BYTE-Magazin Visual Archive
(byte.tsundoku.io)- Ein visuelles Archiv, das die umfangreichen alten Ausgaben des BYTE-Magazins digital bewahrt und Vergrößern sowie Durchsuchen ermöglicht
- Da die gescannten Original-Magazinseiten als PDFs in hoher Auflösung bereitgestellt werden, lassen sich sowohl Texte als auch Abbildungen präzise prüfen
- Nutzer können die Magazinseiten wie in einem Kartendienst vergrößern (Zoom in/out) oder per Drag an die gewünschte Stelle verschieben
- In jeder Ausgabe oder auf jeder Seite ist eine Inhaltssuche (Textsuche) per Suchbegriff möglich
- Über Filter wie Ausgabennummer, Jahr und Schlüsselwort lässt sich schnell auf den gewünschten Zeitraum oder Themenbereich zugreifen
Einsatzmöglichkeiten
- Geeignet für Technikgeschichtsforschung, Trendanalysen im IT-Bereich und Materialien zum Retro-Computing
- Schafft eine Umgebung, in der Softwareentwickler und Studierende die frühere Entwicklung der IT und wichtige Artikel leicht erkunden können
Vorteile
- Ein kostenfreies, auf Open Data basierendes Archiv, auf das die Öffentlichkeit leicht zugreifen kann
- Interaktive Archivumsetzung, die die User Experience verbessert und die Erkundung sinnvoller Informationen unterstützt
Fazit
- Das BYTE-Magazin wird mit einer modernen Oberfläche digital neu interpretiert, sodass die wertvollen Aufzeichnungen der IT-Geschichte dauerhaft nutzbar bleiben
3 Kommentare
Es wäre schön, wenn man das auch mit Mikrosoftware, Computerschulung (Maicom) usw. so machen könnte …
Wow ... das weckt Erinnerungen daran, wie ich als Kind in der Buchhandlung ehrfürchtig durch die Seiten des BYTE-Magazins mit ihrer griffigen Haptik geblättert habe
Hacker-News-Kommentare
Was ist Microform?
Video über Mikrofiche
Ich frage mich, warum der Gesamtumfang des Magazins über die Jahrzehnte geschrumpft ist und warum der Höhepunkt ungefähr 82–83 lag.
Als Alternativen bei den Bildformaten gäbe es avif und webp, aber png hat den Vorteil, dass das Format in der späten BYTE-Zeit 1996–1998 bereits existierte.
"Die vollständige PNG-Spezifikation wurde am 1. Oktober 1996 vom W3C (World Wide Web Consortium) genehmigt und am 15. Januar 1997 als RFC 2083 veröffentlicht."
Interessant ist, dass ich selbst mit Suche nichts über GIF/PNG-Debatten oder die Einführung von PNG finde, dafür aber etwas zu WebNFS, OLiVR/VDOLive (Wavelet-Video) und FIF (Fractal Image Format). Vermutlich hatte das keinen direkten Bezug zu BYTE
Bei BYTE gingen in den 90ern insbesondere die Anzeigen für Mailorder-Dienste stark zurück. Das lag auch daran, dass sich die Leserschaft mit Computerinteresse verändert hatte und es nicht mehr nötig war, Preise für CPUs oder SRAM hinten im Heft abzudrucken. Mailorder-Anbieter pflegten ihre Kundenlisten dann selbst und verschickten Kataloge direkt per Post. Mit dem Übergang ins 32-Bit-CPU-Zeitalter waren die Produkte zudem nicht mehr so leicht selbst zusammenzubauen, sodass die meisten Hobbyentwickler keinen einfachen Zugang mehr hatten.
Ich mochte BYTE in den 1980ern wirklich sehr und habe unglaublich viel daraus gelernt. Auch Steve Ciarcias Hardware-Projekte waren jeden Monat spannend, und behandelt wurden Themen wie Datenstrukturen, Sprachen, Dateisysteme und vieles mehr. Ich vermisse bis heute dieses monatliche Vergnügen
Es überrascht mich, dass der Künstler Robert Tinney nicht erwähnt wurde. Er hat viele BYTE-Titelillustrationen gezeichnet, und darunter waren wirklich erstaunliche Arbeiten. Ich finde, er hat faszinierende Ideen hervorragend eingefangen. Ich habe ihn einmal auf einer Computermesse persönlich getroffen, war aber so ehrfürchtig, dass ich kein richtiges Gespräch zustande brachte. Stattdessen habe ich ihm einfach meine Bewunderung für seine Werke ausgedrückt und ein T-Shirt mit einem seiner Bilder gekauft
Es scheint dieses schwer fassbare Gefühl gut wiederzubeleben, das man früher beim langsamen Umblättern alter Magazinseiten hatte. Verglichen mit der heutigen Entdeckung über endloses Scrollen und algorithmische Feeds im Web und in mobilen Apps ist das eine sehr andere und frische Erfahrung
(Heutzutage kann man solche Erfahrungen auch mit dem Scientific American-Archiv machen, aber ein 170 Jahre altes original gebundenes Exemplar direkt in der Hand zu halten, ist noch einmal etwas anderes)
Entscheidend ist die Komplexität beziehungsweise der Aufwand, sämtliche Seiten beliebiger Formate als ein einziges Bild zu erfassen, zu katalogisieren und einzupflegen.
Unabhängig davon halte ich es allein schon für ein beeindruckendes Projekt, so etwas für BYTE umgesetzt zu haben
Seltsamerweise empfinde ich dabei nicht allzu viel wehmütige Nostalgie. Die Umstände in jener Zeit waren nämlich nicht besonders gut