- The Franklin Institute (TFI) in Philadelphia ist als Ort in Erinnerung geblieben, an dem sinnliche und reale Erfahrungen möglich waren
- Bei einem aktuellen Besuch zeigte sich, dass die meisten Ausstellungen durch bildschirmzentrierte Touchscreens ersetzt wurden
- Physische Exponate zum Anfassen stehen an den Rand gedrängt und werden zudem nur unzureichend gewartet
- Es wird betont, dass reale Erfahrungen, die Sinne und Erleben anregen, den Kern eines Museums ausmachen sollten
- Es wird dafür plädiert, dass Museen statt bildschirmzentrierter Erlebnisse wieder eine lebendige Verbindung zur realen Welt herstellen sollten
Erinnerungen an das TFI in der Kindheit und an reale Erfahrungen
- The Franklin Institute (TFI) in Philadelphia ist als ein Ort eingeprägt, der voller sinnlicher und physischer Ausstellungen war, die man tatsächlich berühren und mit denen man spielen konnte
- Die Erinnerungen daran, wissenschaftliche Phänomene durch eigenes Experimentieren und Spielen erlebt zu haben, sind kostbar
- Beim erneuten Besuch mit der Familie und dem eigenen Kind war die Vorfreude groß, die Erinnerungen von damals noch einmal zu erleben
Der Wandel der Ausstellungen: ein bildschirmzentriertes Museum
- In der ersten besuchten Ausstellungshalle, Wondrous Space, standen interaktive Spiele auf Touchscreens im Mittelpunkt der Ausstellung
- Echte Exponate zum Thema Weltraum konnte man nur aus der Nähe betrachten, aber weder anfassen noch damit experimentieren
- Ein Spiel, in dem man auf einem Bildschirm eine Rakete „entwirft“, wirkte eher als dämpfender Faktor für das Interesse und lag weit entfernt von der wissenschaftlichen Faszination einer unmittelbaren Erfahrung mit den Händen
- Bildschirmabhängige Ausstellungen haben sich im ganzen Museum verbreitet; auch in Body Odyssey, SportsZone und anderen Bereichen stehen Screens im Zentrum
- Einige verwenden körperbasierte Sensoren ähnlich wie Kinect, doch die Reaktionen bleiben letztlich softwarebasierte Simulationen
Die Vernachlässigung physischer Ausstellungen und direkter Erfahrungen
- Die Ausstellungen zum direkten Anfassen und Experimentieren, die in der Kindheit beeindruckten, sind nur noch in kleiner Zahl in ruhigen Ecken wie Sir Isaac’s Loft und Air Show übrig geblieben
- In diesen Bereichen gibt es keine Bildschirme; man kann Objekte und Kräfte direkt erleben, weshalb sich dort Kinder verschiedensten Alters versammeln
- Erfahrungen mit Blöcken und Flaschenzügen, das Erzeugen von Lissajous-Kurven durch Schwingungen, Experimente zu Druckveränderungen in einem Zylinder oder Ausstellungen zur Visualisierung von Schallwellen wecken großes Interesse bei Kindern
- Diese Ausstellungen haben jedoch Probleme mit mangelnder Wartung, teilweisen Fehlfunktionen und strukturellen Defekten
- Auch das bekannte Experimentiergerät mit Drehsessel und Gyroskop ist zu groß oder weist zu viel Reibung auf, um reibungslos zu funktionieren
Grenzen und Kritik bildschirmzentrierter Ausstellungen
- Es ist deutlich zu sehen, dass sich die Budgetprioritäten des Museums in Richtung screenbasierter Ausstellungen verschoben haben
- Zwar scheint man viele Kosten und viel Leidenschaft in zentral platzierte Screens investiert zu haben, doch die Richtung ist aus Sicht des Autors falsch
- Es wird betont, dass ein Museum ein Ort ist, an dem reale Dinge durch direktes Sehen, Berühren und Erleben die Sinne und die Neugier wecken
- Eine bloß videospielartige Erfahrung sei etwas, das man auch auf dem Handy oder zu Hause haben kann, und entspreche keinem echten hands-on-Erlebnis
- Es wird unterstrichen, dass das Gehirn und die Neugier eines Kindes durch reale Erfahrungen angeregt werden und dass Touchscreens diese Rolle nicht ersetzen können
Vorschläge zur Rolle und Veränderung von Museen
- Es wird analysiert, dass Museen aus der Vorstellung heraus, mit digitalen Bildschirmen konkurrieren zu müssen, letztlich in eine „Nivellierung von Erfahrungen nach unten“ zugunsten von Screens geraten sind
- Jetzt sei der Zeitpunkt, zur eigentlichen Rolle des Museums zurückzukehren, digitale Screens zu entfernen und sich auf physische und sinnliche Erfahrungen zu konzentrieren, die Kinder in der realen Welt machen können
- Gerade Kinder brauchen mehr Verbindung zur realen Welt statt zu Bildschirmen
- Es wird eingeräumt, dass sich ein Besuch des TFI allein wegen der schönen Rotunde und der vernachlässigten hands-on-Ausstellungen noch immer lohnt
- Es wird betont, dass die Reinvestition des Bildschirm-Budgets in „echte, interaktive Wissenschaftsexponate“ der Weg sei, die Mission des Museums wiederherzustellen
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