- Der kroatische Freitaucher Vitomir Maričić hat mit 29 Minuten und 3 Sekunden unter Verwendung von Sauerstoff den Weltrekord für das längste Luftanhalten gebrochen.
- Der Rekord wurde im Juni 2024 in einem Hotelpool in Opatija, Kroatien, vor offiziellen Kampfrichtern und 100 Zuschauern aufgestellt.
- Für den Rekordversuch absolvierte er zuvor eine Sauerstoff-Atemvorbereitung, ein nach den offiziellen Regeln zulässiges Verfahren.
- Den bisherigen Rekord hielt Budimir Šobat (2021 mit 24 Minuten 37 Sekunden), womit der neue Wert um mehr als 4 Minuten darüber liegt.
- Diese Methode ist eine hochanspruchsvolle Technik, die etwa bei Filmaufnahmen und im professionellen Freitauchen ein extremes Maß an körperlicher Entspannung und Atemfokussierung erfordert.
Hintergrund und Bedeutung des Rekords
- Der Weltrekord im Luftanhalten mit Sauerstoffunterstützung ist nicht nur eine Frage der körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern hat auch etwas von einer Zaubervorführung.
- Auch der US-Magier David Blaine hielt diesen Rekord einst.
- Der aktuelle Rekordhalter Vitomir Maričić aus Kroatien hat bereits mehrere Auszeichnungen im klassischen Freitauchen gewonnen.
Wie der Rekord zustande kam
- Vitomir Maričić stellte mit 29 Minuten und 3 Sekunden einen neuen Guinness World Record (GWR) auf.
- Er übertraf die bisherige Bestmarke um mehr als 4 Minuten.
- Der Rekord wurde am 14. Juni 2024 in einem 3 Meter tiefen Indoor-Pool in Opatija, Kroatien, vor Zuschauern und 5 offiziellen Kampfrichtern erzielt.
- Der Herausforderer atmet in der Vorbereitungsphase Sauerstoff ein, ein laut GWR-Richtlinien für bis zu 30 Minuten erlaubter Prozess.
- Bei diesem Rekordversuch lag er flach auf dem Beckenboden.
Eindrücke während des Versuchs und körperliche Reaktionen
- Nach 20 Minuten fühlte er sich mental ruhiger, körperlich wurde es jedoch zunehmend schwieriger, insbesondere wegen Zwerchfellkrämpfen.
- Er erklärte, dass mentale Konzentration sowie die Unterstützung durch Team, Familie und Freunde eine große Hilfe gewesen seien.
Entwicklung der Weltrekorde und Vergleich
- Den vorherigen GWR-Rekord hatte der ebenfalls aus Kroatien stammende Budimir Šobat 2021 im Alter von 56 Jahren mit 24 Minuten 37 Sekunden aufgestellt und damit die alte Marke um 34 Sekunden übertroffen.
- 2008 stellte David Blaine in einer TV-Show mit 17 Minuten 4 Sekunden einen neuen Rekord auf.
- Der offizielle AIDA-Weltrekord im statischen Apnoetauchen (mit Luft) liegt bei 11 Minuten 35 Sekunden, aufgestellt 2013 vom Franzosen Stéphane Mifsud.
- Die GWR-Disziplin Static Dive hält der Serbe Branko Petrović mit 11 Minuten 54 Sekunden.
- Maričićs persönliche Bestleistung in statischer AIDA-Apnoe liegt bei 10 Minuten 8 Sekunden.
- 2021 stellte er außerdem einen Weltrekord über 107 m Gehen mit nur einem Atemzug auf.
Die Technik und das Prinzip des Sauerstoff-Pre-Breathing
- Sauerstoff-Pre-Breathing wird auch bei manchen Filmaufnahmen eingesetzt, damit Schauspieler lange unter Wasser bleiben können.
- Es handelt sich um einen Denitrogenisierungsprozess, bei dem Stickstoff in der Lunge durch Sauerstoff ersetzt wird, wodurch sich die im Körper verfügbare Sauerstoffmenge von normalerweise etwa 450 ml auf bis zu rund 3 Liter erhöhen kann.
- Wird die CO2-Ansammlung reduziert, setzt der Atemreiz später ein, wodurch sich die „sichere Apnoezeit“ verlängert.
- Der Prozess erfordert extreme entspannte Bauchatmung, eine Senkung der Herzfrequenz, tiefe körperliche und mentale Entspannung sowie ein hohes Maß an Selbstwahrnehmung und mentaler Kontrolle.
Weiterführender Artikel
- Zusätzlich sind Links zu verschiedenen Meldungen über Freitauchen, Luftanhalten und Unfälle im Zusammenhang mit dem Rekord enthalten.
1 Kommentare
Hacker-News-Meinungen
CO2 tables), und ich konnte mich auch ziemlich schnell auf 5 Minuten steigern. Ein „Trick“ ist Hyperventilation, aber die würde ich niemals empfehlen. Hyperventilation bläst CO2 stark ab und kann so die Zeit des Luftanhaltens verlängern, aber dann kommt das CO2-Warnsignal viel zu spät, wodurch Ohnmachtsgefahr entsteht. Tatsächlich ist genau dieses Signal der wichtigste Überlebensmechanismus. Vor allem vor dem Tauchen kann Hyperventilation leicht zum Bewusstseinsverlust führen, daher unbedingt vorsichtig sein.packing, also zusätzlich Luft in die Lungen drücken, oder einfach immer wieder Tiernamen aufsagen. Dann fragte ich mich aber, wie groß das Risiko für Hirnschäden ist, und fand dazu keine klare wissenschaftliche Grundlage.winhoff-Methode. Das kann man sogar zu Hause auf dem Sofa machen, also immer wieder üben, solange man nicht in einer gefährlichen Situation ist (z. B. beim Fahren). Man kann es auch einfach wie beim Aufblasen eines Ballons testen (trotzdem wegen der Risiken vorsichtig sein). Mit diesem Training konnte ich in einem olympischen Becken zweimal die volle Länge unter Wasser schwimmen, ohne Luft zu holen, und wichtig war, langsame und gleichmäßige Züge beizubehalten.