3 Punkte von GN⁺ 2025-11-02 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Basierend auf sechs Monaten Nutzung des MacBook Pro M4 sind hier die wichtigsten Eindrücke zu Displayqualität, Akku und Wärmeentwicklung zusammengefasst
  • Das Nano-Textur-Display reduziert Reflexionen hervorragend, und auch eine Verschlechterung der Farbdarstellung ist kaum wahrnehmbar, was für eine sehr angenehme Nutzungsumgebung sorgt
  • Es wurde bewusst das Modell mit dem M4-Chip gewählt, um Wärmeentwicklung und Lüftergeräusche zu minimieren; tatsächlich springt der Lüfter fast nie an
  • Die Akkulaufzeit ist länger als beim früheren MacBook Air M1; bei drei Stunden Videowiedergabe werden nur etwa 10 % Akku verbraucht
  • Die 120-Hz-Bildwiederholrate verbessert nicht nur Animationen, sondern auch die Reaktionsgeschwindigkeit bei Seitenwechseln, sodass der Vorteil hoher Bildwiederholraten deutlich spürbar ist

Nano-Textur-Display

  • Im Apple Store wurden normales Display und Nano-Textur-Display direkt miteinander verglichen
    • Unter der Ladenbeleuchtung zeigte das normale Display deutliche Reflexionen, während das Modell mit Nano-Textur fast gar nicht spiegelte
  • Laut Erklärung eines Mitarbeiters kann die Nano-Textur statt weniger Reflexionen zu einer leicht geringeren Farbbrillanz führen
  • Im praktischen Einsatz war ein Unterschied bei den Farben jedoch kaum wahrnehmbar, und auch im Freien oder am Zugfenster ließ sich das Gerät ohne störende Reflexionen nutzen
  • Deshalb fiel die Wahl auf das MacBook Pro statt auf das MacBook Air; trotz des höheren Gewichts hatte die Displayqualität Priorität

Wahl der Spezifikationen: M4 vs. M4 Pro

  • Da das M4 Pro mehr Wärme erzeugt und stärkere Kühlung benötigt, wurde das Modell mit dem Basis-Chip M4 gewählt
  • Ziel war es, zu vermeiden, dass der Lüfter häufig anspringt
  • Gewählte Konfiguration
    • 14 Zoll Liquid Retina XDR Display (Nano-Textur)
    • Apple M4 Chip (10-Core CPU, 10-Core GPU)
    • 32 GB RAM, 2 TB SSD

Nutzungseindrücke

  • Auch im Ruhezustand wird das Gerät gelegentlich warm; die Ursache ist unklar
  • Der Lüfter läuft fast nie, und in sechs Monaten war nur ein- oder zweimal ein Lüftergeräusch zu hören
  • Die Akkulaufzeit ist ausgezeichnet
    • Bei drei Stunden Videowiedergabe werden 10 % Akku verbraucht
    • Ein Ladegerät muss fast nie mitgenommen werden
  • Der MagSafe-Anschluss ist praktisch, in der Realität ist auf Reisen jedoch ein USB-C-Kabel oft nützlicher

Spürbarer Unterschied durch 120-Hz-Display

  • Die 120-Hz-Bildwiederholrate fällt bei Animationen am stärksten auf, aber auch bei der Geschwindigkeit von Seitenwechseln ist der Unterschied spürbar
  • Zum Beispiel fühlt sich beim Ausführen eines Go-Webservers auf localhost das Navigieren zwischen Seiten schneller an
  • Im Vergleich zu 60 Hz (16,6 ms) halbieren 120 Hz (8,3 ms) die Frame-Latenz; bei Reaktionszeiten unter 8 ms sind damit bis zu doppelt so schnelle Reaktionen möglich
  • Am Computer fällt der Unterschied bei 60 Hz nicht unbedingt stark auf, aber bei Geräten mit vielen Animationen wie Smartphones ist der Vorteil von 120 Hz groß

Fazit

  • Die ideale Kombination wäre MacBook Air + Nano-Textur-Display
  • Obwohl Linux gegenüber macOS bevorzugt wird, unterstützt Asahi Linux das M4 derzeit noch nicht ausreichend, und auch die Ausgabe an externe Displays ist noch unzureichend
  • Aktuell wird das Gerät hauptsächlich privat genutzt und insgesamt als leises Notebook mit hervorragender Energieeffizienz bewertet

3 Kommentare

 
geekdeveng 2025-11-03

Vielen Dank für die gute Rezension 🙏

 
mhj5730 2025-11-03

Ich nutze das M4 Air in der Basisausstattung und bin sehr zufrieden. Für die meisten Aufgaben reicht es problemlos aus, aber wie in dem Beitrag beschrieben kommt es manchmal zu Wärmeentwicklung, obwohl ich solche belastenden Arbeiten gar nicht mache. Ich weiß nicht, woran es liegt, und wenn ich nicht neu starte, bleibt es offenbar weiterhin warm.

