Nerdige Business-Kennzahlen: Meetings pro Entscheidung, PowerPoints pro Launch und mehr [Übersetzung]
(blogbyash.com)Amüsante und wichtige Kennzahlen – Beobachtungen aus Alltag und Business
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Micromort
- Eine Risikoeinheit mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1.000.000, tödlich zu enden.
- Je nach Aktivität und pro Stunde lässt sich das Risiko quantifizieren, sodass Risiken verschiedener Verhaltensweisen (Skydive, Fahrradfahren usw.) verglichen werden können.
- Mit einem LLM lassen sich sogar Detailabschätzungen abrufen, etwa: „Sag mir den Micromort fürs Fahrradfahren am Tag in der Vorstadt.“
- Kernpunkt: Vergleichbar, wenn man die Expositionszeit normalisiert.
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Alltags-/Beziehungskennzahlen
- Kosten pro Stunde Freude (Cost per Hour of Pleasure, CPHP):
Je häufiger ein Produkt genutzt wird, desto niedriger ist der CPHP. Konzerte oder Sportschauen sind teuer, ein häufig genutztes Laufband hingegen günstig. - Beschwerden pro Stunde (Complaints per Hour, CPH):
Je mehr Beschwerden es gibt, desto negativer wird die Gesprächsatmosphäre. Unterhaltende Beschwerden können diesen Effekt aber teilweise ausgleichen. - Handy-Checks pro Stunde (Phone Pickups per Hour):
In langweiligen oder anstrengenden Situationen steigt die Frequenz. Der Autor nutzt dafür einen Timer-Safe. - Anteil Conversational Autopilot (% Conversational Autopilot):
Anteil automatisch ablaufender Gesprächsphasen wie Vorstellungsrunde oder Small Talk. Liegt er über 75 %, möchte man den Platz schnell verlassen.
- Kosten pro Stunde Freude (Cost per Hour of Pleasure, CPHP):
Reale Business-Kennzahlen
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Lügen pro Sekunde (Lies per Second, LPS)
- Ein Maß dafür, wie häufig Übertreibung, Lüge und Datenverfälschung in Startup- und Business-Präsentationen auftreten.
- Beispiele: Aussagen mit angeblichen statt echten Kunden, ausgelassene Zahlen, Entfernung von Achsen/Legenden usw.
- Ein hoher LPS ist ein Zeichen für sinkende Meeting-Effizienz – dann ist es oft richtig, schneller zu enden.
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Meetings pro Entscheidung (Meetings per Decision Ratio, MPDR)
- Beschreibt quantitativ, wie viele Meetings nötig sind, um zu Entscheidungen zu kommen, und diagnostiziert wiederholte bzw. unnötige Diskussionen.
- Er steigt bei fehlendem Owner, unklaren Freigaben/Zielen und häufigen Änderungen stark.
- Hohe MPDR-Werte zeigen Verbesserungsbedarf in der Verantwortung- und Befugniskette an.
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Zeit bis zur ersten Ausrede (Time to First Excuse, TFE)
- Die verstrichene Zeit in Minuten oder Sekunden, bis nach der Veröffentlichung von Erfolg oder Misserfolg die erste Ausrede fällt.
- Je kürzer TFE, desto tiefer die Kultur der Verantwortungsabwehr; bei fast 0 ein Signal für Teamwechsel.
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Verhältnis von Zahlen zu Text (Numbers vs Text Ratio)
- Je nach Wachstumsphase eines Unternehmens verschiebt sich der Anteil von Text (Story) ↔ Zahlen (Daten).
- Um die Series-B-Phase herum sollte es mit Zahlenmaterial gefüllt sein, damit Glaubwürdigkeit statt Träumerei vermittelt wird.
- Zahlenmangel führt zu Vertrauensverlust; zu viel reiner Text ist auch nicht gut.
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PowerPoints pro Launch (PowerPoints per Launch, PPPL)
- Wie viele PPTs/Reports pro Launch eines neuen Produkts oder einer neuen Funktion erstellt werden.
- Im Startup-Umfeld liegt PPPL fast bei 0. Bei wachsender Organisation kann es zu einem Death by PowerPoint werden.
- Für agile Umsetzung braucht es eine Senkung von PPPL und direkte Führungskräfte auf Top-Management-Ebene.
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Dollar pro IQ-Punkt (Dollar per IQ Point)
- Personalkosten pro IQ-Punkt bei Talentakquise.
- Elitäre Top-Unis können ein gutes Verhältnis von Leistung zu Gehalt haben, in unteren Rängen gilt oft das Gegenteil.
- Extremfall: Wer die unteren 10 % von Stanford einstellt, hat eine schlechte Kostenquote pro IQ.
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Entscheidung-zu-Überlegungs-Verhältnis (Decision to Rumination Ratio)
- Unabhängig davon, ob eine Entscheidung groß oder klein ist, ist die Dauer der Überlegungsphase nicht zwangsläufig proportional.
- Auch echte Lebensentscheidungen (Heirat, Umzug, Jobwechsel etc.) werden überraschenderweise oft impulsiv getroffen.
- Zu viel Zeit in kleine Entscheidungen zu investieren ist ebenfalls ineffizient.
Schlusspunkt
- Diese Kennzahlen wirken etwas „nerdig“, können aber reale Werkzeuge sein, um Team- oder Organisationsprobleme zu quantifizieren und zu erkennen.
- „Wenn AI-Meetingprotokolle, automatisierte Fact-Checker usw. ausgereift sind, wird es möglich werden, LPS auch als Echtzeit-Warnsystem zu erkennen.“
- Wenn man diese Kennzahlen zur internen oder persönlichen Verbesserungsanalyse testet, kann man unerwartet viel Spaß und Einsicht gewinnen.
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