- Google plant, ab 2026 nur noch Apps von verifizierten Entwicklern auf verifizierten Android-Geräten installieren zu lassen
- Diese Richtlinie gilt für alle Installationswege und umfasst neben dem Play Store auch Drittanbieter-App-Stores sowie die direkte Installation von APK-Dateien
- Google erklärt die Einführung dieser Maßnahme damit, die Verbreitung gefälschter und schädlicher Apps zu verhindern und wiederholt böswillige Akteure wirksamer auszuschließen
- Für nichtkommerzielle Entwickler (Studierende, Hobbyentwickler) und kommerzielle Entwickler werden separate Verifizierungsverfahren eingerichtet
- Ab September 2026 wird die Richtlinie zunächst in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand eingeführt und soll 2027 weltweit ausgeweitet werden
Überblick über Googles neue Richtlinie zur Verifizierung von Android-App-Entwicklern
- Google plant, ab 2026 zur Abwehr von Malware und Finanzbetrug nur noch Apps von verifizierten Entwicklern auf verifizierten Android-Geräten installieren zu lassen
- Die Richtlinie gilt für Play-Protect-fähige Geräte und Geräte mit vorinstallierten Google-Apps und betrifft nicht nur den Play Store, sondern auch Drittanbieter-App-Stores und direktes APK-Sideloading
Details der Richtlinie
- Im Play Store wurde bereits 2023 eine ähnliche Pflicht zur Entwicklerverifizierung eingeführt; künftig gilt sie jedoch in gleicher Weise für alle Installations- und Distributionswege
- Google vergleicht dies mit einer „ID-Kontrolle am Flughafen“ und betont, dass nur die Identität des Entwicklers überprüft wird, unabhängig vom Inhalt oder der Herkunft der App
- Ziel ist es, zu verhindern, dass Verbreiter schädlicher Apps unmittelbar nach einer Löschung neue schädliche Apps veröffentlichen, und den Schaden durch überzeugend wirkende gefälschte Apps zu verringern
- Laut Google ist die Malware-Rate bei per Internet sideloaded installierten Apps mehr als 50-mal höher als im Play Store
Auswirkungen auf Nutzer und Entwickler
- Die Freiheit bei der App-Verbreitung bleibt erhalten; Entwickler können ihre Apps Nutzern weiterhin auf beliebige Weise bereitstellen
- Für Entwickler, die ausschließlich außerhalb von Google Play vertreiben, wird eine separate Android Developer Console eingerichtet; für Studierende und Hobbyentwickler gibt es einen anderen Verifizierungsablauf als für kommerzielle Entwickler
- Entwickler, die über Google Play vertreiben, erfüllen die entsprechenden Anforderungen wahrscheinlich bereits in der Play Console (bei Organisationen ist eine D-U-N-S-Nummer erforderlich)
- Ab Oktober 2024 können einige Entwickler mit dem Verifizierungsprozess beginnen; ab März 2026 soll er vollständig geöffnet werden
Einführungszeitplan und betroffene Länder
- Im September 2026 sind Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand die ersten Länder, in denen die Regelung gilt
Der Grund ist, dass diese Länder besonders stark von entsprechenden Betrugs-Apps betroffen waren
- Ab 2027 ist eine weltweite vollständige Einführung vorgesehen
- Auf verifizierten Android-Geräten in den jeweiligen Regionen können dann nur noch Apps installiert werden, die von verifizierten Entwicklern registriert wurden
Reaktionen wichtiger Institutionen und Behörden
- Das indonesische Ministerium für Kommunikation und Information bewertet dies als „ausgewogene Wahrung der Offenheit von Android und des Schutzes der Nutzer“
- Das thailändische Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft bezeichnet es als „positive und proaktive Sicherheitsmaßnahme“ und verweist auf die Übereinstimmung mit der nationalen Politik zur digitalen Sicherheit
- Der brasilianische Bankenverband (FEBRABAN) bezeichnet dies als „bedeutenden Fortschritt beim Schutz der Nutzer und bei der Sicherstellung von Verantwortlichkeit“
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