- Wegen der Sorge, dass Hyundais BlueLink das Fahrzeug aus der Ferne verfolgen und steuern kann, wird der vollständige Ausbau des Mobilfunkmoduls beim Kona EV dokumentiert.
- Zunächst wurde die BlueLink-Anmeldung beim Händler verweigert und das Fahrzeugmikrofon getrennt, um die Möglichkeit zu blockieren, Gespräche im Innenraum zu übertragen.
- Nach dem Zerlegen der Audio-Head Unit wurden die Verbindungen von Cellular-Modem und Antennenkabeln geprüft und anschließend entfernt; die Sirius XM-Funktion wurde beibehalten, da sie nur Empfang bietet.
- Nach dem Entfernen des Moduls blieb die BlueLink-Taste unreaktiv, während Fahrzeugfunktionen und die Anzeige von Fahrdaten nicht beeinträchtigt wurden.
- Damit wurde die Verbindung zu externen Netzwerken vollständig gekappt und das Risiko von Fernüberwachung und -eingriff entfernt.
Hintergrund der BlueLink-Sperrung
- Eine Struktur, bei der ein Fahrzeug wie bei Tesla dauerhaft mit der Hersteller-Cloud verbunden ist und dadurch Fernsteuerung sowie Datenübertragung möglich sind, wurde als unerwünscht betrachtet.
- Hyundai BlueLink kann anscheinend bereits allein anhand der VIN Fernbefehle ausführen, was Sicherheits- und Datenschutzbedenken aufwirft.
- Obwohl der Dienstzugang verweigert wurde, ist die Mobilfunkverbindung im Auslieferungszustand möglich, daher ist eine physische Trennung erforderlich.
Schritt 1: Mikrofon deaktivieren
- Entfernen des Mikrofons im Innenraumgerät
- Die Bluetooth-Telefonfunktion geht verloren, aber die Möglichkeit, Gespräche nach außen zu übertragen, wird ausgeschaltet.
- Als Alternative wird auch das Einspeisen von Rauschen in die Mikrofonleitung erwähnt.
Schritt 2: Position des Cellular-Modems ermitteln
- Mit Hilfe der Schaltpläne und der LTE/CDMA-Markierungen wurde daraus geschlossen, dass sich das Modem im Audio-/Video-Head Unit befindet.
- Dashboard-Panel und Zierverkleidung wurden abgenommen, um die Head Unit auszubauen.
- Beim Basismodell (SEL) sind alle Radio-, GPS- und Cellular-Antennen mit dieser Einheit verbunden.
Schritt 3: Modem entfernen
- In der Head Unit wurde eine Platine mit einem von Continental gefertigten Cellular-Modul und einem angeschlossenen Sirius XM-Empfangsmodul identifiziert.
- Das Modem ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eSIM-basiert, es wird ein Verizon-basiertes Datennetz vermutet.
- Nach dem Trennen der 2 Modenantennen (Loop-Sharkfin und Unterkante des Armaturenbretts) wurde das Modul entfernt.
- Sirius XM wurde beibehalten; ebenso wie die Verbindung zum P-CAN-Bus des Fahrzeugs.
Schritt 4: Wieder zusammenbauen und testen
- Nach dem Wiederzusammenbau ohne Modul arbeitet das Fahrzeug normal, die BlueLink-Taste bleibt jedoch ohne Reaktion.
- Datum- und Uhrzeiteinstellung waren zeitweise durcheinander, wurden aber durch einen Reset behoben.
- Sirius XM wird nur in der kostenlosen Periode genutzt; danach ist eine Kündigung vorgesehen.
Vergleich mit Tesla und Betonung des Datenschutzrechts
- Tesla ist so ausgelegt, dass das Fahrzeug stets mit der Tesla-Cloud verbunden sein muss.
- Diese erzwungene Datenübertragung erhöht wegen fehlender Nutzerkontrolle das Risiko von Datenschutzverstößen.
- Alle Nutzer haben das Recht, die ungewollte Weitergabe von Daten zu vermeiden.
Ergebnis
- Der komplette Mobile-Kommunikationspfad des Fahrzeugs wurde entfernt, sodass ein Zustand ohne mögliche Fernüberwachung und Fernsteuerung erreicht wurde.
- Wesentliche Fahrzeugfunktionen wie die Anzeige von Fahrdaten wurden nicht beeinflusst.
- Durch die physische Trennung wird ein langfristiger Sicherheits- und Datenschutzschutz sichergestellt.
- Beim Kauf oder Betrieb eines Fahrzeugs ist es wichtig, die Trennung der Datennetzwerkverbindung anzufordern und selbst durchzuführen, um die Privatsphäre zu sichern.
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