Zum geistigen Eigentum bei Schriftarten…
(en.wikipedia.org)In letzter Zeit habe ich viele Anfragen zum Urheberrecht bekommen, nachdem ich eine 8-Bit-Bitmap aus der Apple-II-Ära namens 6x2x1 in TrueType usw. konvertiert und geteilt habe…
Kurzfassung in einer Zeile: Eine Bitmap-Schrift, die eine nicht patentierte Schriftart mit einem nicht patentierten Kodierungsverfahren anordnet, ist kein urheberrechtlich geschützter Gegenstand.
Ich bin kein Jurist; meine Auslegung von Gesetzen hat keinerlei rechtliche Bindungswirkung, und ich übernehme keinerlei rechtliche Verantwortung für diese Auslegung.
TL;DR In Korea, den USA und den meisten anderen Ländern sind Schriftarten (Typeface; das Design der Buchstaben) nicht urheberrechtlich geschützt. TrueType-Fonts (Font; die konkrete Implementierung einer Schriftart) usw. gelten als eine Art Software und sind daher urheberrechtlich geschützt.
ChatGPT-Zusammenfassung
Im Folgenden eine Zusammenfassung des Dokuments „Intellectual property protection of typefaces“:
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🛡️ 1. Grundlegende Begriffsunterscheidung
• Typeface: die äußere Form der Zeichen, also das eigentliche Schrift-Design
• Font: der Computercode und die Softwareform, die dieses Design umsetzen
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🎨 2. Wichtige Schutzformen nach Ländern
USA (U.S.)
• Typefaces (Schrift-Designs) sind nicht urheberrechtlich geschützt. Nach dem Urteil Eltra Corp. v. Ringer von 1978 und der Regelung von 1992 (37 CFR § 202.1(e)) wird das Design selbst als utilitarian object angesehen und daher nicht geschützt
• Font-Software (Computerprogramme) kann urheberrechtlich geschützt sein. Im Fall Adobe vs. Southern Software wurde die Vervielfältigung von Adobes Font-Code als Urheberrechtsverletzung anerkannt
• Design Patent: Das eigentliche Design der Buchstabenform kann geschützt werden. Das erste U.S.-Designpatent betraf 1842 eine Typeface. Die Schutzdauer beträgt 15 Jahre nach Patenterteilung
• Trademark: Schriftartnamen können markenrechtlich geschützt sein (z. B. Times New Roman, Palatino)
Europa (Großbritannien, Deutschland, Frankreich usw.)
• Das Typeface-Design selbst wird durch Urheberrecht oder Industriedesignrecht geschützt.
• Großbritannien: Das Urheberrechtsgesetz von 1988 nennt den Schutz von Typeface-Designs ausdrücklich; die Schutzdauer beträgt in der Regel 25 Jahre, allerdings mit Ausnahmen für die Nutzung im Druck
• Deutschland: 1981 trat ein Sondergesetz („Schriftzeichengesetz“) in Kraft; automatischer Schutz für 10 Jahre nach Veröffentlichung, mit Verlängerung um 15 Jahre bis maximal 25 Jahre
Weitere Länder
• Irland: Schutz bis 15 Jahre nach Veröffentlichung
• Israel: Es gibt Fälle, in denen für die Hadassah-Schrift ein eigenes Urheberrecht anerkannt wurde
• Japan: Wegen der vorrangigen praktischen Funktion nicht urheberrechtlich geschützt
• Russland: In einer rechtlichen Grauzone können Typefaces als urheberrechtlich geschützte Werke behandelt werden
• Südkorea: Der Oberste Gerichtshof stufte sie als „Mittel zur Informationsübermittlung“ ein und erkannte für Typefaces selbst kein Urheberrecht an
• Schweiz: Es gibt kein ausdrückliches Gesetz; je nach Zuständigkeit ist Schutz möglich, aber selten. Namen können markenrechtlich geschützt werden
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📄 3. Vergleich der rechtlichen Schutzinstrumente
Schutzgegenstand USA Europa / einige Länder
Typeface-Design ❌ vom Schutz ausgenommen ✅ Schutz durch Urheberrecht oder Industriedesignrecht (bis zu 25 Jahre)
Font-Datei (Software) ✅ urheberrechtlich geschützt ✅ geschützt
Designpatent ✅ möglich (bis zu 15 Jahre) in einigen Ländern möglich
Markenrecht ✅ Schutz für Schriftartnamen möglich ✅ Schutz für Schriftartnamen möglich
