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  • Schweden hat einen hohen Anteil digitaler Zahlungen, während die Nutzung von Bargeld sehr gering ist
  • Auch bei schwerwiegenden Störungen der Datenkommunikation muss die Bezahlung von Lebensmitteln oder Medikamenten per Karte möglich sein
  • Alle am Kartenzahlungsverkehr Beteiligten setzen regulatorische und technische Maßnahmen zur Einführung von Offline-Zahlungen um
  • Die Riksbank führt den Prozess an und überwacht den Umsetzungsstand
  • Nach dem 1. Juli 2026 soll auch eine Ausweitung von Offline-Zahlungen auf andere Zahlungsmittel als Karten geprüft werden

Bedeutung der Einführung von Offline-Kartenzahlungen

  • In Schweden werden die meisten Zahlungen digital abgewickelt, und die Bargeldnutzung ist sehr gering
  • Dass Bürgerinnen und Bürger beim Kauf essenzieller Güter wie Lebensmitteln und Medikamenten auch bei schweren Netzwerkstörungen mit Karte zahlen können, ist ein wichtiger Meilenstein zur Stärkung der Krisenvorsorge

Zusammenarbeit der Branche zur Ausweitung von Offline-Zahlungen

  • Durch diese Vereinbarung führen die am schwedischen Kartenzahlungsverkehr beteiligten Akteure (Kartenausgeber, Kartennetzwerke, Zahlungsdienstleister, Einzelhandel, Riksbank) verschiedene Maßnahmen ein, um die Verfügbarkeit von Offline-Kartenzahlungen zu erhöhen
    • Finanzinstitute und andere werden den entsprechenden Regulierungsrahmen überarbeiten
    • Der Einzelhandel führt technische Lösungen zur Unterstützung von Offline-Zahlungen ein
  • Die Riksbank übernimmt die Leitung des gesamten Prozesses und überprüft den Gesamtstand der Einführung

Größere Beteiligung und Krisenvorsorge

  • Obwohl die Regulierung der Riksbank nur auf einen Teil der Akteure Anwendung findet, wird positiv bewertet, dass sich viele am Kartenzahlungsverkehr beteiligte Stellen freiwillig und verantwortungsbewusst an Maßnahmen zur Notfallvorsorge der Zahlungsinfrastruktur beteiligen

Geltungsbereich von Offline-Zahlungen und weitere Pläne

  • Die Funktion für Offline-Zahlungen gilt beim Kauf essenzieller Güter wie Lebensmitteln, Medikamenten und Kraftstoff unter Verwendung einer physischen Zahlungskarte und eines PIN-Codes
  • Die Riksbank plant, auch nach dem 1. Juli 2026 weitere Untersuchungen fortzusetzen, damit Offline-Zahlungen auch mit anderen Zahlungsmethoden als Karten (z. B. mobilen Zahlungen) möglich werden

Kontakt

  • Kontakt: Press Office, +46 8-7870200

Informationsaktualisierung

  • Aktualisiert: 10. März 2025

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-10-04
Hacker-News-Kommentare
  • Es geht nicht um Barzahlung, sondern um Offline-Kartenzahlungen. Im Flugzeug werden Kreditkarten auch ohne Internetverbindung akzeptiert. Das ist ein kreditbasiertes System, deshalb werden Debitkarten nicht angenommen. Wenn man also genug Vertrauen hat, um per Karte zu zahlen, gibt man erst das Sandwich heraus und verarbeitet die Zahlung später am Boden. Wahrscheinlich ist diese Debatte ebenfalls in dem Kontext zu sehen, dass man Menschen Waren des Grundbedarfs auf Vertrauensbasis geben kann und dann abrechnet, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist

