- Ein Ryanair-Flug landete während Sturm Ashley mit starken Winden in Großbritannien mit nur noch Treibstoff für 6 Minuten am Flughafen Manchester
- Das Flugzeug war von Pisa in Italien nach Prestwick in Schottland unterwegs, scheiterte dreimal bei der Landung, erklärte dann einen Notfall und wich nach Manchester aus
- Bei der Landung waren laut Analyse des Flugprotokolls nur noch 220 kg Treibstoff an Bord, was für etwa 5 bis 6 Minuten Flugzeit reichte
- Sowohl Ryanair als auch die britische Air Accidents Investigation Branch (AAIB) führen zu dem Vorfall eine offizielle Untersuchung durch
- Die Passagiere erreichten ihr endgültiges Ziel nach fast zwei Stunden voller Versuche schließlich 10 Stunden später als geplant
Überblick über den Vorfall
- In der vergangenen Woche landete Ryanair-Flug FR3418 während Sturm Ashley mit starken Winden von bis zu 100 mph mit nur noch Treibstoff für 6 Minuten am Flughafen Manchester
- Das Flugzeug war in Pisa in Italien gestartet und hatte den Flughafen Prestwick in Schottland als Ziel
Flugverlauf und Erklärung des Notfalls
- Wegen der durch die starken Winde verursachten Gefahr scheiterten drei Landeversuche am Flughafen Prestwick
- Die Piloten gaben bei nur noch rund 220 kg verbleibendem Treibstoff einen Mayday-Notruf ab, um Treibstoffnot und Priorität bei der Landeerlaubnis geltend zu machen
- Anschließend änderten sie den Kurs zum wetterstabileren Flughafen Manchester
Flugprotokoll und Treibstoffsituation
- Die Analyse eines Fotos des technischen Flugprotokolls (vermutlich handschriftlich) zeigte, dass bei der Landung nur noch 220 kg Treibstoff vorhanden waren
- Fachkundige Piloten bestätigten, dass diese Menge nur noch für 5 bis 6 Minuten Flugzeit ausreichte
- Aus der Protokollanalyse geht hervor, dass beim Abflug der für einen Linienflug erforderliche Reservetreibstoff an Bord war
Offizielle Stellungnahmen und Untersuchung
- Ryanair erklärte: „Der Vorfall wurde den zuständigen Behörden gemeldet, und da derzeit eine offizielle Untersuchung läuft, geben wir keine weiteren Stellungnahmen ab.“
- Auch die britische Air Accidents Investigation Branch (AAIB) bestätigte offiziell, eine eigene Untersuchung eingeleitet zu haben
- Die Behörde betonte, dass es sich um einen schwerwiegenden Vorfall mit Umleitung von Prestwick nach Manchester handele
- Ermittler hätten mit der Sicherung von Beweisen und der Klärung des Hergangs begonnen
Aussagen von Passagieren und Stimmung an Bord
- Es handelte sich um eine Boeing 737-800, die bis zu 189 Passagiere befördern kann
- Der Passagier Alexander Marchi sagte, dass es während der Landeversuche starke Turbulenzen gegeben habe und auch ein Ausweichversuch nach Edinburgh gescheitert sei
- Durch die Landeversuche und das Ausweichen dauerte der Flug insgesamt mehr als zwei Stunden
- Die Passagiere seien zunächst ruhig geblieben, hätten sich nach dem zweiten gescheiterten Landeversuch wegen der starken Bewegungen des Flugzeugs jedoch Sorgen gemacht
- Schließlich kamen die Passagiere von Manchester nach Prestwick 10 Stunden später als geplant an
Einschätzung eines Luftfahrtexperten
- Ein Pilot bewertete die Lage so: „Unter 2.000 kg Treibstoff bei der Landung wird man angespannt, unter 1.500 kg ist die Lage ernst, und in diesem Fall war es eine Situation kurz vor einem katastrophalen Unfall.“
2 Kommentare
Ryanair sollte man einfach grundsätzlich meiden … absolut furchtbar..
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