- Drei aktuelle Mini-NAS-Modelle mit NVMe-SSDs und Intel-N100/N150-Chips sind erschienen
- Alle NAS-Modelle bieten niedrigen Stromverbrauch, kompakten Formfaktor und 2,5-Gbps-Netzwerk, haben aber jeweils kleinere individuelle Nachteile
- Das GMKtec G9 punktet mit einem vernünftigen Preis, hatte jedoch Kühlungsprobleme und wurde deshalb überarbeitet
- Das Aiffro K100 ist am kleinsten und besonders energieeffizient, einige Funktionen sind jedoch eingeschränkt und der Preis ist hoch
- Das Beelink ME mini ist sehr erweiterbar und leise, allerdings kann es durch Bandbreitenaufteilung über mehrere NVMe-Slots zu Leistungsverlusten kommen
Gesamtzusammenfassung
Wandel bei NAS-Storage im Homelab
- Beschrieben wird der Wechsel von einem klassischen 24U-Rack zu einem kleinen Mini-Rack und damit ein Umfeld, das ein NAS mit geringer Kapazität und hoher Effizienz erfordert
- Durch den Umzug des YouTube-Kanal-Setups sank der Bedarf an Speicherplatz, sodass der Fokus auf NVMe-basiertem Storage mit etwa 6 TB liegt
- Drei in den letzten zwölf Monaten erschienene Mini-NAS-Modelle wurden direkt getestet und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile zusammengefasst
Überblick über den Vergleich der drei aktuellen Mini-NAS
- Alle drei Modelle basieren auf Intel N100/N150, nutzen bis zu 9 Lanes von PCIe Gen 3 und bieten 4 bis 6 M.2-NVMe-SSD-Slots
- 2,5-Gbps-Netzwerk ist standardmäßig vorhanden, bei GMKtec und Beelink kommen Dual-2,5-Gbps-NICs zum Einsatz
- Jedes Produkt bringt eigene Unterschiede und Kompromisse bei Größe, Kühlung, Netzwerk und Speichererweiterbarkeit mit
GMKtec G9
- Preislich sehr attraktiv, doch frühe Modelle hatten Kühlungsprobleme: Bei Nutzung aller vier NVMe-Laufwerke traten Hitze- und Stabilitätsprobleme auf
- Später folgte eine Design-Revision, unter anderem mit größeren Lüftungsschlitzen; die neueste überarbeitete Version muss jedoch noch weiter getestet werden
Aiffro K100
- Bietet den kleinsten Formfaktor und ein Metallgehäuse; ein großer Kühlkörper inklusive VRM sowie ausreichend seitliche Lüftungsöffnungen verbessern die Kühlung
- Durch den Wegfall von eMMC kann das Betriebssystem nur auf einer NVMe-SSD oder per USB installiert werden; außerdem gibt es kein Wi‑Fi und nur einen einzelnen 2,5-Gbps-Port
- BIOS-Anpassungsoptionen sind eingeschränkt, insgesamt arbeitet das Gerät aber sehr leise und stromsparend
- Höchster Preis der drei Modelle (mehr als 100 US-Dollar teurer als das G9)
Beelink ME mini
- Arbeitet leiser und nutzt ein Apple Trash Can ähnliches „Kamin“-Kühlkörperdesign; selbst im Performance-Modus trat im Test kein thermisches Throttling auf
- Bietet 6 NVMe-Slots (5 mit x1, 1 mit x2); ist im x2-Slot bereits eine SSD vorinstalliert, ergibt sich ein Leistungsvorteil
- Verfügt über integriertes eMMC (64 GB), das im Test für eine Ubuntu-Installation genutzt wurde
- Das Netzteil ist in das Gehäuse integriert; im Test traten dadurch keine Wärmeprobleme auf
- Die Temperaturen liegen etwas höher als beim K100, was jedoch an der standardmäßig aktiveren Performance-Konfiguration liegt
Leistung und Fazit
- Alle drei NAS liefern mindestens 250 MB/s Lese-/Schreibleistung; beim Beelink kann es zu gewissen Leistungseinbußen kommen, wenn mehrere NVMe-Slots nur mit x1-Bandbreite betrieben werden
- Das K100 wird standardmäßig mit einem ausgewogenen Energieprofil ausgeliefert und erreicht durch den Verzicht auf unnötige Funktionen die beste Energieeffizienz
- Vergleich nach Produkttyp
- GMKtec: gut für budgetorientierte Käufer, bei neuen Geräten sollte die verbesserte Kühlung geprüft werden
- K100: extrem kompakt, energiesparend, geringe Wärmeentwicklung, aber ohne eMMC und teuer
- Beelink: beste Erweiterbarkeit, zum Vorbestellpreis günstiger als das K100, dafür konstruktionsbedingt begrenzte Bandbreite pro Slot
- Wegen der jeweiligen Kompromisse sollte die Auswahl je nach Einsatzzweck erfolgen
- Im konkreten Fall würde der Autor das K100 bevorzugen, falls sich günstige 4-TB-NVMe-SSDs für ein 6-TB-RAIDZ1 finden lassen
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