    • Ich erinnere mich, dass ich 2000 meine erste Kreditkarte benutzt habe. Damals waren Kartenleser noch nicht weit verbreitet, daher wurde in Geschäften oft mit einem „Imprinter“ die Kartenform auf Papier geprägt und dann unterschrieben. Auch das war an sich eine Offline-Zahlung. Ich denke, man könnte so einen Ansatz auch heute noch in gewisser Weise ähnlich anwenden. Wikipedia zu Kreditkarten-Imprintern
    • Der EMV-Standard unterstützt Offline-Zahlungsabläufe schon seit langer Zeit. Um 2011 waren in Finnland kontaktlose Offline-Zahlungen der Standard und fast sofort abgeschlossen. Im Vereinigten Königreich musste man dagegen länger warten, und der Grund dafür liegt, wenn man nachforscht, in genau diesem Zahlungsablauf. Die Karte selbst hat verschiedene Risikozähler und entscheidet eigenständig, ob eine Offline-Autorisierung möglich ist. Das Terminal kann zusätzlich eigene Richtlinien haben. Banken und Gateways nehmen intern unglaublich viele Feinabstimmungen vor
    • Ich erinnere mich an die alten Kartenleser, bei denen man Belege bekam, in die die Kartennummern vertieft eingeprägt waren. Deshalb waren die Kreditkartennummern höher geprägt als die Karte selbst. Wikipedia zu Kreditkarten-Imprintern
    • Auf meiner Garmin-Uhr ist Garmin Pay installiert. Das funktioniert auch ohne Telefon. Vermutlich wird im Hintergrund ein Kontostand oder eine Art Freigabe in der App zwischengespeichert, sodass Zahlungen bis zu einem begrenzten Betrag voraussichtlich genehmigt werden
    • Eine kurze Geschichte der Kartenzahlung: Früher konnten sowohl geprägte Kredit- als auch Debitkarten im Flugzeug verwendet werden. Die Karten waren geprägt, weil Offline-Verarbeitung nötig war. Später existierten Maschinen, Offline-Chip-/Magnetzahlungen und Online-Zahlungen parallel. In Europa brauchte man normalerweise einen Bonitätsnachweis, damit geprägte Karten akzeptiert wurden, und bei Offline-Zahlungen galt die Annahme, dass man wie bei einem Scheck das Limit überschreiten konnte. Mit dem Aufkommen von Online-Zahlungen kamen dann Karten wie Visa Electron und Maestro, die keine Offline-Zahlung konnten und das Limit nicht überschreiten ließen. Heute verschwimmen diese Grenzen, die meisten Karten sind nicht mehr geprägt, und die Regeln sind zugleich verworrener und einfacher geworden
  • Ich möchte ein Beispiel für den gesellschaftlichen Kontext geben. Als ich in Schweden lebte, nutzten Schweden faktisch kein Bargeld. Es gibt unterschwellig die Wahrnehmung, Bargeld sei schmutzig oder werde für Kriminalität verwendet, und die meisten haben es gar nicht erst dabei. Lokale Zahlungssysteme wie Swish sind mit der Personenkennziffer verknüpft und dadurch extrem bequem. Das wirkte lange friedlich, doch mit den wachsenden Spannungen in Europa und zunehmenden Cyberangriffen kam plötzlich die Sorge auf, dass man Lebensmittel, Medikamente und Alltagsgüter nicht mehr kaufen könnte. Danach empfahl die Regierung, für große Cyberangriffe weiterhin Bargeld bereitzuhalten. Kulturelle Gewohnheiten ändern sich jedoch nicht so leicht. Das klingt vielleicht kompliziert, hilft aber dabei, den Hintergrund des Politikwechsels zu verstehen

