2 Punkte von GN⁺ 2025-10-06 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Das Buchstabenmuseum Berlin wird nach einer verlängerten Öffnung bis Herbst 2025 schließen
  • Die aktuelle Ausstellung beleuchtet Schriftzüge von Schildern deutscher Warenhäuser von den 1980er-Jahren bis heute
  • Mit dem Verschwinden bekannter Warenhausketten wie Galeria Karstadt Kaufhof verschwindet auch die ikonische Typografie der Stadt
  • Die Ausstellung hebt die historische Bedeutung der für Warenhäuser typischen Architektur- und Schrift-Ikonen hervor
  • Besucherinnen und Besucher können im Ausstellungsraum ausgewählte ausgestellte Buchstabenobjekte kaufen

Final Sale – Vom Warenhaus ins Museum

Verlängerung und zentrales Ausstellungsthema

  • Das Buchstabenmuseum Berlin informiert über eine letzte Verlängerung bis Herbst 2025
  • Die Ausstellung widmet sich alten Schriftzügen deutscher großer Warenhäuser von 1980 bis heute
  • Im Fokus stehen Horten, Quelle, Hertie, Kaufhof, Karstadt und andere Namen und Schriftzüge von Unternehmen, die aus den Innenstädten Deutschlands zunehmend verschwinden

Wandel von Stadt und Typografie

  • Die Schließung von Filialen großer Warenhausketten wie Galeria Karstadt Kaufhof schreitet allmählich voran
  • Dadurch verschwinden auch markante, auf Warenhausschildern basierende Schriftbilder, die Teil des Stadtbilds waren

Ziel der Ausstellung und Ausstellungserlebnis

  • Die Ausstellung „FINAL SALE“ stellt die Bedeutung und Geschichte der Beziehung zwischen Schrift und Warenhaus aus der Perspektive der Buchstabenformen und der Stadtgeschichte vor
  • Sie rückt den früheren Stellenwert der Warenhäuser, ihre Architektur sowie ihre charakteristischen Logos und Schrift-Ikonen erneut ins Blickfeld
  • Besucherinnen und Besucher erhalten die Möglichkeit, einige der ausgestellten Buchstabenobjekte direkt vor Ort zu kaufen

Informationen zum Ausstellungsort

  • Die Ausstellung findet im Buchstabenmuseum in den Räumen der Stadtbahnbögen im Hansaviertel statt
  • Für Interessierte ist dies die letzte Gelegenheit, die städtische und kulturelle Bedeutung von Warenhaus-Schriftzügen zu erleben und selbst zu besitzen

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-10-06
Hacker-News-Kommentare
  • Wenn man bedenkt, dass Berlin ein Zentrum der modernen Typografie ist, ist diese Nachricht wirklich bedauerlich. Spiekermanns Einfluss auf den deutschsprachigen Raum und darüber hinaus ist kaum zu überschätzen. Wer nach Berlin kommt und sich für das Buchstabenmuseum interessiert, sollte vielleicht auch die abgestürzte Raumstation crashed space station (C-base) besuchen. Passender Link
    • Das Museum Der Dinge ist ebenfalls absolut einen Besuch wert. Passender Link
  • Zum Grund der Schließung hieß es offiziell: „Wegen der Fixkosten und unzureichender finanzieller Unterstützung hatten wir keine andere Wahl, als diese Entscheidung zu treffen. Dazu kommt, dass die allgemeine Kultursituation in Berlin sehr instabil ist. Auch für uns war dies eine sehr schwierige Entscheidung.“ Link zum Original
    • Kann jemand erklären, was mit „die Kultursituation in Berlin ist instabil“ genau gemeint ist?
    • Ich frage mich ebenfalls, was sie mit der Kultursituation meinen.
  • Wirklich schade. Ich werde in ein paar Wochen zum ersten Mal Berlin besuchen und wollte dort eigentlich vorbeischauen. Falls jemand ähnliche Orte in Berlin empfehlen kann, die zu einem „Geek“-Geschmack passen, wäre ich dankbar.
    • Das Computerspielemuseum ist einen Besuch wert. Passender Link
    • Das Technikmuseum hat viele technikbezogene Ausstellungen, und im separaten Gebäude Spectrum gibt es viele interaktive wissenschaftliche Experimente. Als Kind war ich dort immer mit großer Begeisterung. Passender Link
    • Ich weiß nicht, ob das zum Geek-Geschmack passt, aber die Führungen von Berliner Unterwelten kann ich ebenfalls empfehlen. Sie sind wirklich großartig. Touren gibt es auch auf Englisch. Passender Link
  • Berlin ist mit seiner ganzen Innenstadt ein Freilichtmuseum der Typografie.
    • Wien ist genauso, eine Traumstadt für Typografen.
  • Danke fürs Posten. Ich habe mir die Zeit genommen und mich etwa eine Stunde lang mit großer Freude umgesehen. Schade, dass andere diese Erfahrung in Zukunft nicht mehr machen können. Da dieses Museum aber mit verschiedenen Institutionen und in beratender Form zusammengearbeitet hat, hoffe ich, dass solche Aktivitäten auch nach der Schließung weitergehen.
  • Einen ähnlichen Ort gibt es mit dem Neon Museum in Warschau. Passender Link
  • Ich war vor Kurzem selbst dort, und es ist wirklich sehr schade. Ich hoffe, dass die Sammlung an einen guten Ort kommt.
  • Gut, dass ich diesen Beitrag noch am letzten Tag gesehen habe. Ich plane, heute hinzugehen. Typografie ist wirklich ein faszinierendes Feld.
  • Schade, ich wusste gar nicht, dass es so einen Ort gibt. Ich frage mich, wo andere solche Orte eigentlich finden.
  • Ein Scherz darüber, warum man überhaupt ein Museum über „Backstabbing“ brauchen sollte.
    • Streng genommen ist es ein auf „bookstaffing“ spezialisiertes Museum. Passender Link