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⚖️ 4. Wichtige Fälle
• Eltra Corp. v. Ringer (1978): Das U.S. Federal Court of Appeals entschied, dass Typeface-Designs nicht urheberrechtlich geschützt sind
• Adobe Systems vs. Southern Software (späte 1990er): Die Vervielfältigung des auf control‑points basierenden Codes der Adobe-Utopia-Schrift wurde als Urheberrechtsverletzung eingestuft. Digitale Fonts sind in ihrer Code-Seite geschützt
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🧾 5. Praktische Implikationen
• Wenn man ein Schrift-Design lizenzieren will:
• In den USA braucht man eine Lizenz für die Font-Datei (Software) und den Namen (Marke)
• In Europa und in Ländern mit einschlägigem Schutz ist auch für das Typeface-Design selbst eine Lizenz erforderlich
• Wichtig ist die Prüfung der EULA (End User License Agreement) – sie enthält oft Beschränkungen für Nutzung, Änderung und Weitergabe von Fonts
• Bei neuen Technologien wie KI-basierter Font-Erzeugung werden die Beurteilung von Urheberrecht und Schöpfungshöhe komplexer
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✅ Zusammenfassung
• USA: Das Design selbst ist nicht geschützt, Font-Software-Code und Namen können jedoch geschützt sein. Auch über Designpatente ist Schutz möglich
• Die meisten europäischen Länder: Sie schützen Typefaces selbst als Design oder urheberrechtlich, mit einer Gültigkeit von bis zu etwa 25 Jahren
• Korea und Japan sowie einige andere Länder: Ein Schutz des Designs selbst wird nicht anerkannt
9 Kommentare
Ein typischer Gegenfall ist etwa
Eunggeulkkol. Dabei wurden Schriftarten durch das Scannen von Druckerzeugnissen erstellt, weshalb es fast überall Probleme gibt; darunter gibt es auch Fälle, in denen ein Unternehmen Einwände erhoben hat. Das Unternehmen legte Einspruch ein, und Park Won-gyu, der die Schrift verpackt hatte, stimmte der Löschung zu, aber Eun Gwang-hui, der die Scans selbst angefertigt hatte, verweigerte seine Zustimmung bis zuletzt. Wie es ausgegangen wäre, wenn der Fall bis zum Ende vor Gericht gegangen wäre, weiß man nicht, aber in der Praxis ist es tatsächlich ein Problem.Man meidet es ja nicht aus Angst vor Dreck.
Es gibt zwar Präzedenzfälle, in denen das Urheberrecht an Schriftdesigns nicht anerkannt wurde,
https://www.law.go.kr/%ED%8C%90%EB%A1%80/(94%EB%88%845632)
aber ich sollte wohl nachsehen, ob es auch Präzedenzfälle gibt, in denen das Urheberrecht an Schriftdesigns anerkannt wurde.
Soweit ich weiß, gab es einmal eine Kontroverse, weil eine koreanische Muttergesellschaft offizielle Schreiben wegen einer Urheberrechtsverletzung bei der Nutzung von Fonts verschickt hatte, aber anscheinend war das in Wirklichkeit unwirksam.
Für Fonts wie TrueType usw., die als Software gelten, besteht Urheberrecht. Das habe ich zwar auch so im Text geschrieben, aber …?
Soweit ich es verstanden habe, bleibt das Urheberrecht an Schriftarten nur auf der Software-Ebene geschützt (z. B. bei unbefugtem Kopieren oder Teilen von Font-Dateien im Format
ttfoderotf).Wenn sie nicht in Softwareform, sondern in Druckerzeugnissen oder Videos verwendet werden, gilt das wohl nicht als Urheberrechtsverletzung. (Unabhängig von der Urheberrechtsverletzung kann es allerdings ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen sein.)
Ja, deshalb wird in den Nutzungsbedingungen festgelegt, dass sie nicht für andere als die jeweiligen vorgesehenen Zwecke verwendet werden dürfen.
Da das hier nicht gepostet wurde, stelle ich erst einmal die Schriftart vor, hehe
Wenn ich das sehe, denke ich, dass es vielleicht keine schlechte Idee wäre, wenn es Tell GN gäbe.
https://de.news.hada.io/topic?id=22048
Ich habe es gepostet. Ich frage mich zwar, ob man wirklich so weit gehen muss, aber ... -_-;