    • Ich frage mich, ob der Eindruck „Bargeld ist kriminell“ nicht eher aus einigen wenigen Erfahrungen stammt. Ich habe 30 Jahre in Schweden gelebt und nie gehört, dass jemand Bargeld als schmutzig oder kriminell bezeichnet. Die meisten nutzen einfach Karten, weil sie bequemer sind und weil bei Verlust das Geld nicht sofort weg ist, also aus Sicherheitsgründen. Wer ungern größere Geldbeträge mit sich herumträgt, findet Karten meist praktischer
    • Ich lebe im ländlichen Amerika und habe von einer Frau gehört, die ein Date ablehnte, weil der Mann mit Karte zahlen wollte und das als unmännlich galt. Hier gibt es die Wahrnehmung, Karten seien etwas, das „von oben“ kontrolliert werde und dem Staat Überwachung und Steuereintreibung ermögliche
    • Die Bargeldkultur in Europa unterscheidet sich von Land zu Land wirklich enorm. In Österreich waren digitale Zahlungen fast unmöglich, und in Deutschland war es kaum anders. Das bezieht sich auf Erfahrungen von vor drei Jahren
    • Auch in Neuseeland wird fast kein Bargeld mehr verwendet. Mehr als 85 % aller Zahlungen laufen elektronisch. Der Umgang mit Bargeld ist lästig und riskant, daher akzeptieren manche Geschäfte überhaupt kein Bargeld mehr. Trotzdem hält dort niemand Bargeld für schmutzig, sondern einfach nur für unpraktisch. Und seit den 1980er Jahren konnten Zahlungssysteme dort immer auch offline funktionieren
    • Die Aussage „Bargeld ist schmutzig und kriminell“ ist übertrieben und falsch. Ich bin ebenfalls Schwede und nutze Bargeld durchaus regelmäßig
  • Ich hatte den Ausdruck „DNS without asking“ schon oft gesehen und früher gedankenlos als „DNS ohne Benachrichtigung“ verstanden. Tatsächlich bedeutete es aber „Do Not Schedule without asking“. In diesem Zusammenhang frage ich mich, wie man ohne Internet verlässliche Entscheidungen treffen kann. Früher gab es statt Internet Telefonbücher und statt Karten Bargeld. Sowohl Telefonbücher als auch Bargeld hatten Probleme, waren aber „gut genug“. Wie baut man so etwas in der digitalen Welt nach? Vielleicht indem Netzwerke ihre Referenzquellen periodisch aktualisieren, aber auch die Ausgabe von Tokens erfordert letztlich gelegentliche Verbindungen zu anderen Knoten. Am Ende braucht man also ein Mittel, das lokal für eine gewisse Zeit durchhält. Hat das womöglich denselben Ursprung wie die dänische Politik, alle 50 km Notfalllager anzulegen? Geht es um Kriegsvorsorge?

    • Ja, es geht um Kriegsvorbereitung. In einer aktuellen Veröffentlichung der Riksbank steht, dass Kartenzahlungen auch ohne Internet möglich sein müssen. (Link)
  • Ich habe Japans FeliCa-basiertes Verkehrs-/E-Payment-System (Suica, iD usw.) verwendet, und es war bei Offline-Zahlungen wirklich schnell und sicher genug. Das Guthaben wird direkt auf der Karte gespeichert und vor allem an Automaten oder in der U-Bahn genutzt. Das Suica-Guthabenlimit ist mit 20.000 Yen eher niedrig, und auch kreditkartenverknüpfte Varianten unterscheiden sich beim Limit nicht stark. In letzter Zeit werden sie zwar zunehmend von Visa-/Mastercard-Touch-Zahlungen verdrängt, aber dort, wo Geschwindigkeit und Offline-Zahlung wichtig sind, spielen sie weiterhin ihre Stärken aus. Wikipedia zu FeliCa

    • Deutschlands Electronic Cash bzw. Girocard funktioniert ähnlich. Sie basiert auf Smartcards und unterstützt Offline-Zahlungen, aber ziemlich viele Menschen nutzen nur den Online-Modus und das Offline-Limit ist niedrig. Wikipedia zu Electronic Cash
    • Es gibt zwar Suica-Karten mit Kreditkartenanbindung, aber das Suica-Limit liegt weiterhin bei 20.000 Yen. Es ist nur automatisches Aufladen möglich. Außerhalb des Großraums Tokio funktionierte das automatische Aufladen teils nicht zuverlässig. Mit Passmo gab es kaum Probleme. Vielleicht gibt es irgendwo Karten mit höherem Limit
    • In Taiwan gibt es ähnliche Systeme wie EasyCard und iCash. In Ostasien ist es allgemein üblich, dass man mit Verkehrskarten auch Kleinbeträge bezahlen kann. Dank solcher Systeme lassen sich bei manchen Kleinbetragszahlungen Visa-/Mastercard-/Amex-Gebühren vermeiden; andere Regierungen könnten sich daran ein Beispiel nehmen
    • Hongkongs Octopus ist ebenfalls ausgezeichnet
  • Ist „The online function“ nicht vielleicht ein Tippfehler für „offline function“? Wenn das Ziel so gemeint ist, soll man offenbar mit Karte+PIN offline Lebensmittel, Treibstoff und Medikamente kaufen können. Technisch könnte man wohl periodisch Listen gesperrter Karten an alle Terminals verteilen. Selbst wenn man die Kartenliste landesweit als Hash verwaltet, wäre der Speicherbedarf überschaubar. Oder sollen bei fehlerhaften Zahlungen während einer Offline-Phase die Karteninhaber später über die ursprünglich registrierten Kontaktdaten nachverfolgt werden?

