von DDR3 keine Probleme
Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte es realistisch werden, gebrauchte PlayStation 4s (8GB GDDR5 RAM) für 100 Dollar zu kaufen und sie als Linux-Server-Cluster zu verwenden
So ähnlich wie der frühere PlayStation-3-Cluster
Jetzt gibt es also einen weiteren Grund, warum Tech-Nerds weltweit auf den Niedergang von OpenAI hoffen — damit der RAM wieder freikommt