 
GN⁺ 2025-11-02
Hacker-News-Kommentare
  • macOS gefällt mir immer noch nicht, deshalb würde ich auf diesem Notebook gern Linux installieren
    Aber Asahi Linux unterstützt noch weder externe Displays noch das M4 richtig, daher ist es für den produktiven Einsatz schwierig
    Da dieser Computer aber nicht für ernsthafte Arbeit gedacht ist, stört mich das nicht besonders

    • Wenn man eine Liste teurer Hobbys aufstellt, kommt es nicht mal in die Spitzengruppe, 3.000 Dollar für einen Computer auszugeben
    • Wenn man in der Schweiz lebt, sind 3.000 Dollar ungefähr der Preis für Mittagessen und einen Espresso
    • Ich fand es lustig, dass „MBA“ zwei Bedeutungen haben kann
    • Auch das MacBook Air ist für ziemlich ernsthafte Arbeit absolut ausreichend. Ich bin selbst auf ein M1 Air umgestiegen und war fast nie enttäuscht
  • Am Computer merke ich 60 Hz kaum, aber auf dem Smartphone fühlen sich 120 Hz deutlich natürlicher an
    Vielleicht wegen der vielen Animationen wirkt 60 Hz inzwischen sogar leicht übelkeitserregend

    • Ich habe selbst einen Test gebaut. Auf einer Seite lief 60 FPS, auf der anderen 30 FPS, und auf einem 60-Hz-Bildschirm war der Unterschied eindeutig
      Auf einem 144-Hz-Bildschirm konnte ich den Unterschied zwischen 72 FPS und 144 FPS aber kaum erkennen
      Deshalb bin ich inzwischen überzeugt, dass Displays mit hoher Bildwiederholrate vor allem Marketing sind
      Ich habe auch den HTML-Testcode geteilt
    • Menschen reagieren auf unterschiedliche Dinge empfindlich. Ich selbst bemerke den Unterschied zwischen 60 Hz und 120 Hz kaum, aber wenn das Kerning seltsam ist, fällt es mir sofort auf
      Das Nano-Texture-Display wirkt unscharf und fühlt sich so an, als hätte es eine geringere Auflösung
    • Ich nutze Monitore mit 160 Hz und 240 Hz, und beim Scrollen ist Ghosting eindeutig geringer
      60 Hz wirkt inzwischen verschwommen, deshalb kann ich das nicht mehr benutzen
    • Auf dem Desktop scrollt man seltener, aber auf dem Handy alle 1 bis 5 Sekunden, daher stört die Unschärfe von 60 Hz dort viel mehr
    • Ich wechsle oft zwischen Android mit 120 Hz und einem iPhone mit 60 Hz, und nach 2 bis 3 Minuten hat sich mein Gehirn daran angepasst
      120 Hz fühlen sich für mich nicht revolutionär an
  • Mein ideales MacBook wäre eine Air-Version mit Nano-Texture-Display
    Im praktischen Einsatz merkt man eine sehr feine matte Textur, und die geringeren Reflexionen fand ich eindeutig angenehm

    • Wenn es dazu noch ein Air mit 120 Hz gäbe, könnte ich eine um 1 Sekunde langsamere Kompilierung problemlos akzeptieren
    • Es ist das erste matte Display seit 2011, deshalb freue ich mich darüber. Ich habe das frühere Modell sechs Jahre lang benutzt und finde es gut, dass es diese Option wieder gibt
    • Wie bei der matten Beschichtung von Dell-Monitoren hat man manchmal kurz den Eindruck eines Regenbogenschimmers, wenn sich Farben mischen
      Trotzdem ist es deutlich besser als das matte Finish eines ThinkPad
    • Die Auflösung des Air ist etwas enttäuschend. Das M1 Air wirkt unschärfer als ein 4K XPS oder ein M4 Pro
      Vermutlich liegt das an der Skalierung des Seitenverhältnisses
    • Die Meinungen zum Nano-Texture-Display gehen auseinander, deshalb habe ich mich am Ende für das vertraute glänzende Display entschieden
  • Das M4 Pro unterstützt bei SDR 1.000 Nits Helligkeit, während Air oder M1 Pro nur bis 500 Nits schaffen