    • Der EMVCo-Standard existiert bereits seit Langem. Offline-Zahlungen im Nahverkehr oder an Bord von Flugzeugen basieren alle darauf. Üblicherweise gibt es Sperrlisten für betrügerische Karten, aber in der Praxis ist viel wichtiger, klar festzulegen, wer bei Offline-Zahlungen haftet und bis zu welchem Betrag autorisiert werden darf. Wikipedia zu EMV Offline Data Authentication
    • Die Karte selbst speichert Guthaben oder Nutzungslimits, sodass Zahlungen bis zu einem gewissen Betrag auch offline automatisch autorisiert werden. Im Vereinigten Königreich sieht man oft, dass NFC-Kleinbetragszahlungen in vielen Geschäften offline sofort genehmigt werden. Wenn nach einer Verlustmeldung trotzdem noch eine Zahlung autorisiert wurde, erstattet die Bank den Betrag und belastet das Geschäft. Deshalb konfigurieren manche Läden ihre Terminals so, dass nur Online-Zahlungen erlaubt sind
    • Wahrscheinlich ist es tatsächlich ein Tippfehler. EMV (Chipkarten) kann lokal bei Bedingungen wie „zu großer Betrag“ oder „zu viele aufeinanderfolgende Offline-Zahlungen“ eine Online-Autorisierung erzwingen. Die kartenausgebende Bank legt solche Regeln fest. Eine Echtzeitaktualisierung von Sperrlisten wäre dafür wohl gar nicht nötig
  • In den Niederlanden gab es eine reine Offline-Chipfunktion namens „chipknip“. Weil man sie separat aufladen musste, wurde sie unpopulär. Sie war von Mitte der 1990er bis 2015 in Gebrauch, und das maximale Ladevolumen lag bei 500 Euro. Man musste an einer Ladestation neben dem Geldautomaten Geld vom Hauptkonto auf diesen separaten Chip übertragen

    • Schweden hatte etwas Ähnliches namens „cash card“, das sich vor Ort aber nie durchsetzen konnte und praktisch kaum genutzt wurde. Es war einfach weniger praktisch als eine normale Debitkarte. Wikipedia zur cash card auf Schwedisch
  • Früher prägte man die geprägten Kartendaten auf Papier, zog zwei Durchschläge und reichte sie bei der Bank ein; die Gültigkeit der Karte wurde telefonisch geprüft. In der Praxis rief man fast nie an. Wikipedia zu Kreditkarten-Imprintern

    • Ich erinnere mich an das „Katsching“-Geräusch. Deshalb waren die Zahlen auf Karten überhaupt erst erhaben geprägt
  • Wenn es um den Rückgang der Bargeldnutzung oder um digitale Währungen geht, macht mich das oft unruhig. Auch wenn auf vielen Websites datenschutzfreundliche Meinungen dominieren, entsteht real oft eine Atmosphäre, in der Menschen, die Bargeld verwenden, eher misstrauisch beäugt oder kriminalisiert werden. (Die Moral der Steuerhinterziehung einmal ausgeklammert.) Wenn Bargeld am Ende neutralisiert wird, führt das zu staatlicher Kontrolle und digitalen Währungen, und als Ersatz bleibt dann wohl nur Blockchain/Krypto. Schon jetzt erfüllt es in begrenztem Umfang diese Rolle

