Qualcomm übernimmt Arduino
(reuters.com)Reuters: Qualcomm übernimmt die Open-Source-Elektronikplattform Arduino
-
Bekanntgabe der Übernahme
Das in San Diego in den USA ansässige Halbleiterunternehmen Qualcomm hat bekannt gegeben, die italienische Non-Profit-Organisation Arduino zu übernehmen. Arduino entwickelt Hardware und Software für die Entwicklung von Prototypen für Roboter und elektronische Geräte. Der Kaufpreis wurde nicht offengelegt. -
Größere Motivation & strategische Geschäftsausweitung
Qualcomm ist ursprünglich als Anbieter von Chipsätzen für Mobiltelefone bekannt, hat sein Geschäft jedoch auf verschiedene Bereiche wie vernetzte Fahrzeuge, kabellose Ohrhörer, Laptops und Industriemaschinen ausgeweitet. Mit dieser Übernahme sichert sich Qualcomm die Arduino-Plattform mit einer Entwickler-Community von mehr als 33 Millionen Menschen. -
Garantie für Unabhängigkeit von Marke und Betrieb
Qualcomm erklärte, dass Arduino seine eigene Marke, seine Werkzeuge und seine Mission beibehalten werde. Hard- und Software von Arduino sind auch mit Produkten verschiedener Chiphersteller außer Qualcomm kompatibel, und die Unterstützung für Chips anderer Hersteller soll auch künftig fortgeführt werden. -
Pläne für neue Produkte und Entwickler-Tools
Qualcomm plant die Einführung eines neuen Entwicklungsboards für Arduino, das mit Qualcomms „Dragonwing“-Prozessor ausgestattet sein soll. Das Board soll so konzipiert werden, dass es in Robotern und anderen Anwendungen Rechenleistung auf dem Niveau von Computern oder Smartphones sowie gleichzeitig Echtzeitsteuerung bieten kann. Außerdem soll ein neues Coding-Tool namens „AppLab“ vorgestellt werden, das die Lücke zwischen Code für Roboter und künstlicher Intelligenz (fortgeschrittener Code) schließen soll.
ChatGPT wurde gebeten, den englischsprachigen Artikel unter dem Link zusammenzufassen und zu übersetzen.
3 Kommentare
Zusammen mit der Einführung des uno_q-Boards ist die Nachricht von der Übernahme von Arduino so überraschend, dass man sich fast fragt, ob es so eine Meldung schon einmal in der Vergangenheit gab. Auch das im Qboard eingesetzte STM32 und das Funkmodul dürften wohl mit der künftigen Partnerschaft zu tun haben. Persönlich halte ich das für eine Nachricht, die den Beginn des Zeitalters von Elektronikprodukten mit Entwicklerboards ankündigt, auf die Nutzer Firmware aufspielen können, plus Erweiterungs-Shields/Breakout-Boards/sonstigen Modulen.
Ich habe die überraschende Nachricht über die Übernahme mitgebracht.
Ich frage mich, was nun aus den bestehenden Partnerschaften mit Espressif, NordicSemi usw. wird.
Und dann ist da noch das 32-Bit-Uno-R4-Gerät, das Renesas-Chips verwendet hat. Vielleicht überlegen sie ja, Broadcom+Raspberry Pi Konkurrenz zu machen (persönlich halte ich das eher für schwierig), und ob Arduino den Übergang zu 32 Bit tatsächlich erfolgreich schaffen kann, ist in vielerlei Hinsicht eine interessante Nachricht.