    • Mit der App Vivid kann man die maximale HDR-Helligkeit zwangsweise aktivieren
      Ich nutze das beim Arbeiten im Freien mit dem M3 Pro oft, und ich habe gehört, dass es auch auf älteren Modellen funktioniert
  • Es wirkt typisch für Apple, dass man über zehn Jahre lang auf glänzende Displays gesetzt hat und matt jetzt als „Premium“ verkauft

    • Frühere matte Displays hatten das Problem, Licht zu streuen, Farben auszuwaschen und Pixelkanten zu verwischen
      Glänzende Displays hatten dagegen weniger interne Brechung, stärkeren Farbkontrast und wirkten deutlich schärfer
      Apples Nano-Texture ist ein hochwertiges mattes Finish, das diese Nachteile behebt und in der Herstellung mehr kostet
    • Eigentlich finde ich, dass Apple damals recht hatte. In den meisten Umgebungen sind glänzende Displays deutlich im Vorteil
      Es ist vernünftig, dass nur diejenigen extra zahlen, die wirklich ein mattes Display brauchen
    • Apple ist dem Trend zu glänzenden Displays eher spät gefolgt. HP und Dell waren früher dran
    • Ich hoffe, dass irgendwann auch wieder Premium-Tastaturen mit skulpturierten Tastenkappen oder zusätzlichen Anschlüssen kommen
    • Als Apple-Fan fühlt sich diese Entwicklung wirklich sehr nach Apple an
  • Das Pro-Modell unterstützt 1.600 Nits HDR-Helligkeit und ist deshalb für Foto- oder Videobearbeitung im Vorteil
    Das Air liegt bei 500 Nits, wodurch der Kontrasteindruck deutlich abfällt

    • Mit Brightentosh kann man die Helligkeit zwangsweise erhöhen
      Ich nutze das den ganzen Tag an Orten mit starkem Sonnenlicht, und wenn es aus ist, wirkt es fast so, als wäre der Bildschirm kaputt
    • Für normale Inhalte gilt aber weiterhin die Grenze von 500 Nits, und dank des Kontrastverhältnisses von mini-LED ist der Unterschied nicht riesig
      Es gibt nicht viele Fotografen, die HDR wirklich nutzen
  • Das Nano-Texture-Display beseitigt Reflexionen fast vollständig
    Wenn man es unter der Beleuchtung im Apple Store vergleicht, spiegeln sich die Lichter auf einem normalen Display direkt, beim Nano-Texture-Display sind sie fast unsichtbar
    Für Menschen, die viel im Freien arbeiten, ist das eine stille Wohltat

  • Vor 20 Jahren habe ich ein G3 iBook gekauft und darauf Debian woody betrieben
    Heute nutze ich ein Dell XPS, aber ohne OLED und mit einer eher mäßigen Tastatur
    Ich überlege gerade, ob ich auf aktueller Apple-Hardware wieder ein freies Betriebssystem nutzen kann

    • Asahi Linux hinkt neuer Apple-Hardware stark hinterher
      Deshalb ist ein Linux in einer Vollbild-VM die realistische Lösung
    • Ich habe damals auch Debian auf einem iBook installiert, aber die niedrige Auflösung war unbequem
      Das war noch die Zeit, in der ich mit Sparc-Workstations gearbeitet und verschiedene Architekturen ausprobiert habe
  • Die Hardware des MacBook Pro ist beeindruckend
    Es ist auch gut dafür geeignet, lokale LLMs auszuführen
    Passender Issue-Link

    • Aber ob diese LLMs wirklich nützlich sind, ist eine andere Frage
    • Die GPU unterstützt Compute Shader; wenn man darauf keine lokalen LLMs ausführt, wäre das fast noch seltsamer
    • Kleine Modelle laufen auch auf einem M1 Air
      Für Modelle mit 600B Parametern oder mehr braucht man allerdings völlig absurde Hardware
  • Meinungen zu Modellen mit und ohne Lüfter sind immer interessant
    Ich lebe in einer warmen Region, und wenn ich mehr mache als nur im Browser zu arbeiten, wird die Tastatur so heiß, dass ich kein Air benutzen kann
    Deshalb brauche ich trotz des Geräuschs unbedingt die Lüfter des MacBook Pro und Mac Fan Control