    • In den letzten Jahren bin ich mehrmals durch eine zufällige Kette von Unglücksfällen in echte Schwierigkeiten geraten. Ich glaube, all diese Probleme hängen damit zusammen, dass wir verschiedenste Institutionen – soziale Medien, Banken, Smartphones/App-Stores usw. – mitten in unser Leben gestellt und uns zu stark von „bequemen“ Lösungen treiben lassen haben. Sobald die alten, umständlichen Systeme abgeschafft und die neuen halb verpflichtend werden, merken wir gar nicht mehr, wie viel wir verloren haben. Wenn man etwa auf Reisen in einer Stadt Telefon und Geldbeutel verliert und bei der Bank nur mit dem Reisepass Bargeld abheben will, bekommt man oft kein Geld mehr. Geldautomaten verlangen eine Karte, Gebühren sind hoch und Limits niedrig. Banken erfüllen ihre traditionelle Rolle nicht mehr, sondern werden zu „Software-Institutionen“. Ohne Telefon und 2FA kommt man in keinen Dienst mehr hinein, genauso wenig in Verkehrs- oder Bezahl-Apps. Ohne Facebook kommt man teils nicht einmal an Veranstaltungsinformationen. Wenn man solche Unannehmlichkeiten erlebt, ist es bitter zu sehen, dass man als Mensch oder Mitglied der Gesellschaft „zwingend“ Facebook, ein Smartphone und ein Bankkonto haben soll
    • Es wurde gesagt, „Krypto wird den Ersatz liefern“, aber ich glaube nicht, dass das stimmt. Wenn Bargeld wie in China unmöglich wird, wird Krypto ebenfalls verboten und kann kein Ersatz sein
    • Ich frage mich, ob Offline-Kryptozahlungen nicht sehr schwer umzusetzen sind
    • Ich stimme der Prognose nicht zu, dass Kryptowährungen Bargeld ersetzen werden. Man könnte herkömmliche elektronische Zahlungen vielleicht einfach als „Krypto“ bezeichnen, aber inhaltlich würde sich nicht viel ändern
  • Streng genommen sind Offline-Kartenzahlungen bereits umgesetzt. Siehe zum Beispiel die Dokumentation von Square. (Square-Dokumentation) Allerdings müssen alle Beteiligten – Kartenanbieter, Zahlungsnetz, Händler – zustimmen, und es gibt Limits. In der Pressemitteilung der Riksbank stehen detailliertere Erwartungen (Riksbank-PDF)

    • Im Kern ist es eine Frage der Kreditvergabe. Entscheidend ist also, wer das Kreditrisiko trägt und wie nach einer Offline-Transaktion bei Wiederherstellung des Systems die Verrechnung und Streitfälle behandelt werden
  • Letztlich ist Offline-Kartenzahlung also nur die Neuerfindung des „Schecks“

    • In Neuseeland habe ich noch nie jemanden erlebt, der Schecks mochte. Inzwischen sind sie ganz verschwunden. Es gibt keinen Grund, ihnen nachzutrauern
    • Ich frage mich, wer den Verlust trägt, wenn ein Offline-Scheck oder elektronischer Scheck platzt. Liegt das beim Händler, oder übernimmt das Zahlungsnetz zumindest einen Teil? Je länger ich darüber nachdenke, desto fragwürdiger erscheint mir der praktische Nutzen, weil es Betrug geradezu einladen könnte
    • Man muss nur an die alten „Karten-Klatschmaschinen“ denken
    • Schecks hatten auch Sicherheitsmechanismen wie Zahlungsbestätigung. Es gab Indossament, Verrechnungsschecks und weitere Funktionen. Weil sie dennoch unsicher waren, entstanden bankbestätigte Schecks bzw. Bankschecks. Diese Struktur wirkt der Offline-Kartenzahlung ähnlicher. Genau genommen kann man auch Bargeld als eine vom Staat ausgegebene Schuldanerkennung sehen. Letztlich, denke ich, spielt auch Schwedens kulturelle Sicht auf Bargeld in diesen Zusammenhang hinein