2 Punkte von GN⁺ 2025-12-04 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Die EU hat in einem Handelsabkommen mit den USA eine gegenseitige Anerkennung der US-Autostandards vereinbart. Städte wie Paris, Brüssel und Amsterdam sowie mehr als 75 zivilgesellschaftliche Organisationen warnen dadurch vor erheblichen Risiken für Verkehrssicherheit und öffentliche Gesundheit
  • Die europäischen Fahrzeugvorschriften haben seit 2010 einen Rückgang der Verkehrstoten um 36 % bewirkt, während es in den USA im selben Zeitraum zu einem Anstieg der Verkehrstoten um 30 % kam, bei den Verkehrstoten zu Fuß um 80 % und bei Fahrradfahrern um 50 %
  • Europa schreibt lebensrettende Funktionen wie Fußgängerschutz, automatische Notbremsung, Spurhalteassistenz vor; diese Standards machen es auch unmöglich, den Tesla Cybertruck in Europa zu verkaufen
  • Wenn die in den USA gelockerte Abgasregulierung übernommen würde, steigt die Exposition gegenüber Schadstoffen aus Reifen- und Bremsenabrieb, was das Risiko für Asthma, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, und außerdem droht ein Abwandern europäischer Automobilarbeitsplätze in die USA
  • Die Zivilgesellschaft fordert, die Ausnutzung der europäischen Einzeltypgenehmigung (IVA) zu unterbinden, und verlangt, dass die EU–US-Kooperationserklärung klar die Rücknahme der Politik zur Akzeptanz niedriger US-Standards sowie das Prinzip der Unverhandelbarkeit der EU-Sicherheitsstandards festschreibt

Warnung vor dem EU–US-Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Fahrzeugstandards

  • Die EU-Position im Handelsabkommen mit den USA, in dem festgelegt ist, dass bei Fahrzeugen gegenseitige Standards anerkannt werden, hat die Europäische Kommission und zahlreiche städtische sowie zivilgesellschaftliche Akteure zu einer Forderung nach Neubereitung veranlasst
    • Paris, Brüssel, Amsterdam und über 75 zivilgesellschaftliche Organisationen haben dem Europäischen Parlament einen Brief übermittelt und gewarnt, dass die Übernahme gelockerter US-Regeln die europäische Verkehrssicherheit, öffentliche Gesundheit, Klimapolitik und Wettbewerbsfähigkeit schwächen würde
  • Der Brief betont, dass der über Jahrzehnte aufgebaute Erfolg starker europäischer Fahrzeugstandards zum Einsturz kommen würde und dass ernste Folgen für die Verkehrssicherheit in Europa zu erwarten sind

Vergleich der Verkehrssicherheit: Europa vs. USA

  • Die europäischen Fahrzeugvorschriften haben seit 2010 zu einem Rückgang der Verkehrstoten um 36 % geführt
  • Im selben Zeitraum stiegen die Verkehrstoten in den USA um 30 %, die Zahl der getöteten Fußgänger um 80 % und die Zahl der getöteten Fahrradfahrer um 50 %
  • Europa macht Schutztechnologien wie Fußgängerschutzstrukturen, automatische Notbremsung (AEB), Spurhalteassistenz (LKA) zur Pflicht
    • Grundvorschriften wie deformierbare Frontstrukturen und das Verbot scharfer Kanten machen es aus Gründen der Fußgängersicherheit unmöglich, den Tesla Cybertruck innerhalb Europas zu verkaufen
  • Die Unterzeichner betonen, dass eine Akzeptanz niedriger US-Standards die Fortschritte in Europa zurückdrehen würde

Luftqualität und Gesundheitsrisiken

  • Die EU plant, ab 2026 ein Limit für Schadstoffemissionen aus Brems- und Reifenabrieb einzuführen
  • In den USA werden die Emissionsvorschriften für Fahrzeuge dagegen zunehmend gelockert
  • Mit der Übernahme der US-Standards würden Expositionen ansteigen, die mit Asthma, Krebs sowie Herz-Kreislauf- und neurologischen Erkrankungen in Verbindung stehen

Bedrohung der Arbeitsplätze in Europa

  • Große Hersteller wie BMW, Mercedes und Stellantis fertigen bereits nach EU-Standards in US-Werken
  • Werden jedoch niedrigere US-Standards in Europa akzeptiert, besteht die Gefahr, dass Produktionslinien auf US-Standards umgestellt und für Re-Exporte genutzt werden
  • Das kann zu massiven Arbeitsplatzverlusten in der europäischen Automobilindustrie und in der gesamten Lieferkette führen

Einlassstellen der Importe (IVA) und politische Forderungen

  • Die Europäische Kommission verschärft derzeit die Regulierung, um Missbrauch des Verfahrens der Einzelgenehmigung (Individual Vehicle Approval, IVA) zu verhindern
    • Über diese Regelung werden große US-Pickup-Typen in die EU eingeführt, die so die EU-Sicherheits-, Emissions- und Klimastandards umgehen können
  • Wenn die niedrigeren US-Kriterien vollständig übernommen würden, wäre ein Massenimport von Pickup-Trucks und großen SUVs möglich
  • Zivilgesellschaftliche Gruppen fordern, dass in der gemeinsamen EU–US-Erklärung ausdrücklich festgehalten wird, dass die Annahme niedriger US-Standards zurückgenommen wird, und dass EU-Fahrzeugstandards nicht verhandelbar sind

Relevante Dokumente

  • „Brief von Zivilgesellschaft und Stadtallianz vom 20. Oktober 2025: Gefahr durch die EU-Annahme niedriger US-Autostandards“

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