- Aufgrund der verzerrten Struktur der US-Gesundheitskosten und des Versicherungsmarkts ist es Realität, dass Selbstständige und Kleinunternehmer bei einer Geburt mehr als 40.000 US-Dollar bezahlen müssen
- Der Autor verzeichnet bei drei Geburten jeweils 30.000 bis 40.000 US-Dollar an Bargeldausgaben, was das Ergebnis kumulierter Versicherungsprämien, Selbstbehalte und nicht erstattungsfähiger Leistungen ist
- Der Zugang zu Versicherung über TriNet kostet monatlich 1.250 US-Dollar, wodurch sich die tatsächlichen jährlichen medizinischen Ausgaben auf rund 55.000 US-Dollar erhöhen
- Der Versicherungsmarkt ist auf Großunternehmen und Geringverdiener zugeschnitten, sodass Selbstständige der Mittelschicht kaum Optionen haben, die für Schwangerschaft und Familienerhalt geeigneten Policen zu finden
- Diese Struktur macht Fortpflanzung selbst ökonomisch unmöglich und wird als gesellschaftliche Krise beschrieben, die die Zukunftsfähigkeit der USA bedroht
Diskrepanz zwischen Gesundheitskosten und Armutsgrenze
- Der Artikel zitiert Michael Green und erklärt, dass die tatsächliche Armutsgrenze heute bei rund 140.000 US-Dollar liegt
- Die traditionelle Armutsgrenze, die auf dem 1963er Anteil der Ernährungsausgaben basiert und diesen auf das Dreifache hochrechnet, trifft die heutige Realität nicht mehr
- Heute machen Nahrungsmittel nur etwa 5–7 % der Haushaltsausgaben aus, während Miete, Gesundheitskosten und Kinderbetreuung jeweils 20–40 % ausmachen
- Mit derselben Logik müsste die Armutsgrenze nicht um das 3-fache, sondern um das 16-fache angepasst werden
- Der Artikel betont, dass diese Zahl keine bloße angemessene Lebenshaltungskosten, sondern eine Krisenschwelle ist
Persönliche Kostenstruktur bei Geburten
- Bei drei Geburten entstanden real 30.000 US-Dollar, 35.000 US-Dollar und 40.000 US-Dollar an Ausgaben
- Als Selbstständiger fallen jährlich 25.680 US-Dollar an Prämien und 14.300 US-Dollar Selbstbehalt an
- Zusammen 39.980 US-Dollar, mit eingeschlossenen nicht erstatteten geburtsspezifischen Positionen also mehr als 40.000 US-Dollar
- Für 2026 sind Versicherungsprämien auf 2.433 US-Dollar pro Monat geplant, was die Gesamtkosten auf 43.496 US-Dollar (+8,8 %) ansteigen lässt
- Im Jahr 2021 lag die Prämie bei 1.850 US-Dollar pro Monat; sie ist seitdem stetig gestiegen und inzwischen sogar teurer als ein Hypothekenkredit
PEO- (Professional Employer Organization-)Kosten und Grenzen des Marktes
- Für den Versicherungszugang über TriNet ist ein Zusatzaufwand von 1.250 US-Dollar pro Monat erforderlich
- Dadurch steigen die tatsächlichen jährlichen medizinischen Ausgaben auf etwa 55.000 US-Dollar
- Der reguläre Versicherungsmarkt lässt sich in drei Kategorien einteilen
- für Beschäftigte großer Unternehmen
- für gesunde Einzelpersonen (Obamacare usw.)
- für Zuschüsse an Niedrigeinkommenshaushalte (Medicaid usw.)
- Selbstständige fallen in keine dieser drei Gruppen und haben es schwer, eine Police zu finden, die Schwangerschaften unterstützt
- Versicherer können Schwangerschaft nicht ausdrücklich ablehnen, weichen aber aus, indem sie geburtsspezifische Leistungen nicht decken
Fehlen von Wahlmöglichkeiten und ökonomische Beschränkungen
- Als Optionen werden fünf Alternativen genannt
- Beibehaltung einer teuren PPO
- Kündigung der Versicherung, danach Verhandlung auf Barbasis sowie Nutzung von CrowdHealth
- Umstieg auf HMO/EPO und Wechsel zu einer anderen Ärztin bzw. einem anderen Arzt
- Anstellung des Ehepartners/der Ehepartnerin bei einem Großunternehmen
- Aufgabe des eigenen Geschäfts und spätere Festanstellung
- Realistisch bleibt praktisch nur die erste Option, während jährlich 10 bis 30 Stunden in Versicherungsvergleiche und Verhandlungen investiert werden müssen
- Hohe Gesundheitskosten führen dazu, dass auf Neueinstellungen verzichtet wird, mit wirtschaftlichen Folgewirkungen
- Beispiel: Beschäftigte mit Gehältern zwischen 40.000 und 100.000 US-Dollar werden nicht eingestellt
Soziale Ungleichgewichte und Reproduktionskrise
- Der Gesundheitsversicherungsmarkt verlagert den Wohlstand der jungen, produktiven Generation auf ältere Altersgruppen
- In Ermangelung realer Alternativen fühlt man sich als „Teilnehmer am Markt, der faktisch ausgebeutet wird“
- Eine gesellschaftliche Logik wie „Kannst du kein Kind bekommen, dann brauchst du es eben nicht zu tun“ führt zu politischer Radikalisierung und Misstrauen gegenüber dem System
- Ökonomen mögen mit Statistiken behaupten, „alle kommen gut durch die Zeit“, doch die Lücke zu den Erfahrungen im Alltag ist groß
- Fazit: Eine Gesellschaft, in der Vermehrung nicht möglich ist, ist eine Gesellschaft, die ihre Zukunft aufgibt, während Einzelne weiterhin kämpfen müssen, um Familie und Unternehmen zu erhalten
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